Neue Unterhosen braucht die Tochter

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich dieses Dutzend Unterhosen für meine Tochter genäht. Allesamt wurden regelmäßig getragen und die Anzahl war genau richtig. Ein paar waren immer in der Wäsche, ein paar im Schrank und ein paar unweggeräumt irgendwo – entweder ungewaschen auf dem Boden, oder gewaschen und aus dem Trockner gefischt, aber noch in einem sauberen Berg von Wäsche auf der Arbeitsplatte über dem Trockner…

Hier die neuen mit „rosa“:IMG_20180217_122112 mlNun merkte ich seit einiger Zeit – vor Weihnachten schon – das sich die Figur meiner Tochter – 9 Jahre wohl gemerkt! – ändert. Sie ist ein bißchen größer geworden und schwerer, ganz klar. Aber auffällig ist, dass sie in der Taille von Februar 2017 bis Januar 2018 nur 2 cm zugelegt hat, an der Hüfte hingegen im gleichen Zeitraum 4 cm. Doppelt so viel. Hört sich jetzt nicht viel an, aber man merkt und sieht es deutlich. Und vor allem merkt man das an ihren Unterhosen, weil die ja auf der Hüfte sitzen und nicht in der Taille! Die Dinger sind eindeutig zu klein geworden!

Hier die neuen in „bunt“:IMG_20180217_122004 mLAlso: neue müssen her. Wieder der Ms. Girly-Schnitt aus der Ottobre 6/2016. Der hat gut gepasst und war leicht zu nähen. Das einzige auf das man aufpassen muss, ist die Größe! Genau nach Hüftmaß nähen, nicht nach der eigentlichen Größe die getragen wird, sonst passt es nachher nicht. Daher hatte ich im vergangenen Jahr die Doppelgröße 116/122 genäht – meine Tochter hatte damals die Hüftweite der Größe 116! Wo sie sonst 134 getragen hatte. Aber die Hosen passten perfekt.

Hier die neuen mit „blauen Band“:IMG_20180217_122210 mLAlso nahm ich diesmal auch wieder genau Maß. Mhm, sie liegt mit 74 cm knapp vor der Größe 140 mit 75 cm. Aber da es Doppelgrößen sind, hätte ich dann 140/146 nähen müssen – das war mir dann doch zu viel. In einem Jahr so viel größer nähen? Ich nähte daher die erste Probegröße in Größe 128/134, die Hüftweite von 134 ist laut Tabelle 72 cm. Und was ist? Zu klein! Da kann man mal sehen, wieviel diese 4 cm Hüftzuwachs bedeuten!

Also: Probehose Nr. 2, diesmal in Gr. 140/146. Diesmal nahm in unten am Beinausschnitt ein klein wenig Stoff weg, da war bei der ersten Probehose etwas zu viel. Aber irgendwie saß sie nicht perfekt. Oben am Saum war sie zu weit, von der Stoffmenge war es okay, aber unten am Beinausschnitt und im Schritt war einfach immer noch zu viel Stoff. Also: die entsprechenden Änderungen direkt im Schnitt vorgenommen, an der Seite doch noch ein wenig weggeschnitten, damit sie ein bißchen strammer sitzt und Probehose Nr. 3 genäht.

Ja, jetzt war sie ganz gut. Ich habe in der Höhe noch einen Zentimeter weg geschnitten und los ging die Serienproduktion: erst alles zuschneiden, dann alles stecken und den Zwickel hinten an nähen. Dann alle gerollt und geklappt und das Vorderteil angenäht. Dabei habe ich dann jeweils auch die Seiten geschlossen. Als alle Hosen schon als Hosen zu erkennen waren, habe ich mir dann immer eine geschnappt und diese zu Ende genäht, d.h. Falzgummi in Ringe genäht, an den Beinausschnitten und oben am Saum gesteckt und mit ZickZack-Stich festgenäht. Das blaue links ist etwas breiter und war daher besser zu nähen. Hatte ich aus einem anderen Laden als das dünne rechts.

Zum Schluss noch auf jede Hose vorne aus einem kleinen Streifen Jersey eine Schleife drauf genäht zum Erkennen, wo vorne ist – den Tipp hatte ich aus einer Nähgruppe. Meine Tochter hatte ihre Hosen oft immer falsch herum an. 🙂

Fertig.
Nun hat meine Tochter ein Dutzend neuen Unterhosen im Schrank.

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Februar 2018, Made4Girls Februar 2018, Wir machen klar Schiff-Restelinkparty und Nähzeit am Wochenende

Ein OversizeSHO!odie

Ich brauchte einen schönen kuscheligen Kuschelpulli. Den ganzen Winter über habe ich gefroren…

Wer mich in der letzten Zeit etwas verfolgt hat, weiß, dass ich für Silke von einfach SHO! ein neues Schnittmuster probegenäht habe – den SHO!Rolli. Einen habe ich noch, aber der kommt später.

Ich liebe Silkes Schnitte und verfolge sie seit ihrem KnickerSHO!cker Schnitt. Vor Weihnachten kam der Probenähaufruf zum OversizeSHO!odie. Vorab: mein oversizeSHO!odie ist ganz neu:

Zurück zum Probenähaufruf: mhm… oversize ist ja eigentlich nicht so mein Ding … und eine Hoodie brauche ich eigentlich nicht so … mhm, ich habe eigentlich genug im Schrank … tja, und ich will ja in Zukunft nur das nähen, wo ich auch wirklich hinter stehe… Also lies ich den Aufruf schweren Herzens verstreichen …

Dann kam eins zum anderen:

1. Grelu – ein ganz toller Stoffladen in meiner Nähe – hat seine erste Eigenprduktion heraus gebracht: ein ganz toller weicher melierter Strickstoff. Ich habe sofort mit ihm geliebäugelt… und

2. Silke von einfach SHO! hat aus genau diesem Strickstoff den OversizeSHO!odie auf dem Titelblatt des Schnittmusters genäht! OHHH!!! Wie toll!!!

Da war es um mich geschehen! So einen muss ich mir auch nähen! Ganz klar!

Ich habe an den Seiten ein wenig weg genommen, damit es nicht so ganz oversized aussieht und die Säume nach außen umgeklappt und fest gesteppt, statt, wie Silke es gemacht hatte, mit schwarz kombiniert. Er geht hinten in einer tollen Kurve nach unten und vorne am Hals hat er einen schönen Kuschelkragen, der in die Kapuze übergeht – Astonautenkapuze nennt man so etwas glaube ich:

Und was soll ich sagen? Ich liebe den SHO!odie! Einfach nur urgemütlich und kuschelig, und gerade so richtig angesagt, dass ich denn gerne und oft in der „freien Wildbahn“ trage.

Erfüllt er meine Kriterien zum „perfekten Schnittmuster für mich“? Nun ja: meine Figur betont er nicht unbedingt 🙂 , dafür kaschiert er aber von hinten den Übergang von Hüfte zu Oberschenkel, den ich wegen meiner Prothese gerne verstecke.

Die Farbe ist schön und anthrazit ist definitiv eine kühle Farbe. Das melierte gibt dem Stoff den gewissen Pepp, nur einfarbig wäre für so eine große Fläche langweilig. Daher vom „Muster“ her auch passend. Und kombinieren kann ich ihn auf jeden Fall mit allen meinen Jeans, mal sehen, womit noch. Daher: Ja, er erfüllt meine Kriterien!

Eure Charla

Verlinkt bei me made Mittwoch (kommt noch) und AfterWorkSewing # 7/2018

Roll-Up von Farbenmix als Spieleetui

Eine Freundin von mir ist besessen. Vom Spielen. Sie trifft sich regelmäßig mit Freunden und spielt – was genau hat sie zwar versucht mir zu erklären, aber da fielen zu viele Fremdworte 🙂 . Wenn sie sich zum Spielen verabreden, müssen immer Kleinigkeiten mit: Karten, 6 bis 10 Stifte, Würfel, Zettel, ein Lineal… je nach dem was gespielt wird, wird vorher die Tasche bestückt. Sie fragte mich, ob ich ihr dafür ein Roll-Up nähen könne… Klar kann ich. Eigentlich sollte es ein Weihnachtsgeschenk werden, aber das hatte ich dann doch nicht geschafft.

Gott sei Dank, wie sich jetzt herausstellte! Ich hatte nämlich die ganze Zeit nach einen passenden Schnittmuster gesucht und schon im Kopf überlegt, wie ich ein eigenes erstellen könnte. War schon dabei, ein Reiseetui und eine kleine Wickeltasche zu kombinieren … aber irgendwie war ich nicht glücklich.

Hier trotzdem schon mal das Endresultat:

 

Stifte einfach unter Gummischlaufen klemmen wie bei einem Stifteetui? Mhm,  da müssen unterschiedlich dicke rein: Kugelschreiber, Bleistifte, White Board Stift (das habe ich jetzt aus dem Internet, weiß nicht, ob meine Freundin die auch braucht). Leiern die Gummibänder dann nicht bald aus? Also: Reißverschlusstasche dafür. Außerdem könnten dann auch noch zusätzliche Dinge da mit rein wie Zettel oder Lineal.

Ein großes Fach für die Würfel und Spielsteine. Im Internet sah es aus, als kämen da ganz schön viele Würfel rein … also eine recht große Tasche. Auch wieder mit Reißverschluss, mit Klett war mir zu unsicher. Da können doch welche an den Ecken rausfallen…

Das hier dürfte groß genug sein, oder:

 

Als letztes die Karten: ich müsste ein Fach konzipieren, dass genau ein Rommeeblatt aufnehmen kann. Dann fallen die nicht raus. Aber vielleicht auch irgendwie zukletten? Sicher ist sicher…

So weit war ich mit meinen Überlegungen. Und dann kamen immer mehr Fotos in den socialen Medien die genau solch ein Roll-Up wie ich es brauche zeigten: das Roll-Up von Farbenmix, ein Schnittmuster von der neuen Taschenspieler CD 4. Klasse!

Ich habs mir genau angeschaut und in der Farbenmix-Gruppe gefragt, was da wohl so rein passt. Scheint wirklich genau für mich gemacht zu sein! Die anderen Taschen gefielen mir auch: also zack, gekauft.

Die Vorgaben waren: „bunt, lila, rot und grün“. Ich denke, dass ist mir gelungen. Ich war so frei und habe noch hellblau und türkis mit dazu genommen.

 

Verwendet habe ich ausschließlich Reste. Der rote Stoff von der Innentasche ist z.B. in diesem Steckenpferd verbraten. Das rote Kunstleder in meiner ersten SchnabelinaBag, die mich tagtäglich ein Jahr lang begleitet hat. Die Stickdateien habe ich auf diesem Mantel für meine Tochter schon einmal verewigt. Und die grünen Stoffe hatte ich für diese Schultüte für meine Tochter verwendet. Der gestreifte türkis-blaue Stoff ist in diesem Wickelwenderock, den ich im Sommer total gerne trage. Die Reißverschlüsse hatte ich gerade bei einem Räumungsverkauf von dem Laden, in dem ich immer mein Zubehör kaufe, ersteigert. Ich habe dort für 54,- € zugeschlagen, obwohl alle Teile nur 1,00 €, die langen Reißverschlüsse 2,00 € gekostet haben. Hinterher waren ganz viele der Garnfarben leer und die Kiste mit Reißverschlüssen erheblich geplündert. Jetzt muss ich nur noch Taschen und Jacken nähen, um die alle zu verwenden..

Die fertige Tasche kann gaaaaanz viele Würfel in der großen Innentasche aufnehmen und ebenfalls ganz viele Stifte und das Lineal in dem flachen Reißverschlussfach. In dem Netzfach können die Karten in zwei Päckchen aufgeteilt werden und sind vorne mit einem Klettverschluss vor dem Rausfallen gesichert. Hatte gehofft, dass es so hält, habe das Gummifalzband beim Annähen ordentlich gedehnt, aber das war dann doch noch zu locker.IMG_20180131_121250 mL

Ich müsste eigentlich noch eine Tasche hinterher nähen, jetzt wo ich weiß, wie die geht und wie die aussieht. Bei der zweiten würde ich viel mehr Blumen draußen draufsticken, auch oben auf der Klappe. Dafür würde ich das Webband vorne weg lassen.

 

Ich würde die Innentasche noch stärker verstärken, jetzt fällt die ohne Inhalt doch etwas zusammen. Und das Netzfach um ca. 1,5 cm höher machen: jetzt ist es doch arg knapp bemessen.

Aber alles passt genau rein und nichts fällt raus. Da die Tasche mal mehr, mal weniger gefüllt wird, je nach dem, was benötigt wird, war mir das Anbringen von Druckknöpfen zu unsicher. Dann könnte man die Tasche nur genau in dieser Position zu machen. Was wenn da aber mehr rein müsste? Dann geht die nicht zu. Oder weniger? Dann wäre alles ja total labberig. Lange überlegt: Gummiband zum einfach drüberstülpen? Wäre eine gute Idee, ich hatte aber kein schön aussehendes auf Vorrat. Karabinerhaken mit diesem verstellbaren Schieber dazwischen? Hatte ich auch nicht.

Also dann: die rote Kordel mit Kordelstopper wie ihr oben auf den Fotos seht. Zweimal drumschlingen, ineinander stecken und den Schieber zuschieben. Auf der Rücksteie sieht das leider nicht ganz so schön aus, weil die Stickdatei teilweise verdeckt wird, ist dafür aber praktisch.

Das Roll up ist schon längst bei der neuen Besitzerin und sie hat sich gefreut wie sonst was. Das ist ein schönes Gefühl, wenn man genau den Geschmack getroffen hat. 🙂

Eure Charla

Verlinkt bei creadienstag #318, DienstagsDinge #07/18, HoT #137 und TT- Taschen und Täschchen und nachträglich noch bei „wir machen klar Schiff 2018 Linkparty“ (Resteverwertung)

SHO!Rolli Nr. 2

Ich habe euch ja schon gestern berichtet, dass ich mir beim Probenähen für den SHO!Rolli, eins der neuen Schnittmuster von Silke von einfach SHO!, nicht nur einen, sondern drei Rollis genäht habe. Das andere Schnittmuster – die SHO!pants – ist auch genial, aber die habe ich nicht mitgenäht. Ihr bekommt beide Schnittmuster auch im Bundle bei einfach SHO!

Das Schnittmuster hat es mir einfach angetan! Die angesetzten Schulterpatches, die man entweder schließen oder offen lassen kann, so dass sie mit Knöpfen geschlossen werden, laden einfach zu unterschiedlichsten Designs ein. Die schöne Betonung der Schultern und der lange Rollkragen ziehen den Blick auf sich und geben einen richtigen Hingucker.

Genau dies wollte ich bei meinem zweiten Rolli auch wirklich hervorheben und beschloss, ganz viele kleine silberne Druckknöpfe zu verwenden. Damit das alles stimmig wird, verwendete ich die Druckknöpfe auch an den Armbündchen, die ich zu dem Zweck etwas länger machte. Nun habe ich quasi Manschetten an den Ärmeln mit den gleichen silbernen Druckknöpfen wie am Hals.

Verwendet habe ich den Stoff Mandala von Lillestoff, der eigentlich weiß ist. Gekauft hatte ich den Stoff, um dieses Shirt daraus herzustellen. Ich hatte mir damals aber extra mehr davon gekauft, weil ich den Stoff gerne einfärben wollte um mir daraus ein tolles Shirt zu nähen. Geworden ist daraus nun dieser tolle lilafarbenen SHO!Rolli.

Eure Charla

Verlinkt bei RUMS #6/18, Ich-näh-Bio #40 , Biostoff-Linkparty 02/18 und LilleLiebLinks #06/18 (ab Freitag)

So einen SHO!enen Rolli …

… habe ich mir genäht. Und nicht nur einen, sondern gleich drei! Ich durfte nämlich bei Silke von einfach SHO! (SHO! Lieblingsshirt2.0) Probenähen. Heute sind gleich zwei neue Schnitte von ihr online gegangen – der SHO!rolli, von dem ihr hier einen seht, und die SHO!pants (die ich nicht mitgenäht habe). Es gibt beide Ebooks – weil sie so super zusammen passen – auch als Bundle zu kaufen.

Ich habe ja beschlossen, nur noch Sachen für mich zu nähen, die mir auch wirklich stehen und wo ich sicher bin, dass sie dann auch getragen werden. In diesem Beitrag „Welche Kleidungsstücke stehen mir eigentlich“ habe ich die unterschiedlichen Kriterien aufgezeigt.

Bei dem SHO!Rolli war sofort klar: das ist was für mich! Ein figurbetonter Rollkragenlongsleeve mit ausgestellten Ärmeln, die entweder mit Bündchen eingefasst werden oder offen bleiben. Das Besondere ist aber das abgesetzte Schulterteil, das mit Knöpfen zu schließen ist und so ein richtiger Hingucker wird. Bei dehnbaren Stoffen wie Jersey kann man das Schulterteil und den Kragen auch schließen und einfach nur schön verzieren mit Ösen oder Knöpfen.

Hier bei diesem Beispiel habe ich echte Knöpfe mit echten Knopflöchern verwendet! Diese würde ich vor dem Zusammennähen herstellen – sicher ist sicher 🙂 . Einen Kragen habe ich mir dabei nämlich verhunzt, weil ich das letzte Knopfloch zu weit oben eingenäht habe. Gott sei Dank hatte ich den Kragen noch nicht angenäht und konnte ihn einfach noch mal machen.

Warum war ich mir so sicher, dass der SHO!Rolli was für mich ist?

Passt der Rolli zu meiner Figur? Eindeutig ja.
Ich kann enge, körpernahe Oberteile tragen, weil ich schlank bin. Ich dachte immer, ich hätte breite Schultern, die ich nicht zusätzlich betonen sollte – durch genaues Ausmessen hat sich das aber als Irrtum heraus gestellt. Außerdem wird die Taille – die ich ja betonen möchte – durch die Betonung der Schultern automatisch schlanker. Und als letztes: Rollkragen bei meinem langen Hals ist das non plus ultra.

Steht mir die Farbe? Eindeutig ja.
Das kann ich mir ja immer individuell aussuchen und hier habe ich bewusst einen helltürkisen GOTS-Wolljersey von Lillestoff ausgesucht, der mitten in meiner Farbpalette liegt. Das kleines bißchen senf dadrin ist nicht schlimm.

Gefällt mir das Muster? Eindeutig ja.
Auch hier: bewusst ausgesucht, Muster ist nicht zu auffällig, einfach nur schön.

Kann ich den Pulli gut kombinieren?
Tja… womit soll ich einen Pulli kombinieren? Ich werde ihn mit einer Hose oder einem Rock anziehen. Röcke habe ich zwar, aber die passen nicht zu dem Pulli. Die Röcke sind bunt, da könnte ich nur einen einfarbigen Rolli anziehen. Ansonsten trage ich Jeans, und dazu kann ich den Rolli anziehen. Also hier ein „jein“. Vielleicht sollte ich mir ein paar einfarbige Basisröcke nähen?

Die entscheidende Frage ist aber: gefällt mir der SHO!Rolli? Eindeutig ja!

 

Eure Charla, die euch die nächsten Tage die anderen SHO!Rollis zeigt

Verlinkt bei AfterWorkSewing #6/2018 , Me Made Mittwoch 7.2., Ich-näh-Bio #40 , Biostoff-Linkparty #02/18 und LilleLiebLinks #05/18

Kombitalent Wickelkleid

Mit all den ganzen Fragen, die ich in diesem Blogbeitrag „Welche Kleidungsstücke stehen mir eigentlich?“ zusammen gefasst habe, im Hinterkopf plante ich dann das Projekt „Kleid für Familientreffen“. Es musste nicht so förmlich und festlich sein, aber trotzdem ein nettes Kleid. Mein Vater war schon gespannt darauf, was ich mir den Schönes nähen würde…

Ich entschied mich nach reiflicher Überlegung für ein Wickelkleid:

Punkt 1: passt es zu meiner Figur? Ja, die Taille wird durch das Wickelband betont. Wickelkleider habe ich schon immer gerne getragen und fühle mich darin wohl. Um die Betonung der Taille hervor zu heben, hätte ich besser einen farblich anderen Stoff für den Gürtel nehmen sollen.

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Punkt 2: die Farbe. Den Stoff (von Lillestoff übrigens und daher auch verlinkt bei LilleLiebLinks) gab es noch in zwei anderen Farbvarianten. Die eine hätte auch passend sein können – ich habe mir beide Ballen im Spiegel vorgehalten und mich für diesen Stoff entschieden. Bei dem anderen war beige mit drin, was nicht so wirklich zu mir passt. Diese Farben hier sind zwar kräftig, aber stimmig und beide passen zu meiner Farbgruppe.

Punkt 3: das Muster. Kleingemustert, nicht zu auffällig, alltagstauglich. Perfekt.

Punkt 4: Kombinationsmöglichkeiten?
Auf den Fotos seht ihr, wie ich das Kleid kombinieren kann.

Zum einen kann ich das Kleid mit dunkelblauer Legging und dunkelblauen Stiefeletten anziehen, dazu ein dunkelblauer Rollkragenpulli. Die perfekte Variante für den Winter und oft so getragen:

Ich könnte es zum anderen aber auch mit normalen Nylonstrümpfen und pinken Ballerina tragen, wie ich es auf dem Familienfest gemacht habe. Ohne Shirt drunter – was mir allerdings für den Alltag zu offen herzig ist.

Oder mit einem blauen T-Shirt drunter, dazu eine gemusterte dünne Legging in dem gleichen Blauton wie das Shirt. Dazu wieder die Ballerina – vielleicht für den Übergang eine Variante, die ich öfter anziehen werde:

Meine Lieblingsversion war aber über eine Jeans: einfach, simpel, alltagstauglich und für den Winter die beste Variante:

Allerdings würde ich nächstes Mal eine „Pseudo-Wickelkleid“ nähen, wo also nicht wirklich gewickelt wird, sondern die Stoffe nur überlappen. Mit dem Bindeband hält es nicht richtig und man zuppelt immer dran herum. Oder man knotet es so fest, dass es nicht mehr aufgeht… 🙂

Jetzt endlich komme ich zum Schnitt: es ist das Basic Raglan Wickelkleid von ki-ba-doo. Ein toller Schnitt mit einer schönen Rückenansicht: die Ärmel sind zwischen den Schulterblättern zusammen genäht und bilden eine obere Passe. Das Rockteil werde ich mir beim nächsten Schnitt etwas weiter ausstellen. Und man muss am Ausschnitt das Bündchen ordentlich dehnen: bei mir ist es etwas zu lang, aber durch ein bißchen Tricksen ging es dann.

Eure Charla

Verlinkt bei RUMS #5/18 und bei LilleLiebLinks #05/18

Ein Herzbube für meinen Herzbuben

Ist es zu glauben! Da näht man im November Kapuzenpullis für den Sohn – und Mitte Januar beschwert er sich, dass er sie nicht mehr alleine ausziehen kann, weil er sie nicht über den Kopf kriegt! Ja, er hat einen Dickkopf – jetzt anscheinend noch mehr als vor wenigen Monaten. Müssen denn Kinder immer so schnell wachsen?

Der Schnitt, den ich im November verwendet habe, war aus der Ottobre. Ich wählte den Schnitt damals wegen der Taschenlösung aus. Bei dem ersten Hoodie nähte ich die Taschen auch dementsprechend – leider ist der Post dazu noch nicht veröffentlicht. Den zweiten – diesen Pulli Monstersurprise – nähte ich danach, weil ich ja nun eine Vorlage hatte – und nahm für die Bauchtasche eine Vorlage von Pattydoo und veränderte sie. Der Pulli ist an sich nicht schlecht – bis darauf, dass er den Kopf jetzt nicht mehr alleine durchbekommt. Und es ein Raglanpulli ist – Raglanschnitte mag ich bei meinen Kindern eigentlich nicht. Und der Schnitt ist zu kurz… Also alles zusammen: ich suchte nach einem neuen Schnitt!

Ich habe mir schon oft den Herzbuben von Fred von Soho angeguckt: ist diese Kragenlösung vielleicht die Lösung für meinen Sohn? Oder der weite Loopkragen, den man als Tutorial for free bei Fred von Soho downloaden kann? Und die überlappende Kapuze sieht auch schon weit und groß aus. Und der Pulli hat normale Ärmel und ist länger geschnitten. Also: ab in den Warenkorb.

Das ist dabei herausgekommen:

Der Ausgangspunkt dieses Hoodies ist diesmal die Wendepailletten-Rakete! Mein Sohn beschwert sich schon seid ewiger Zeit, dass er nieeeee einen Pulli mit solchen Pailletten bekommt wie seine Schwester. Das ist ungerecht! Also bestellte ich ein paar Motive – zuerst wollte er einen Pulli mit der Rakete. Mal weiß – schwupps – dann hellblau. „Papa, was findest du besser? So … (schwupps) … oder so?“

Welcher Stoff passt nun zu der Rakete? Ich wollte ein einfaches Sweatshirt daraus machen, ohne Kragen, Kapuze oder sonstwas. Dafür kaufte ich dann den hellblauen Kuschelsweat. Aber – ich habe die Rechnung ohne den Sohn gemacht: „Nein! Ich will eine Kapuze dran! So mit Bändern diesmal!“ Tja, Mist, zu wenig Stoff. „Guck mal, der Kragen sieht doch auch toll aus…“ – „Nein, Kapuze!“

Okay, also habe ich in den Tiefen meines Stoffregals gesucht und bin mit dem roten und dem royalblauen Kuschelsweat wieder aufgetaucht. Nur rot gefiel mir irgendwie nicht, also habe ich den blauen noch dazu genommen. Die Innenkapuze ist praktischerweise aus einem passenden royalblauen Jerseyrest. Die gelben Quadrate an den Ösen waren dann eine Eingebung, und die rote Kordel hatte ich auch noch. Eigentlich wollte ich an der Kapuze einen schmalen schwarzen Streifen dran machen und schwarze Bündchen, aber das habe ich dann vergessen. Passend dazu die Cuff-me Bündchen, die perfekt zu den Farben der Rakete passten.

IMG_20180119_142757 mLAlles zusammen ein recht bunter Hoodie in Farben, die mein Sohn eigentlich nicht trägt. Ein ungewohnter Anblick, aber trotzdem klasse. Irgendwie sind seine anderen Klamotten gedämpfter. Warum eigentlich? Und er liebt ihn. Er sollte ihn nach dem Nähen nur mal anprobieren, weil ich wegen der Größe gucken wollte und er hat ihn nicht mehr ausgezogen. Und am nächsten Tag gleich wieder angezogen…

Der Herzbube fällt recht groß aus, ich habe ihn in Größe 134 genäht und er ist größer als die Hoodies aus der Ottobre, die ich im November genäht habe und die auch in Größe 134 sind. Aber ein Kuschelpulli in schön weit ist ja genau richtig. Aus Jersey würde ich ihn wahrscheinlich eine Nummer kleiner nähen. Der Schnitt gefällt mir sehr gut und wird jetzt öfter in Einsatz kommen. Der Halsausschnitt ist schön weit, die Kapuze dadurch recht groß, so dass er den Pulli locker alleine an und aus ziehen kann.

Eure Charla

Verlinkt bei creadienstag #316 , DienstagsDinge #05/18, HoT #135 und Kiddikram Januar 2018

Welche Kleidungsstücke stehen mir eigentlich?

Lange lange habe ich vor, wieder etwas für mich zu nähen. Diesmal aber gut durchdacht. Und ich freue mich enorm darüber, dass ich den ersten Schritt gemacht habe und mich nun strukturiert an die Arbeit mache. 2018 ist meinJahr!

Ich habe in der Vergangenheit nämlich einige Sachen für mich „auf die Schnelle“ genäht, weil ich ein neues Schnittmuster gesehen habe und das sofort haben musste, weil ich den Stoff total klasse fand oder oder. Das Ergebnis: die Sachen werden nicht angezogen. Nicht alltagstauglich, lässt sich nicht kombinieren, ist eigentlich nicht mein Stil, der Schnitt steht mir gar nicht …. was auch immer. Schade um das Geld für den Stoff, die Zeit die ich investiert habe und um die fertigen Kleidungsstücken, die nun ungetragen im Schrank liegen. Ein Beispiel ist diese Chloé:Also habe ich mich daran gemacht festzustellen, was mir überhaupt steht um dann nur noch Sachen für mich zu nähen, die ich dann auch anziehe.

Erster Frageblock:

  • Was für eine Figur habe ich eigentlich?
  • Was möchte ich betonen? Was kaschieren?
  • Wie, durch welchen Schnitt kann ich das erreichen?

Ich bin zum Beispiel recht gerade gebaut. Um die leichte Taille, die ich habe, hervor zu heben, brauche ich Schnittmuster die die Taille betonen. An der Hüfte kann das Schnittmuster ruhig weiter sein, damit die Taille stärker heraus kommt und ich optisch „weiblicher“ aussehe. Das alles spricht für die Chloé (siehe Foto oben), aber es ist einfach nicht alltagstauglich: das Kleid ist einfach zu kurz. Und es gefällt mir nicht wegen der Ärmel – dazu unten im Beitrag mehr.

Ich habe wenig Busen. Praktisch sind daher Schnitte, die den Busen kaschieren und optisch größer machen.

Ich habe einen langen Hals, der zum Beispiel nicht durch einen V-Aussschnitt länger gemacht werden soll. Kleine Stehkragen wie bei meinem Mandala-Shirt sind super:Allerdings gefallen mir einfach große weite runde Ausschnitte wie an meinen Sommershirts – da bin ich mir nicht schlüssig, ob diese Ausschnittform nun gut für mich ist oder nicht. Aber da mir die Shirts gefallen und ich sie anziehe habe ich diese Frage nicht weiter verfolgt.Weiter geht’s:

  • Welche Farben stehen mir überhaupt?
  • Stehen mir kalte oder warme Farben?
  • Stehen mir kräftige oder gedämpfte Töne?

Diese Punkte waren einfach: Ich habe vor ungefähr 16 Jahren mal eine Farbberatung gemacht und seitdem liege ich eigentlich recht gut bei meiner Farbauswahl. Hier geht es um Hauttypen und Nuancen bei der Pigmentierung. Mir stehen zum Beispiel kalte, eher gedeckte Farben mit bläulichem Unterton. Gelb und Grüntöne, die ins Gelbliche gehen, gehen gar nicht, da sehe ich aus wie ausgespuckt und drauf gekotzt. 🙂 Ein Beispiel: dieser Rollkragenpulli ist ein kalter Grünton, der eher ins petrol/türkise geht. Die Farbe steht mir und der Pulli wird auch angezogen – das Foto ist etwas verfälscht: ich sollte mich nicht vor einer gelben Wand fotografieren lassen 🙂 . Kahki dagegen geht gar nicht!Bläuliche Rottöne in allen Schattierungen stehen mir auch, von hell: lavendel, lachsfarbend, pastellrosa, bis dunkel: pink, lila, wobei es da von der Knalligkeit der Farbe auch schnell zu viel sein kann. Beerentöne, solange sie kalt sind. Warme Töne gehen nichtDie zweite Schiene sind logischerweise Blautöne. Wieder von hell: hellblau, helles blaugrau, bis dunkel: petrol, türkis, dunkelblau. Grautöne gehen natürlich auch, aber Schwarz ist zu hart, weiß zu hell. Ganz drauf verzichten kann ich aber nicht, daher kommen diese Farben hin und wieder als Akzente dazu.

Und zum Schluss stellte ich mir die Fragen:

  • Welches Kleidungsstück kann ich womit kombinieren?
  • Kann ich das nur mit bestimmten Sachen zusammen anziehen?
  • Welche Muster kann ich mit einander kombinieren bzw. habe ich genug einfarbige Kleidungsstücke, die ich damit kombinieren kann?

Einige Beispiele hierzu:

Ich hatte mir diesen tollen Wickelrock genäht, der im Sommer auch oft getragen wurde. Im Herbst könnte ich den auch anziehen, mit Thermostrumpfhose und Stulpen – wenn ich passende langärmlige Oberteile dazu hätte.Oder: ein ganz tolles Kleid – diesen Karl – habe ich im Herbst 2016 genäht:

Aber ich kann ihn nur mit den Stiefeln und der Strumpfhose auf dem Foto anziehen, andere Sachen die dazu passen könnten habe ich nicht. Also wird Karl nur selten getragen. Was mache ich demnächst: die Stiefel geben ihren Geist auf! Was für Schuhe trage ich dann zu Karl?

Oder: Stoffe mit Mustern! Es gibt so viele tolle gemusterte Stoffe! Da will ich oft ganz schnell genau diesen Stoff haben und kaufe ihn mir. Zwar schon mit einer genauen Vorstellung, was ich daraus nähen möchte, aber ohne genau darauf zu achten, ob das denn dann hinterher als Kleidungsstück wirklich gut aussieht! Was könnte ich dazu tragen? Will ich wirklich so bunt durch die Gegend laufen?

Oder: verschiedenen Stoffe in einem Kleidungsstück kombinieren. Ärmel andersfarbig als der Rest des Kleidungsstückes, zum Beispiel dieses Lady Pepe-Shirt : ich trage es nicht. Obwohl es meine Farben sind. Aber das Muster gefällt mir nicht mehr, dazu die abgesetzten Ärmel, das auffällige Bündchen – nee…Mein Fazit aus dem allen zuammen: lieber wenig gemustert oder kleine Muster oder einfarbig. Nicht Stoffe untereinander kombinieren, sondern bei einem Stoff bleiben und überlegen, mit welchen anderen Kleidungsstücken zusammen ich das fertige Teil dann anziehen kann. Vielleicht kleine andersfarbige Akzente setzen, mehr aber nicht.

So erstelle ich mir dann langsam aber sicher eine Basicgarderobe. Meine Lady SHO!erts von vergangenen Sommer waren der Anfang: dieses Shirt ist zwar mit Muster, aber nicht bunt und in genau meinen Farben:

Dieses Shirt hat zwar ein großes Muster, aber dafür einheitlich – keine anderen Stoffe dazu kombiniert – und die Grundtöne passen zu mir:Die anderen LadySHO!erts sind einfarbigen in meinen Farben. Der Halsausschnitt gefällt mir, also bleibt der so.

Eure Charla, die nun fleißig an ihrer Basisgarderobe bastelt – auch ohne entsprechende Linkparty.

Verlinkt beim Freutag #239

T-Shirts mitten im Winter?

Jetzt komme ich Mitten im Winter mit T-Shirts daher – was soll das denn? Bei uns hat es heute mittag geschneit – bei Euch auch?

Nun ja, die Bestellung lag hier schon seid der Einschulung meines Sohnes hier rum… hüstel… und die war Anfang August.

Ich weiß nicht, wo die Zeit geblieben ist…

Aber dann kam Weihnachten und so konnte ich die Shirts als Weihnachtsgeschenke unter den Weihnachtsbaum packen. Wer weiß, wie lange meine Freundin sonst noch darauf gewartet hätte.

Diese Shirts wollte ich immer mal zwischendurch nähen, wenn ich mal Zeit habe. Gehen ja schnell, sind nur ein paar Nähte. Aber der Stoff ist bei beiden Modal … und da hatte ich beim letzten Mal ein paar Probleme… Daher wurde aus dem „mal schnell“ erst ein „ein paar Tipps aus dem Internet holen“.

Das Schnittmuster ist von ihrem Lieblingsshirt abgenommen: schön weit und luftig, hinten länger als vorne und ohne Ärmel einfach mit überhängenden Schultern.

Ärmelsaum und unten den Saum habe ich jeweils 2 cm eingeschlagen und mit einem elastischen Stich vernäht. Ich bin dazu übergegangen, zwei parallele Nähte zu nähen, damit es optisch besser aussieht. Mit Zwillingsnadel halten bei mir die Nähte immer nicht, ich weiß auch nicht warum.

Den Halsausschnitt des schwarzen Shirts (Stoff: Durchgepustet von Lillestoff) habe ich wie ein Bündchen genäht, aber einen 4,5 cm breiten Modalstreifen verwendet. Doppelt gelegt, angenäht, umgeklappt und festgesteppt.

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Bei dem anderen Shirt (Stoff: Stempelpunkte von Lillestoff) habe ich eine Streifenversäuberung gemacht: bei dem dünnen Modal müsste das gut aussehen – dachte ich mir so im Vorfeld. Hat auch gut geklappt – ich finde beide Versionen gut.

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Bei dem Stempelpunkte-Shirts habe ich zwischen dem Vorder- und dem Rückenteil einen Schlitz offen gelassen – im Gegensatz zu dem schwarzen, wo alles geschlossen ist. Ich wusste nicht mehr, wie es beim Originalschnitt war, daher habe ich eins so eins so gemacht.

Eure Charla

Verlinkt bei AfterWorkSewing AWS #3/2018 und LilleLiebLinks #03/18

Testreihe „dpHfmT“: Hose Nr. 3 „Stretch Jeans Nr. 2 mit Anpassungen“

Nun hatte ich in meiner Testreihe „dpHfmT“ mit der Hose Nr. 2 ja im Grunde einen recht guten Schnitt gefunden. Natürlich ein paar Mankos, aber die könnte man ja anpassen… Wenn man weiß, wo und wie? Ich habe ein bißchen gegoogelt und gefragt, mir wurde ein ganz toller englischer Link geschickt, ich habe mir Videos angeguckt – aber richtig schlau daraus geworden bin ich nicht.

Das Problem an Hose Nr. 2 ist hauptsächliche diese große Querfalte, die vorne über der Schrittnaht liegt (siehe Foto). Dazu kommt dass die Hose im Schritt spannt und außen an der Hüfte zu eng ist.

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Beim googeln von „Querfalten vorne“ fand ich Hinweise auf den sogenannten Katzenbart, aber der beschreibt nicht wirklich mein Problem. Beim Katzenbart ziehen die Falten unten in den Schritt hinein – bei mir liegt eine große Falte drüber.

Ist dort zuviel Stoff? Oder stimmt doch die Schrittnaht nicht richtig? Ich fing mit den anderen Problemen an und nahm folgende Änderungen vor:

  1. die Hüfte und die Oberschenkel bekamen an der Außenseite mehr Weite.
  2. Auch an der Innenaht zum Dreieck der Schrittnaht gab ich ein wenig dazu – vielleicht liegt es ja doch daran, dass die Hose dort einfach zu stramm saß?
  3. Beim Bund vorne nahm ich zwei Zentimeter weg – vielleicht zieht sich dann der zuviele Stoff nach oben weg?

Mit diesen Änderungen machte ich mich Frohgemut ans Werk. Hier ist das Ergebnis:

Den gleichen Stretchjeansstoff wie bei Hose Nr. 2 genommen, diesmal in pink. Der Grundschnitt ist also auch hier der Schnitt „Stretch Jeans“ aus der Ottobre 6/2016, in Größe 140 genäht.

Fazit:

  1. Gummiband habe ich diesmal 2,5 cm genommen. 3 cm fand ich im Nachhinein dann doch zu viel. So ist es jetzt perfekt.
  2. Da ich innen und außen an Weite zugegeben habe, ist ist die Hose nun zu weit. Außen an den Oberschenkeln nehme ich wieder was weg.
  3. Die große Querfalte ist weg! Dort war einfach zu viel Stoff. Wenn die Hose oben am Bund richtig sitzt, ist nur ein Faltenwurf vorhanden, aber das liegt an der Weite der Hose. Hier ein Detailfoto:
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  4. Die Taschen hinten sind zu weit unten – eigentlich ist der Sattel auch etwas zu hoch, wie mir jetzt auffällt, aber das übersehe ich jetzt mal.
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  5. Im Grunde passt diese Hose auch ganz gut, wie die davor, aber dpHfmT ist es immer noch nicht.

Dennoch werde ich mit der Testreihe erst einmal Pause machen. Ich habe nun drei Hosen, die alle recht okay sind und die meine Tochter alle anziehen kann und auch wird. Alle drei sind gemütlich und sehen gut aus, wenn sie normal getragen werden. Der Pulli wird ja normal nicht hoch gehalten und auf irgendwelche Falten achtet man im Alltag sowieso nicht. Hauptsache die Hosen halten und sehen gut aus, und das ist bei allen dreien der Fall.

Mit meinen Notizen hier kann ich ja jederzeit mit der Testreihe weiter machen, wenn es darum geht „richtige“ Jeans mit Reißverschluss und Gürtelschlaufen zu nähen…

Eure Charla

Verlinkt bei Nähzeit am Wochenende Januar 2018, Made4Girls Januar 2018, Kiddikram Januar 2018