Zweimal butterweicher Modal

Ein Blog zum anfassen – das wäre mal was. Ihr müsst diesen butterweichen Modalsweat, den ich bei Trolinum gekauft habe, einfach anfassen. Beschreiben kann man ihn nicht. Weich, glatt, ein ganz tolles Tragegefühl. Schwerer als normaler Sommersweat, rutschiger, aber er hat einen tollen Fall. Ein Streichelstöffchen. Ich habe mir drei Farben geleistet – meine Basisfarben: navy, bordeaux und altrosa. In türkis gab es den leider nicht.

Wie sich dünner Modal anfühlt, wisst ihr bestimmt, oder? Der Modal „Rose Atoll“ von Lillestoff , den ich für das Top verwendet habe, ist total fluffig – ich habe sogar vor dem Nähen die Schulterteile mit Stylefix fixiert, sonst wären die Träger nicht passend gewesen.

Den navy Modalsweat habe ich zu diesen Faltenkleid Fint vernäht. Hier jetzt mein zweiter Streich: der altrosa Modalsweat. Davon hatte ich nur einen Meter bestellt, da ich eigentlich solche hellen Stoffe mit anderen Farben kombiniere. Aber nun wollte ich den Stoff solo verwenden: der Glanz und die Haptik sind schon Besonderheit genug.

Also hieß es: Schnittmuster suchen. Ich habe einige auf meiner Festplatte, die ich noch nie vernäht habe. Ich wollte einen Pulli nähen. Einen raffinierten Schnitt. Irgendwo etwas mit Falten – Falten passen perfekt zu dem Stoff. Letztendlich bin ich bei zwei Schnittmustern hängen geblieben: bei dem Shirt „Alva“ von Evli’s Needle und bei dem Pulli „Aletheia“ von Schnittgeflüster. „Alva“ werde ich demnächst bei einem gemusterten Stoff nehmen – den Stoff dazu habe ich schon. Ich habe mich hier für „Aletheia“ entschieden. Der Schnitt hat es in sich: so vielfältig und unterschiedlich sind die Designbeispiele. Man muss sich erst einmal ein wenig durchklicken, bis man versteht, was man da alles nähen kann. Und hängen geblieben bin ich dann an den Keulenärmeln. Die wollte ich mal versuchen. Oben gerafft und unten ein Gummiband eingezogen.

Ich konnte die Ärmel gerade so mit ach und krach zuschneiden. Die Keulenärmel hätten eigentlich 2 cm weiter oben begonnen, aber das passte nicht mehr drauf. Auch sind die kurzen, glatten Ärmelteile am Oberarm gegen den Fadenlauf zugeschnitten – ich hoffe, der Stoff verzeiht mir das. Aber die Keulenärmel fressen eine Menge Stoff. Ich hatte dann überlegt, normale Ärmel zu nähen, aber ich wollte ja etwas extravagantes. Unten habe ich nachträglich aus dem gleichen Stoff ein schmales Bündchen angenäht, da mir der Pulli etwas zu weit abstand.

Und jetzt bin ich echt begeistert. Genau so hatte ich mir den Pulli vorgestellt. Es stand extra dabei, dass der Pulli so kurz ausfällt. Ich wollte von Anfang an etwas zum Drunterziehen dazu nähen, da ich den Lagenlook so liebe. Daher habe ich mir dann wieder ein auf mich angepasstes Top aus dem dünnen Modal „Rose Atoll“ von Lillestoff genäht (ene mene meins / Pamela Frank). Fluffig leicht und locker – ach, ich liebe dieses Outfit!

Eure Charla, die aus dem Streicheln gar nicht mehr heraus kommt

Verlinkt bei AfterWorksewing AWS #4/2019 und bei den lille.Lieb.LINKS #3/2019

Rückblick in mein Nähjahr 2018

Wie auch das Jahr zuvor möchte ich an dieser Stelle eine kleine Zusammenfassung meiner Nähprojekte von 2018 zeigen. Es sind nicht viele auf meinen Blog gelandet, da das Jahr 2018 im reellen Leben nicht ganz soo toll war. Zeitweise hatte mir nicht nur die Lust zum Bloggen, sondern auch die Lust zum Nähen gefehlt.

Anzahl der Projekte:
Um so erstaunter bin ich bei der Durchsicht meiner Projektmappe, dass ich es doch auf 100 Projekte geschafft habe! Und dabei habe ich ganz oft zwei oder mehrere Nähteile als ein Projekt betrachtet – z.B. die WM-T-Shirts oder 5 Leseknochen als Weihnachtsgeschenke. Und was ich auch erstaunlich finde: im Dezember habe ich sage und schreibe 18 Projekte genäht! Trotz Geburtstagsparty meiner Tochter und Weihnachten – oder gerade deswegen. Die Nähmaschine stand nicht mehr still. Ich gebe zu – das 100. Projekt – das Kleid Fint -habe ich am 28.12.2018 noch angefangen, damit ich auf 100 komme 🙂 . Aber nähen wollte ich mir das Kleid so oder so.

Das am meisten genähte Schnittmuster:
Hier muss ich zunächst einmal meine Notizen befragen. Ich tippe auf das T-Shirt „Paul“ von Pattydoo. Ja, meine Vermutung stimmt: ich habe 2018 insgesamt 12 T-Shirts nach dem Schnittmuster „Paul“ genäht. Zum einen fehlten meinem Sohn T-Shirts für den heißen Sommer. Zum anderen hatte ich aber auch die – sagen wir mal die „bescheuerte“ Idee – den Geburtstagsgästen meines Sohnes mit einem Deutschland-T-Shirt zu überraschen.

Die Party fand an dem Tag statt wo Deutschland raus geflogen ist. Von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr Party, anschließend gemeinsames Fussballgucken. Allerdings wurden die T-Shirts dann nicht ganz so oft getragen wie erhofft. Aber die Jungs verabredeten sich in der Schule am nächsten Tag dieses T-Shirt anzuziehen, so dass dann drei Jungs gleichzeitig mit dem T-Shirt in der Klasse saßen.

Das komplizierteste Schnittmuster:
Hier muss ich nicht lange überlegen: meine maßgeschneiderte graue Jeanshose mit hohem Bund und Reißverschluss, die ich im absolut grandiosen Nähwochende „Nähen und Meer“ von kaidso Onlinekurse hergestellt habe. Zunächst habe ich meine Maße genommen, danach eine Probehose hergestellt und dann erst die eigentliche Hose begonnen. Nicht alles perfekt – die Gürtelschlaufen stehen zu doll ab und der Reißverschluss ist nicht perfekt eingenäht, aber: meine erste „richtige“ Jeans!

Premieren in 2018:
wieder die maßgeschneiderte graue Jeans. Ganz klar. Im Mai hatte ich bereits eine andere Jeans nach den kaidso Onlinekursen genäht, das war die erste Premiere. Diese Hose hat aber als Bund ein breites Gummiband, war aber auch schon maßgeschneidert.

Eine andere Premiere ganz anderer Art war das Babynest für das Baby von lieben Freunden. Das Babynest wurde auf das Sofa oder auf den Boden gelegt und das Baby da rein.

Projekte, die am meisten Spaß gemacht haben:
Die Herzbuben für meinen Sohn und seine Freunde zu nähen. Das waren die Projekte, die am meisten Spaß gemacht haben. Warum? Ich kenne das Schnittmuster nun aus dem Effeff. Ich brauche nicht mehr nachlesen, ich weiß wie es geht. Ich weiß wie es ausfällt. Ich weiß, dass sie meinem Sohn super gut passen. Und vor allem: ich wusste bei (fast) jedem Pulli, dass er gerne und oft getragen wird. Das motiviert ungemein!

Spaß gemacht hat mir auch dieses Roll-up. Ich hatte die Erlaubnis es bunt zu machen – also tat ich es. Ich liebe es ja, Stoffe zu kombinieren und Musterkombinationen zusammen zu stellen. Hier durfte ich mich austoben.

Projekte für die Tonne:
Ich habe gerade noch einmal meine Aufzeichnungen angeschaut. Ja, auch 2018 gab es Projekte für die Tonne – und einige die fast für die Tonne gewesen wären.

Fast für die Tonne:
Ich hatte mir im Frühjahr eine MAbinta genäht. Total toll, aber irgendwie saß sie zu eng. Ich hatte an mir Maß genommen und eigentlich komme ich immer mit einer 38 hin, aber hier war das Kleid an den Schultern und den Oberarmen einfach zu eng. Schade – es war für einen besonderen Anlass gedacht. Also nähte ich kurzer Hand die MAbinta noch einmal neu. Ich wollte dieses Kleid mit diesem Stoff an dem Tag tragen! Für Details hatte ich keine Zeit mehr, daher ohne Tasche und ohne Knopfleiste im Rücken.

Meine Schwester kam an diesem Tag zu mir nach Hause – sah das Kleid und fand es total toll! Kurzer Hand gab ich ihr das erste, noch ungesäumte Kleid mit und ein paar Tage später verkündete sie: „Fertig und passt perfekt!“. Also gerade noch an der Tonne vorbeigeschrabbt. 🙂

Ähnlich mit einer helltürkisen Jeans, die ich für meine Tochter genäht hatte. Eine MottiJeans – ich habe noch nicht einmal ein Foto davon. Ich habe genau vermessen und geguckt und gerechnet – wo nun mein Fehler lag, weiß ich echt nicht. Aber die Hose war dann an den Oberschenkeln und an der Hüfte zu eng. So ein Mist aber auch. Meine Nichte ist im gleichen Alter wie meine Tochter und ein Strich in der Landschaft mit Storchenbeinen. Ein Päckchen gepackt und ab damit. Zwei Tage später das Beweisfoto: passt perfekt! Wieder einmal Glück gehabt.

An meine Nichte ging dann auch ein „Versuch“: der Pulli/das Kleid „Multisleeve“ aus einer Ottobre. Ein Schnitt mit 4 Ärmeln. Wenn es als Kleid getragen wird, werden die unteren Ärmel um die Taille geknotet. Wenn es als Pulli getragen wird, werden die oberen Ärmel um die Schultern geknotet. Eine nette Idee – aber so überhaupt nichts für meine Tochter! Sie kam sich einfach doof damit vor. 🙂 Keine Fotos, wer Lust hat kann mal googlen.

Für die Tonne:
ich habe versucht, für meinen Mann die Unterhose „John“ zu nähen. Ich nahm eine seiner Hosen, trennte sie auf, nahm Mass und schneiderte drauf los. Nun ja – sie passte vorne und hinten nicht. 🙂 🙂 🙂 . An der wichtigsten Stelle war sie zu schmal, so dass kein Halt war, am Popo zu wenig Stoff und irgendwie so gar nichts geworden – daher auch kein Foto. Nun gut: die ist dann wirklich in der Tonne gelandet und ein Dutzend Unterhosen bestellt.

Besonderheiten in diesem Jahr:
Besonders ist, dass ich 2018 mehrmals für Silke von einfach SHO! Probegenäht habe. Ich liebe ihre Schnitte. Anfang des Jahres z.B. den SHO!Rolli – da habe ich gleich 3 genäht. Ich trage alle drei gerne.

Und gegen Ende des Jahres dann die SHO!Baggypants. Das war ein ganz besonderes Probenähen, weil es ein sehr aufwendiges Schnittmuster ist, wo sich viele Fehler rein schleichen können. Am Ende hat Silke eine perfekte Anleitung hingelegt, in der genau drin steht, wie die Fehler, die wir im Probenähen gemacht haben, vermieden werden können.

Zwei meiner Probehosen sind auch gleich in der Tonne gelandet, weil sie zu klein waren.

Und für fliederfarbenen Hose aus Lederjersey habe ich meinen ersten Shitstorm auf fb bekommen. Auch eine Besonderheit für mich. So niveaulos wurde noch nie ein Nähwerk von mir zerissen. Klar ist: der Schnitt polarisiert. Die einen mögen ihn, die anderen nicht. Das könnte man einfach so stehen lassen, einen Kommentar wie „gefällt mir nicht“ oder „würde ich nicht tragen“ drunter schreiben und dann weiter scrollen. Nun denn – in der fb-Gruppe werde ich erst einmal nicht mehr posten.

Eure Charla, die sich aber nicht beirren lässt und weiter das näht, was ihr gefällt.

Projekt 100 in 2018: Faltenkleid Fint

Ich liebe „Modal“ – auch wenn es manchmal schwierig ist, ihn zu vernähen. Er ist schön weich, dünn, angenehm auf der Haut und fällt sehr schön. Im Sommer habe ich es geliebt, T-Shirts aus Modal zu tragen.

Aber jetzt wo es kalt ist? Im Winter? Hhm… einfach zu dünn dafür. Und dann habe ich bei Trolinum gesehen, dass es „Modalsweat“ gibt. Grandios! Jetzt leider nur als Ringelmodalsweat. Ich aber habe den Modalsweat in Bordeaux, altrosa und navy bestellt, weil ich mir schon dachte, dass ich ihn absolut mögen würde.

Und so ist es auch: super schön weich, ein richtiges Streichelstöffchen. So dünn wie ein Sommersweat, aber er hat einen lockereren Fall. Ich meine, erst ist auch schwerer, aber trotzdem weich fließend. Ach, ich kann es nicht besser beschreiben.

Dass ich aus dem dunkelblauen – Entschuldigung – dass ich aus dem navy Stoff das Kleid „Fint“ aus dem lille-Magazin No. 2 nähen würde, war mir schon bei der Bestellung klar. Das Kleid wollte ich schon lange nähen – also eigentlich seit Herasugabe des Magazins. Nun hatte ich den perfekten Stoff dafür – also legte ich am 28.12.2018 los.

Ich muss zugeben, so richtig Lust zu nähen hatte ich an dem Tag nicht. Aber da ich vorher meine Aufzeichnungen durchgegangen war und schon einen Entwurf für meinen Jahresrückblick angefangen hatte, wollte ich noch unbedingt ein Projekt 100 haben! Das ist doch eine grandiose Zahl!

Das Kleid selbst ist im Grunde recht einfach zu nähen – wenn man einmal druchgeblickt hat, wie nun die Falte gelegt wird. An der Stelle wird mit Vlieseline unterlegt, so dass der Stoff dort nicht ausreißt – so ganz richtig plaziert habe ich sie nicht. Aber egal. Und dann wird der Beleg nach innen gelegt und oben an der Schulter und unten bei der Falte festgenäht – leider habe ich an der Falte nur den einen Beleg erwischt. Aber wenn ich ordentlich bügel bleibt alles dort so es sein soll.

Mir gefällt das Kleid ausgesprochen gut. Der Ausschnitt ist ein Hingucker, die Taschen sind sehr praktisch und die leichte A-linien Form liebe ich sowieso. Aber ich muss mir jetzt noch ein Top mit einem V-Ausschnitt zum Druntertragen nähen – so nur mit BH drunter kommt ganz schön viel kalte Luft von unten rein. 🙂

Eure Charla

Verlinkt bei lille.Lieb.LINKS #03/2019 (zwar kein Lillestoff, aber dafür das Schnittmuster), Frau-freut-sich-am-15-Januar-2019 , Linkparty Kleider und bei Nähzeit am Wochenende Januar/Februar 2019

Zweimal Tunika in Babygröße

Im Frühjahr hat eine liebe Freundin von mir ihre Tochter geboren – ich hatte so viel für das Baby nähen wollen, aber irgendwie sind es nur hin und wieder ein paar Sachen geworden. Zur Geburt das Babynestchen, im Sommer ein paar Hosen mit passenden Sabberlätzchen. Das war es dann aber auch schon. Dabei geht es doch ratz fatz für ein Baby was zu nähen: man braucht nur ein paar Seiten Schnittmuster zusammen kleben oder nur wenige Striche machen um es abzupausen. Ein paar Schnitte mit der Schere, ganz kurze Nähte, die man zusammen nähen muss und fertig.

So kam es mir auf jeden Fall vor, als ich die beiden Tuniken als Weihnachtsgeschenk nähte. Irgendwie hatte ich es nicht geschafft, diese vor Weihnachten zu nähen – da stand ja noch einiges andere auf meinem to-sew-Plan. Aber irgendwo werde ich die Tuniken doch rein schieben können … nun ja, ich habe sie dann am Vormittag des 2. Weihnachtsfeiertages genäht. Nachmittags kam dann meine Freundin mit Mann und Baby … 🙂 🙂 🙂

Die Tuniken sind aus dem Buch “ Babyleicht “ von Klimperklein, das ich meiner Freundin im letzten Jahr geschenkt hatte. Sie fand die Tuniken so süß, daher war klar, dass es die werden sollen.

Genäht in Größe 86 – und schon fast wieder zu klein. Das Babys aber auch immer so schnell wachsen müssen! Die Ärmel habe ich mit Bündchen genäht, das finde ich irgendwie praktischer. Kann man umkrempeln und besser hochschieben.

Stoffe sind von Lillestoff – Reste aus meinem Fundus.

Eure Charla

Verlinkt bei Bio-Linkparty 01/19 und bei den LilleLiebLINKS #2/19

Weihnachtsgeschenk für meine Patensohn

Weiter geht es mit den Weihnachtsgeschenken – auch wenn wir schon wieder Mitte Januar haben. Das geht immer so schnell!

Dass er wieder einen Pulli von mir bekommt war klar (nicht nur, das ist auch klar 🙂 ) – er und seine Mama sind meine treuesten Fans. Aber nun mit 10 Jahren wird es langsam schwieriger… Wenn mein Sohn mit 7 Jahren schon nur schwarz-grau-gedeckte-ja-nicht-bunte-und-auf-jeden-Fall-coole Pullis haben will, wird es bei ihm ja bestimmt ähnlich sein. Weihnachten 2017 hatte ich ihm diesen Pulli genäht – der war aus Fleece und wohl zu dick. Mein Patensohn ist eher einer dem es schnell zu warm wird. Also wählte ich einen leichten Strickstoff, den ich noch von meinem oversizeSHO!odie übrig hatte.

Welches Schnittmuster sollte ich nehmen? Wieder einen Herzbuben? Nee, mal was anderes. Ich wählte aus der Ottobre 4/2018 den Hoodie „Flames“ – vielleicht weil der mit den Flammen so cool aussah? Aber wohl eher, weil dieser erste Pulli, dem ich ihm nähte, auch so eine Astronautenkapuze hatte und er die damals total klasse fand.

Was ich an dem Schnitt total klasse finde: die Ärmel bestehen jeweils aus zwei Teile: einem Schnittteil „Vorderseite Ärmel“ und einem Schnittteil „Hinterseite Ärmel“. Bei vielen Raglanschnitten gibt es diese Unterteilung nicht und mir gefallen Raglanpullis oft nicht, weil die Schultern so runtergezogen werden. Nun weiß ich, dass es auch an den Schnittmustern lag: dadurch dass hier die Ärmel zweigeteilt sind, sind die Schultern schön rund ausgeformt – nichts plattes was runter gezogen wird. Einfach genial.

Aber genau das war mein Verhängnis… Ich schneide generell in doppelter Stofflage zu. Hier also auch. In doppelter Stofflage die „Vorderseite Ärmel“ und in doppelter Stofflage das „Hinterteil Ärmel“. Und lies beide Stoffstapel so liegen. Ich nähte dann also fröhlich die Bauchtasche auf, bereitete die Kapuze vor und kam dann zu den Ärmeln… Ich schnappte mir den einen Haufen und nähte oben die Naht zusammen, dann schnappte ich mir den anderen und nähte die Naht oben zusammen. Beide Nähte schön abgesteppt.

Dann wollte ich die Ärmel an das Vorderteil des Pullis stecken. Mhm… wo ist denn der Einschnitt was nach vorne kommt? Hä??? Warum ist der denn auf beiden Seiten??? Waren hinten zwei Klipse und ich habe nur einen geschnitten? Noch mal im Schnittmuster nach geguckt – nee, daran lag es nicht. Ich nahm mir den anderen Ärmel…mhm, gar kein Einschnitt… ??? Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: ich hatte Vorderteil an Vorderteil genäht und Hinterteil an Hinterteil. 🙂 🙂 🙂

Tja, was nun? Auftrennen war unmöglich. Alles schön abgesteppt, grauer Faden auf grauen Stoff, dazu dieser grobe Strickstoff – keine Chance. Ärmel komplett neu zuschneiden ging auch nicht, da ich absolut keinen Stoff mehr übrig hatte – es war so schon schwer genug gewesen, alle Schnittteile zusammen zu bekommen. Ich hatte dunkelgrauen Sweat der passte da er genau den gleichen Farbton hatte wie der Jersey den ich für die Innenkapuze verwendet habe. Aber davon hatte ich nur 50 cm – die ganzen Ärmel kriegte ich da auch nicht raus. Oh Mann, ich wusste nicht weiter und ging dann erst einmal schlafen.

In der Nacht hatte ich dann die Eingebung – wie so oft. Wenn ich ein Problem habe, schlafe ich eine Nacht drüber und am nächsten Tag ist alles nicht mehr so schlimm. So auch hier. Ich nahm mir beide falsch genähten Ärmel und die jeweiligen Schnittteile zur Hand. Und stellte fest, dass das vordere und das hintere Ärmelteil vom Bündchen unten bis über den Ellenbogen gleich waren. Erst dann unterschieden sie sich deutlich. Ich maß genau und hatte echt Glück: ich konnte den unteren Teil beider Ärmel weiter verwenden, nur die Schulterpartie musste ich neu machen. Und dafür konnte ich dann prima den dunkelgrauen Sweatshirt-Stoff nehmen. Dafür reichte er dann auch aus. Also schnitt ich beherzt das obere Ende beider Ärmel ab und schnitt die Schultern aus dem dunkelgrauen Sweat zu und nähte – diesmal richtig – jeweils ein Vorderteil an ein Hinterteil. Das wäre geschafft. Aus einer Eingebung heraus steppte ich den Stoff alle 1,5 cm noch ab – ich hatte das mal bei einer Lederjacke gesehen, die jemand mal gepostet hatte. Das sah cool aus. Und das Ganze kam dann an das untere Teil der Ärmel. Perfekt!

Mit dunkler Kordel und dunklem Bündchen sieht es doch aus, als sollte der Pulli genau so und nicht anders werden, oder? Noch etwas aufgepimpt mit SnapPap und Reflektorfolie und ein cooler Pulli ist fertig.

Soll ich euch was sagen: ich finde ihn so viel viel vieeeel besser als wenn die Ärmel einheitlich grau gewesen wären. 🙂 🙂 🙂

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Januar 2019, Nähen für Söhne und Kerle – Oberteile

SHO!Baggypants von einfach SHO! – einfach anders

Bei der SHO!Baggypants scheiden sich die Geister. Manche mögen sie überhaupt nicht – andere stehen total auf solche Hosen. Eins ist aber allen klar: die Schnitte von Silke von einfach SHO! sind einfach anders.

Ich habe ja schon einige Schnitte von Silke genäht und folge ihr regelmäßig. Daher habe ich den Probenähaufruf sofort gesehen und bin dran hängen geblieben. Mag ich das?

Ich bin auf einfach SHO! zu der Zeit gestoßen als im letzten Jahr die KnickerSHO!cker Probe genäht wurde. Die ersten Fotos mit Ankündigung wann das E-Book kommt. Ich war glaube ich die erste, die sich am gleichen Tag die Hose nähte und online stellte. Der Schnitt ist genial und ich liebe meine KnickerSHO!cker. Daher wollte ich die SHO!Baggypants diesmal auf jeden Fall mit nähen.

Es war ein echt spannendes Probenähen. Ich nähte insgesamt vier SHO!Baggypants, da die Stoffwahl und die Größe, die man bei der Hose näht, echt entscheidend ist, wie sich heraus stellte. Zwei meiner Probehosen waren echt nur Probehosen: welche Größe bei welchem Stoff? Die SHO!Baggypants ist für nicht dehnbare Webware ausgelegt. Wenn ein bißchen Elasthananteil dabei ist, muss man auf jeden Fall eine Nummer kleiner nähen. Silke hat in der Anleitung daher sehr genau geschrieben, welche Stoffe man verwenden soll, worauf man auf jeden Fall achten sollte und ist bei kniffeligen Stellen wie dem Hosenschlitz oder Anbringen der Gürtelschlaufen sehr detailliert drauf eingegangen. Fazit: die Anleitung ist einfach genial.

Und die Hose? Die ist auch genial, aber auch sehr gewöhnungsbedürftig. Dies hier ist meine erste, die ich genäht habe. Ich hatte sie nach dem Fotoshooting gleich angelassen – ich musste vor dem Abendessen noch einkaufen. Ich hatte das Gefühl, ich müsse die Hose immer hoch ziehen, dass sie rutscht. Was aber gar nicht sein kann: mit dem Gummiband hinten kann man die Hose ganz genau so eng nähen, wie man es braucht. Ein klein bißchen stärker das Gummiband dehnen, dann bleibt die Hose wirklich da, wo sie hin soll: auf den Hüftknochen! Das musste ich auch erst lernen: bei den ersten Probefotos kam der Kommentar: weiter runter!

Und jetzt? Jetzt ziehe ich diese SHO!Baggypants gerne an. Sie ist gemütlich und auch alltagstauglich: man kann damit Fahrrad fahren. Sie ist anders. Sie ist auf jeden Fall nicht langweilig… 🙂 . Das Outfit auf den Fotos ist mein Lieblingsoutfit dazu. Übrigens: das ist ein OversizeSHO!odie. 🙂

Und passt die Hose in meine Reihe „Ich nähe mir meine Basicgarderobe!“ Hier ein klares „Nein!“ Silkes Schnitte sind nicht Basic, die sind anders. Aber nur Basic-Klamotten im Schrank geht ja auch nicht. An manchen Tagen sind meine Basic-Sachen einfach das Richtige, je nach dem wie meine Stimmung ist und was an dem Tag ansteht. An anderen Tagen muss es ein außergewöhnliches Teil sein – das ist einfach SHO!

Eure Charla

Verlinkt bei „Du für Dich am Donnerstag #32″, bei „Das ist NEU“ und bei der „Sew La La Link Up Party #31

Zwei „Björt“-Svea-Maxi-Kleider

Weiter geht es mit den Weihnachtsgeschenken. Und ich entschuldige mich jetzt schon im Vorhinein: zwei rumalberne Mädels abends bei Kunstlicht und Lampen mit rotem Lampenschirmen und Weihnachtsbaumbeleuchtung vernünftig zu fotografieren ist so gut wie unmöglich!

Meine Tochter hatte sich (unter anderem) im Lillestoff-Lagerverkauf in Langenhagen den Sommersweat Björt von Tante Gisi ausgesucht. Ich habe euch in diesem Bericht schon davon berichtet. Sie wollte dass ich den Stoff mit gelb kombiniere, was ich mir so gar nicht vorstellen konnte. Und zu Hause merkte ich dann noch, dass auf der anderen Hälfte noch ein Pony war und nicht nur das Muster. Somit hatte ich nun ein Pony zu viel und Kombistoff zu wenig – daher blieb der Stoff erstmal liegen.

Irgendwann hatte ich dann die Idee, daraus zwei ähnliche Kleider oder Pullis zu nähen für meine Tochter und ihre 3-Monate jüngere Cousine, die am 1. Weihnachtsfeiertag zu Besuch war. Zwilling zu sein ist wohl bei 9 und 10-jährigen Mädchen total „in“.

Ich suchte nach Kombistoffen, suchte nach Schnittmustern und hatte so gar keine Idee. Weiß für Klamotten für meine Tochter ist sehr ungünstig. Das eine Pony hat ein bißchen hellblau dabei – sollte ich das aufgreifen? Wie kann man das Panel schön präsentieren? Ich war total einfallslos. Ich sah Nähbeispiele, wo das Panel im Oval auf den Pulli drauf appliziert wurde – an der Idee blieb ich länger hängen, war aber auch damit nicht so ganz glücklich.

Letztendlich guckte ich mir dann alle meine gekauften Schnittmuster auf meiner Festplatte an – soviele, die ich noch nie genäht hatte! Und blieb bei „Svea Maxi-Kleid“ von Smalino hängen. Es sieht ein wenig so aus, als hätten die Mädels einen kurzen Bolero über einem Shirt an und einen farblich dazu passenden Rock. Fand ich ganz witzig , daher war der Entscheidung gefallen.

Kombistoffe zu finden war nun auch einfach, weil ich nicht mehr einkaufen gehen konnte und meinen Stoffvorrat plündern musste. Von dem lila Sommersweat hatte ich ganz viel, das reichte locker für das eine Kleid. Roten Sommersweat hatte ich auch ganz viel – aber das war mir zu viel rot. Such, kram, was für Sommersweat hatte ich denn noch? Übrig blieb der dunkelblau, den ich dann auch verwendete. Passende Bündchenstoffe fanden sich auch noch ein – bei dem lila Sweat etwas bunt, aber ich wollte das hellblau von dem Pony aufgreifen.

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Januar 2019 und LilleLiebLinks #52/2018

Einen Herzbuben habe ich noch!

Und nun komme ich zu den Weihnachtsgeschenken. Was hat mein Sohn bekommen? Einen Herzbuben natürlich. 🙂 Eigentlich wollte ich ihm keinen Pulli mehr nähen – er hat ja genug! 🙂 🙂 🙂

Kleiner Exkurs:
Aber ich habe da ja noch eine Tochter. Und diese Tochter hatte sich auch Stoffe bei Lillestoff im Lagerverkauf ausgesucht. Und der eine Stoff war der Stoff „Björt“ mit dem Pony-Panel – ich dachte auf der hinteren Seite sei nur der Hintergrund zum kombinieren drauf – aber Pustekuchen – zu Hause merkte ich, dass da noch ein Ponykopf drauf war. Also hatte ich nun zwei Ponyköpfe und zuwenig Stoff zum kombinieren. Und so lag der Stoff erst einmal hier rum.

Er wurde letztendlich dann in zwei Kleider für meine Tochter und ihre Cousine im Partnerlook verwandelt. Und die wollte ich dann Weihnachten unter den Weihnachtsbaum legen, da meine Schwester mit Tochter dann zu Besuch war. Dann konnten die beiden Mädels gleich als Zwillinge rum laufen. Aber dazu mehr in einem anderen Beitrag.

Aber wenn die Mädels etwas selbstgenähtes bekommen, musste mein Sohn auch etwas bekommen, ganz klar. Schnittmuster? Herzbube! Stoff? Hatte keinen mehr, nur noch uni. Wie konnte ich das aufwerten? Und da fiel mir ein, dass ich schon vor einem Jahr die Applikation „Monster Truck“ von Frau Fadenschein gekauft hatte. Der auf dem Pulli würde meinem Sohn gefallen, da war ich mir sicher.

Und nun könnt ihr gerne hier bei Ylvie Kreativ weiter lesen … Scherz beiseite. Ich habe gerade bei Kiddikram Dezember 2018 mir ein paar Fotos angeschaut und bin dabei auf Bild Nr. 4 gestoßen: genau die Appli die ich auch genäht habe. Ich las mir den Beitrag durch … „um dem Monster Truck nicht die Schau zu stehlen habe ich einen schlichten Pulli genäht“ – ja, ich auch. „Die Applikation liegt schon länger auf meiner Festplatte“ – ja, bei mir auch. Der Pulli von Ylvie war in grau und blau – beide Stoffe meliert – die gleiche Kombi die ich vernäht habe. Und ihr Monster Truck ist in grün – ich hatte auch die Karosserie in grün ausgeschnitten, fand es dann aber zu „bunt“ für meinen Sohn. Und ganz unten drunter steht bei ihr schlicht: „Schnittmuster: Pulli Herzbube.“ 🙂 🙂 🙂

Tja, was soll ich nun noch zu meinem Pulli sagen? Der blau melierte Stoff war ein Sweatshirtrest – leider hatte ich nicht genug für die Ärmel. Da ich aber grau melierten Sweat und Jersey (für die Innenseite der Kapuze und einige Applikationsteile) hatte, wählte ich diese beiden Stoffe aus. Auch dunkelgrau melierten Jersey für andere Applikationsteile hatte ich noch. Ich war mir dann unsicher, ob das royalblau auf dem melierten Untergrund gut aussieht, daher habe ich die Karosserie noch in grün ausgeschnitten. Aber das hat irgendwie nicht wirklich gepasst.

Ein Problem hatte ich dann aber noch: am Freitag, bei uns der letzte Schultag, an dem ich vormittags die Applikation machen wollte – die Pulli-Schnittteile waren schon zugeschnitten, die Stoffe für die Appli rausgesucht – wurde mein Sohn krank. Tja… da musste er wohl zu Hause bleiben…. Grummel grummel, wie soll ich denn dann bitte schön die Appli machen? Ging natürlich nicht. Mein Mann konnte sich freuen, weil er dann doch schneller als erwartet an seinen Schwung bestellter weißer T-Shirts kam, aber ich musste dann auf jeden Fall noch das Weihnachtsgeschenk für meinen Sohn fertig kriegen! Und wie bitte schön, wenn er jetzt das Wochenende über hier zu Hause ist…??? Außderdem hatte ich noch einiges andere zu tun, so zwei Tage vor Weihnachten…

Ich habe letztendlich Samstag Abend/Nacht und Sonntag Abend/Nacht dran genäht. Alle Appli-Teile durchpausen, auf Stoff bügeln, ausschneiden, richtig plazieren, festnähen, das nächste Teil … das ist alles zwar nicht schwierig, aber kostet Zeit. Und zum Schluss musste ich ja auch noch den Pulli nähen… nagut, das ging schnell. Leider habe ich in der Hektik – und der Müdigkeit – vorne am Hals eine kleine Falte eingenäht. Die stört mich jetzt total, man guckt immer drauf. Nun gut – ich gucke da immer drauf 🙂 .

So, dies dürfte nun der letzte Beitrag für das Jahr 2018 sein. Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und ein tolles Jahr 2019.

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Dezember 2018, Made for Boys, Nähen für Söhne und Kerle – Oberteile, bei der Linkparty Applikationen von Carla näht und bei Nähzeit am Wochenende von Nähkäschtle (an dem Wochenende vor einer Woche genäht, an diesem Wochenende gebloggt – darf ich zweimal verlinken 🙂 )

Noch ein Herzbube

Diesen Herzbuben habe ich nicht in die Reihe der anderen vier genommen, da er etwas aus dem Rahmen fällt. Zum einen ist es kein Lillestoff. Dann ist es ganz kuscheliger Wintersweat, der echt warm ist. Dann ist er bunt und farbenfroh – eigentlich so gar nicht der Geschmack meines Sohnes. Aber hauptsächlich weil es ein „Alvin-Pullover“ ist! Kennt Ihr Alvin und die Chipmunks? Als Cartoon-Serie gerade eine der Lieblingsserien meines Sohnes. Irgendwann meinte er „Mama, so einen Pullover musst du mir nähen!“ Wir schauten uns die Sendung dann zusammen an: aha, knallrot, die Kapuze innen royalblau, ein großes knallgelbes „A“ drauf. „Mit einem „M“ natürlich.“ Krieg ich hin.

Roten Kuschelsweat hatte ich noch ausreichend, ein Rest royalblauen Jersey für die Innenkapuze fand sich auch noch. Und gelben Jersey von diesen Fussballshirts vom Sommer:

Kleiner Exkurs:
Kindergeburtstag meines Sohnes am 27.06.2018. Wer erinnert sich an das Datum? Es ist der Tag, als unsere Mannschaft bei der Fussball-WM raus flog. Bei uns in Niedersachsen war es auch der letzte Schultag vor den Ferien, da ging die Schule nur bis 11.00 Uhr. Also fand die eigentliche Party von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr statt, mit anschließendem gemeinsamen Fussballgucken mit Eltern. Damit das alles ein richtiger Fussballgeburtstag wird, hatte ich für alle Jungs (und für meine Tochter) die Deutschland-T-Shirts mit einem Wendepaillettenfussball von Trolinum genäht.

Den Jungs war das ziemlich egal, dass Deutschland raus geflogen ist. Die fanden ihre T-Shirts einfach nur klasse und zogen sie trotzdem noch an. Nach den Ferien verabredeten sie sich immer: „Morgen ziehen wir die T-Shirts an!“ Hat nicht immer bei allen geklappt, aber drei bis vier Jungs saßen dann tags darauf mit dem Deutschland-T-Shirt in der Klasse 🙂 🙂 🙂 . Ich stelle mir das gerne bildlich vor…

Zurück zum Alvin-Pulli. Ich nähte also den Hoodie, mein Sohn zog in stolz am nächsten Tag in der Schule an.

Und kam mit der Aussage zurück: „E. möchte auch einen, der findet ihn total klasse!“ Mhm, hatte mein Sohn nicht letzte Woche eine Geburtstagseinladung zu E.s Geburtstag mitgebracht? Ja, stimmt – dann kriegt E. so einen Pulli eben zum Geburtstag. Leider gibt es davon keine Fotos – der musste schnell eingepackt werden 🙂 .

Tage später kam mein Sohn wieder von der Schule nach Hause. „Mama, ich habe N. (sein bester Freund) gefragt, ob er auch so einen Pulli haben möchte und der hat „ja“ gesagt.“ Oh Sohn!!! Mach doch nicht so viel Werbung mit Mamas Nähkünsten 🙂 . Zum Glück war es ja nur noch ein paar Tage bis Weihnachten. Seine Mutter guckte etwas verwirrt, als wir dann zwei Tage vor Heiligabend abends vorbei kamen und ein Geschenk für N. abgaben. Von dem Pulli gibt es leider auch keine Fotos, der musste ebenso schnell eingepackt werden…

Nun hat mein Sohn beschlossen, dass nach den Ferien er sich mit E. und N. wieder verabreden will, damit sie wieder gemeinsam die Pullis anziehen. 🙂 🙂 🙂 Die arme Lehrerin…

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Dezember 2018, Made for Boys und Nähen für Söhne und Kerle – Oberteile

Vier Herzbuben für meinen Sohn

Meinem Sohn fehlten nicht nur Unterhosen, sondern auch warme Pullis und Sweatshirts. Im November schon startete ich dann die „Hoodie-Nähaktion“. Anfang des Jahres nähte ich ihm einen Herzbuben mit Wendepaillettenrakete – das Schnittmuster ist einfach perfekt für meinen Sohn. Warum also nach etwas anderem suchen, wenn man den idealen Hoodie-/Pullischnitt zu Hause hat? Jetzt war allerdings Größe 140 fällig. Und natürlich alle mit Kapuze.

Da er wirklich nur noch zwei Pullis hatte, die ihm annähernd noch passten, wollte ich ihm gleich einen ganzen Schwung nähen. Und damit er sie dann auch wirklich anzieht, sollte er sich auch die Stoffe aussuchen. Ich kenne ihn ja mittlerweile seit über 7 Jahren – bei Klamotten ist er sehr eigen. Also ab zu Lillestoff in den Lagerverkauf. Er wählte aus
1. einen schwarzen Sommersweat
2. „X-treme“ von Ene mene meins /Pamela Frank (Monster Trucks)
3. „At night“ von Nestgezwitscher (Fledermäuse)
4. „Der einsame Wolf“ von Tante Gisi

Der schwarze Sommersweat-Hoodie wurde mit einem Patch aufgewertet („Mein Spionzeichen!“). Ich schrieb bei diesem Shirt ja schon, dass er gerade auf Schwarz steht.

Ganz in Schwarz ist er unsichtbar und spielt dann immer Spion, der etwas auskundschaften muss. Presst sich platt an Wände, duckt sich und läuft schnell auf die andere Seite des Türrahmens um sich dann wieder platt an die Wand zu drücken. Huscht dann ganz schnell hinter den Küchenblock und versteckt sich dort… Ich muss ihm immer noch eine schwarze Hose nähen, die braucht er dazu auch noch ganz unbedingt!

Dass er sich „X-treme“ aus gesucht hatte, wunderte mich nicht. Er steht gerade auf Autos und alles was mit Autos zu tun hat.

Hier überlegte ich lange, welchen Kombistoff ich nehmen könnte. Olivgrün wäre passend gewesen, aber die Farbe steht im nicht. Bei den Unterhosen seht ihr, dass ich dort zwei geringelten Stoffe aus meinem Vorrat als Kombi gewählt habe, aber für den Pulli gefiel mir das nicht. Er ist genau der Farbtyp wie ich und in Olive/Beige sehen wir beide schrecklich blass aus – noch blasser als wir eh schon sind. Also das dunkle Petrol dazu – auch wenn es nicht ganz der richtige Farbton ist.

„At night“ war eigentlich auch klar: Fledermäusse, schwarz, grau – passt alles. Hier kombinierte ich mit schwarz, da meine grauen Stoffe, die ich im Vorrat hatte, nicht wirklich passten und ich ja keinen beigen Stoff dazu nehmen wollte.

Tja, und bei „Der einsame Wolf“ fragte ich nach… „Bist du sicher?“ – „Wirklich, der Stoff auch?“ „Ja!“ Hhm, na gut. Irgendwie hatte ich nicht wirklich Stoffe dazu zum kombinieren, daher sind hier auch die Ärmel in dem gleichen Stoff. Zum Aufwerten eine Tasche vorne – die mag er auch gerne und hat sich dann natürlich umgehend beschwert, warum denn die anderen keine Tasche haben!

Ihr erratet jetzt bestimmt schon, welcher Hoodie so gut wie gar nicht angezogen wird, oder? Ich wusste es! Ist einfach „zu bunt!“ Aber da ich ihm versprochen hatte, er darf sich vier Stoffe aussuchen, hatte ich nichts in der Hand.

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Dezember 2018, Nähen für Söhne und Kerle – Oberteile, made for boys und bei LilleLiebLinks #52/2018