Welche Kleidungsstücke stehen mir eigentlich?

Lange lange habe ich vor, wieder etwas für mich zu nähen. Diesmal aber gut durchdacht. Und ich freue mich enorm darüber, dass ich den ersten Schritt gemacht habe und mich nun strukturiert an die Arbeit mache. 2018 ist meinJahr!

Ich habe in der Vergangenheit nämlich einige Sachen für mich „auf die Schnelle“ genäht, weil ich ein neues Schnittmuster gesehen habe und das sofort haben musste, weil ich den Stoff total klasse fand oder oder. Das Ergebnis: die Sachen werden nicht angezogen. Nicht alltagstauglich, lässt sich nicht kombinieren, ist eigentlich nicht mein Stil, der Schnitt steht mir gar nicht …. was auch immer. Schade um das Geld für den Stoff, die Zeit die ich investiert habe und um die fertigen Kleidungsstücken, die nun ungetragen im Schrank liegen. Ein Beispiel ist diese Chloé:Also habe ich mich daran gemacht festzustellen, was mir überhaupt steht um dann nur noch Sachen für mich zu nähen, die ich dann auch anziehe.

Erster Frageblock:

  • Was für eine Figur habe ich eigentlich?
  • Was möchte ich betonen? Was kaschieren?
  • Wie, durch welchen Schnitt kann ich das erreichen?

Ich bin zum Beispiel recht gerade gebaut. Um die leichte Taille, die ich habe, hervor zu heben, brauche ich Schnittmuster die die Taille betonen. An der Hüfte kann das Schnittmuster ruhig weiter sein, damit die Taille stärker heraus kommt und ich optisch „weiblicher“ aussehe. Das alles spricht für die Chloé (siehe Foto oben), aber es ist einfach nicht alltagstauglich: das Kleid ist einfach zu kurz. Und es gefällt mir nicht wegen der Ärmel – dazu unten im Beitrag mehr.

Ich habe wenig Busen. Praktisch sind daher Schnitte, die den Busen kaschieren und optisch größer machen.

Ich habe einen langen Hals, der zum Beispiel nicht durch einen V-Aussschnitt länger gemacht werden soll. Kleine Stehkragen wie bei meinem Mandala-Shirt sind super:Allerdings gefallen mir einfach große weite runde Ausschnitte wie an meinen Sommershirts – da bin ich mir nicht schlüssig, ob diese Ausschnittform nun gut für mich ist oder nicht. Aber da mir die Shirts gefallen und ich sie anziehe habe ich diese Frage nicht weiter verfolgt.Weiter geht’s:

  • Welche Farben stehen mir überhaupt?
  • Stehen mir kalte oder warme Farben?
  • Stehen mir kräftige oder gedämpfte Töne?

Diese Punkte waren einfach: Ich habe vor ungefähr 16 Jahren mal eine Farbberatung gemacht und seitdem liege ich eigentlich recht gut bei meiner Farbauswahl. Hier geht es um Hauttypen und Nuancen bei der Pigmentierung. Mir stehen zum Beispiel kalte, eher gedeckte Farben mit bläulichem Unterton. Gelb und Grüntöne, die ins Gelbliche gehen, gehen gar nicht, da sehe ich aus wie ausgespuckt und drauf gekotzt. 🙂 Ein Beispiel: dieser Rollkragenpulli ist ein kalter Grünton, der eher ins petrol/türkise geht. Die Farbe steht mir und der Pulli wird auch angezogen – das Foto ist etwas verfälscht: ich sollte mich nicht vor einer gelben Wand fotografieren lassen 🙂 . Kahki dagegen geht gar nicht!Bläuliche Rottöne in allen Schattierungen stehen mir auch, von hell: lavendel, lachsfarbend, pastellrosa, bis dunkel: pink, lila, wobei es da von der Knalligkeit der Farbe auch schnell zu viel sein kann. Beerentöne, solange sie kalt sind. Warme Töne gehen nichtDie zweite Schiene sind logischerweise Blautöne. Wieder von hell: hellblau, helles blaugrau, bis dunkel: petrol, türkis, dunkelblau. Grautöne gehen natürlich auch, aber Schwarz ist zu hart, weiß zu hell. Ganz drauf verzichten kann ich aber nicht, daher kommen diese Farben hin und wieder als Akzente dazu.

Und zum Schluss stellte ich mir die Fragen:

  • Welches Kleidungsstück kann ich womit kombinieren?
  • Kann ich das nur mit bestimmten Sachen zusammen anziehen?
  • Welche Muster kann ich mit einander kombinieren bzw. habe ich genug einfarbige Kleidungsstücke, die ich damit kombinieren kann?

Einige Beispiele hierzu:

Ich hatte mir diesen tollen Wickelrock genäht, der im Sommer auch oft getragen wurde. Im Herbst könnte ich den auch anziehen, mit Thermostrumpfhose und Stulpen – wenn ich passende langärmlige Oberteile dazu hätte.Oder: ein ganz tolles Kleid – diesen Karl – habe ich im Herbst 2016 genäht:

Aber ich kann ihn nur mit den Stiefeln und der Strumpfhose auf dem Foto anziehen, andere Sachen die dazu passen könnten habe ich nicht. Also wird Karl nur selten getragen. Was mache ich demnächst: die Stiefel geben ihren Geist auf! Was für Schuhe trage ich dann zu Karl?

Oder: Stoffe mit Mustern! Es gibt so viele tolle gemusterte Stoffe! Da will ich oft ganz schnell genau diesen Stoff haben und kaufe ihn mir. Zwar schon mit einer genauen Vorstellung, was ich daraus nähen möchte, aber ohne genau darauf zu achten, ob das denn dann hinterher als Kleidungsstück wirklich gut aussieht! Was könnte ich dazu tragen? Will ich wirklich so bunt durch die Gegend laufen?

Oder: verschiedenen Stoffe in einem Kleidungsstück kombinieren. Ärmel andersfarbig als der Rest des Kleidungsstückes, zum Beispiel dieses Lady Pepe-Shirt : ich trage es nicht. Obwohl es meine Farben sind. Aber das Muster gefällt mir nicht mehr, dazu die abgesetzten Ärmel, das auffällige Bündchen – nee…Mein Fazit aus dem allen zuammen: lieber wenig gemustert oder kleine Muster oder einfarbig. Nicht Stoffe untereinander kombinieren, sondern bei einem Stoff bleiben und überlegen, mit welchen anderen Kleidungsstücken zusammen ich das fertige Teil dann anziehen kann. Vielleicht kleine andersfarbige Akzente setzen, mehr aber nicht.

So erstelle ich mir dann langsam aber sicher eine Basicgarderobe. Meine Lady SHO!erts von vergangenen Sommer waren der Anfang: dieses Shirt ist zwar mit Muster, aber nicht bunt und in genau meinen Farben:

Dieses Shirt hat zwar ein großes Muster, aber dafür einheitlich – keine anderen Stoffe dazu kombiniert – und die Grundtöne passen zu mir:Die anderen LadySHO!erts sind einfarbigen in meinen Farben. Der Halsausschnitt gefällt mir, also bleibt der so.

Eure Charla, die nun fleißig an ihrer Basisgarderobe bastelt – auch ohne entsprechende Linkparty.

Verlinkt beim Freutag #239

T-Shirts mitten im Winter?

Jetzt komme ich Mitten im Winter mit T-Shirts daher – was soll das denn? Bei uns hat es heute mittag geschneit – bei Euch auch?

Nun ja, die Bestellung lag hier schon seid der Einschulung meines Sohnes hier rum… hüstel… und die war Anfang August.

Ich weiß nicht, wo die Zeit geblieben ist…

Aber dann kam Weihnachten und so konnte ich die Shirts als Weihnachtsgeschenke unter den Weihnachtsbaum packen. Wer weiß, wie lange meine Freundin sonst noch darauf gewartet hätte.

Diese Shirts wollte ich immer mal zwischendurch nähen, wenn ich mal Zeit habe. Gehen ja schnell, sind nur ein paar Nähte. Aber der Stoff ist bei beiden Modal … und da hatte ich beim letzten Mal ein paar Probleme… Daher wurde aus dem „mal schnell“ erst ein „ein paar Tipps aus dem Internet holen“.

Das Schnittmuster ist von ihrem Lieblingsshirt abgenommen: schön weit und luftig, hinten länger als vorne und ohne Ärmel einfach mit überhängenden Schultern.

Ärmelsaum und unten den Saum habe ich jeweils 2 cm eingeschlagen und mit einem elastischen Stich vernäht. Ich bin dazu übergegangen, zwei parallele Nähte zu nähen, damit es optisch besser aussieht. Mit Zwillingsnadel halten bei mir die Nähte immer nicht, ich weiß auch nicht warum.

Den Halsausschnitt des schwarzen Shirts (Stoff: Durchgepustet von Lillestoff) habe ich wie ein Bündchen genäht, aber einen 4,5 cm breiten Modalstreifen verwendet. Doppelt gelegt, angenäht, umgeklappt und festgesteppt.

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Bei dem anderen Shirt (Stoff: Stempelpunkte von Lillestoff) habe ich eine Streifenversäuberung gemacht: bei dem dünnen Modal müsste das gut aussehen – dachte ich mir so im Vorfeld. Hat auch gut geklappt – ich finde beide Versionen gut.

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Bei dem Stempelpunkte-Shirts habe ich zwischen dem Vorder- und dem Rückenteil einen Schlitz offen gelassen – im Gegensatz zu dem schwarzen, wo alles geschlossen ist. Ich wusste nicht mehr, wie es beim Originalschnitt war, daher habe ich eins so eins so gemacht.

Eure Charla

Verlinkt bei AfterWorkSewing AWS #3/2018 und LilleLiebLinks #03/18

Testreihe „dpHfmT“: Hose Nr. 3 „Stretch Jeans Nr. 2 mit Anpassungen“

Nun hatte ich in meiner Testreihe „dpHfmT“ mit der Hose Nr. 2 ja im Grunde einen recht guten Schnitt gefunden. Natürlich ein paar Mankos, aber die könnte man ja anpassen… Wenn man weiß, wo und wie? Ich habe ein bißchen gegoogelt und gefragt, mir wurde ein ganz toller englischer Link geschickt, ich habe mir Videos angeguckt – aber richtig schlau daraus geworden bin ich nicht.

Das Problem an Hose Nr. 2 ist hauptsächliche diese große Querfalte, die vorne über der Schrittnaht liegt (siehe Foto). Dazu kommt dass die Hose im Schritt spannt und außen an der Hüfte zu eng ist.

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Beim googeln von „Querfalten vorne“ fand ich Hinweise auf den sogenannten Katzenbart, aber der beschreibt nicht wirklich mein Problem. Beim Katzenbart ziehen die Falten unten in den Schritt hinein – bei mir liegt eine große Falte drüber.

Ist dort zuviel Stoff? Oder stimmt doch die Schrittnaht nicht richtig? Ich fing mit den anderen Problemen an und nahm folgende Änderungen vor:

  1. die Hüfte und die Oberschenkel bekamen an der Außenseite mehr Weite.
  2. Auch an der Innenaht zum Dreieck der Schrittnaht gab ich ein wenig dazu – vielleicht liegt es ja doch daran, dass die Hose dort einfach zu stramm saß?
  3. Beim Bund vorne nahm ich zwei Zentimeter weg – vielleicht zieht sich dann der zuviele Stoff nach oben weg?

Mit diesen Änderungen machte ich mich Frohgemut ans Werk. Hier ist das Ergebnis:

Den gleichen Stretchjeansstoff wie bei Hose Nr. 2 genommen, diesmal in pink. Der Grundschnitt ist also auch hier der Schnitt „Stretch Jeans“ aus der Ottobre 6/2016, in Größe 140 genäht.

Fazit:

  1. Gummiband habe ich diesmal 2,5 cm genommen. 3 cm fand ich im Nachhinein dann doch zu viel. So ist es jetzt perfekt.
  2. Da ich innen und außen an Weite zugegeben habe, ist ist die Hose nun zu weit. Außen an den Oberschenkeln nehme ich wieder was weg.
  3. Die große Querfalte ist weg! Dort war einfach zu viel Stoff. Wenn die Hose oben am Bund richtig sitzt, ist nur ein Faltenwurf vorhanden, aber das liegt an der Weite der Hose. Hier ein Detailfoto:
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  4. Die Taschen hinten sind zu weit unten – eigentlich ist der Sattel auch etwas zu hoch, wie mir jetzt auffällt, aber das übersehe ich jetzt mal.
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  5. Im Grunde passt diese Hose auch ganz gut, wie die davor, aber dpHfmT ist es immer noch nicht.

Dennoch werde ich mit der Testreihe erst einmal Pause machen. Ich habe nun drei Hosen, die alle recht okay sind und die meine Tochter alle anziehen kann und auch wird. Alle drei sind gemütlich und sehen gut aus, wenn sie normal getragen werden. Der Pulli wird ja normal nicht hoch gehalten und auf irgendwelche Falten achtet man im Alltag sowieso nicht. Hauptsache die Hosen halten und sehen gut aus, und das ist bei allen dreien der Fall.

Mit meinen Notizen hier kann ich ja jederzeit mit der Testreihe weiter machen, wenn es darum geht „richtige“ Jeans mit Reißverschluss und Gürtelschlaufen zu nähen…

Eure Charla

Verlinkt bei Nähzeit am Wochenende Januar 2018, Made4Girls Januar 2018, Kiddikram Januar 2018

 

 

Testreihe „dpHfmT“: Hose Nr. 2 „Stretch Jeans“

Die zweite Hose aus meiner Testreihe „die perfekte Hose für meine Tochter“ (dpHfmT) ist die sogenannte „Stretch Jeans“, ebenfalls aus der Ottobre 6/2016 (Nr. 36) und ebenfalls in Größe 140.

Hier habe ich euch meine Testreihe dpHfmT vorgestellt, hier habe ich euch Hose Nr. 1 gezeigt.

Hose Nr. 1 war für „normal“ gebaute Mädchen, bei dieser zweiten Hose hier stand im Text „für ein sehr schlankes Mädchen bemessen, bei der die Taillen- und Hüftmaße 4-6 cm kleiner als die Maße der Maßtabelle sind“. Nun, die Taille ist bei meiner Tochter 5 cm kleiner als der Tabellenmaß, die Hüfte dagegen ist nur 1 cm schmaler. Da aber die Hose Nr. 1, die für normal gebaute Mädchen gradiert ist, auch an der Hüfte zu weit war, wählte ich jetzt diesen Schnitt aus.

Ich legte beide ausgeschnittenen Schnittmuster übereinander: Ja, diese Hose ist überall schmaler, an Taille und Hüfte, vor allem aber an den Beinen. Wie ich mir gedacht hatte: diese Hose scheint so eine Mädchenhose zu sein, wie man sie auch im Laden bekommt: spindeldürre Beinchen.

Kurz überlegte ich, auch hier wieder ein paar Millimeter an den Beinen dazu zu geben, aber lies es dann bleiben – leider. Die erste Hose war enorm weit – auch an den Beinen – also könnte es diesmal passen. Um es vor weg zu greifen: die Hose passt nahezu perfekt – sie kann sie super tragen und wollte sie gar nicht mehr ausziehen. Aber ein paar Millimeter mehr an den Oberschenkeln und an der Hüfte wäre nicht das schlechteste gewesen.

Ich wählte diesmal schwarze Stretchjeansstoff mit ich glaube 3% Elasthananteil. Ich hätte gerne mehr Stretchanteil gehabt, aber da waren die Stoffe dann zu dünn. Und ich hätte gerne den Stoff aus der Ottobre genommen „leichter Doubleface-Jersey in Denim-Look“ – habe solchen aber nirgens gefunden. Normaler Jeans-Jersey war mir auch zu dünn. Und noch ist es ja kalt draußen – und eine Strumpfhose oder Legging wird sie unter dieser „Stretch Jeans“ nicht drunter kriegen, soviel steht schon einmal fest.

Als Clou machte ich alle Steppstiche in pink und wählte für die Innentasche auch pinkfarbenen Baumwollwebware-Stoff – auch wenn das nicht auffällt. Wer sagt, dass immer in goldgelb abgesteppt werden muss?

Fazit:

  1. die Hose sitzt nahezu perfekt.
  2. an den Oberschenkeln und an der Hüfte könnte sie ein bis zwei Millimeter weiter sein.
  3. im Schritt sitzt sie allerdings auch minimal zu eng. Meine Tochter hat sich breitbeinig auf meinen Schoß gesetzt und da hat die Hose doch sehr gepannt.
  4. irgendwie stört mich die Falte, die quer vorne rüber geht. Aber was heißt das? Zuviel Stoff? Zu wenig irgendwo anders?
  5. Die Länge ist ebenfalls ca. 4 cm zu lang (Länge identisch mit Hose Nr. 1)
  6. Der Bund ist höher als bei Hose Nr. 1 und gefällt mir hinten auf jeden Fall besser. Vorne dagegen könnte sie etwas tiefer sitzen, so schneidet sie den Bauch etwas ein.
  7. Gummibandbreite 30 mm ist perfekt. Dran denken: Schnittteil des Bundes etwas breiter zuschneiden.

Eure Charla, die nun am bestehenden Schnittmuster noch etwas rumfeilen wird

Verlinkt bei Kiddikram Januar 2018, Made4Girls Januar 2018, DienstagsDinge #02/18 , Handmade on Tuesday #132

 

 

Testreihe „dpHfmT“: Hose Nr. 1 „I love“ aus Feincord

Hose Nr. 1 in meiner Testreihe „die perfekte Hose für meine Tochter“ (dpHfmT), die ich euch hier in diesem Beitrag vorgestellt habe, ist die „I love“ aus der Ottobre 6/2016 in Größe 140. Man sollte – so lautete der Text – die Größe nach der Hüftweite auswählen.

Eine slim-fit Hose in Jeansoptik, aber ohne Sattel genäht. Mit Scheinschlitz und vorne abgerundete Eingriffstaschen. Der Name „I love“ kommt von einem herzförmigen Einsatz am Hintern. Den habe ich aber weggelassen und stattdessen zwei Taschen aufgenäht.

Genäht habe ich die Hose wie eine Jeans und überall doppelt abgesteppt. Beim Zuschneiden sah sie mir sehr „slim fit“ aus. Ich nahm am Schnittmuster und an meiner  Tochter Maß und stellte fest: total identisch. Würde dann der Stoff – trotz Elastananteil – nicht stramm über den Beinen sitzen? Ich habe daher in der Weite an den Hosenbeinen ein paar Millimeter dazu gegeben. Als Stoff wählte ich – nach Absprache mit meiner Tochter – einen sehr stretchigen Feincord in pink.

Fazit:

  1. die Weitenzugabe hätte nicht sein müssen, wäre auch in den normalen Abmaßen zu groß gewesen.
  2. sie fällt insgesamt weiter aus, als gedacht. Möglicherweise weil der Cordstoff sehr stretchig ist, möglicherweise habe ich aber auch einfach eine Nummer zu groß genäht.
  3. an den Beinen eher weit, aber okay.
  4. am Popo passt sie eigentlich, aber vorne wirft sie blöde Falten.
  5. die Höhe am Bund ist hinten okay, vorne irgendwie zu niedrig. Ich sollte nach einem Hoseschnitt mit höherem Bund gucken – ich dachte, dass wäre gerade „in“.
  6. am Bund hatte ich anfangs ein Gummiband (Breite 18 mm) von 65 cm inkl NZG genäht. Im Nachhinein habe ich es noch einmal enger gemacht, so dass das Gummiband oben 62 cm lang sein muss. 18 mm ist zu schmal.
  7. die Weite der Hose am Bund oben (bevor der Bund dran genäht wurde) ist zu weit, die Hose wird zu dolle zusammen gezogen. Aber die Kräuselung ist durchaus tausendmal besser als bei den Kaufhosen.
  8. Länge ca. 4 cm zu lang.
  9. die Optik ohne Sattel hinten gefällt mir nicht wirklich.

Alles zusammen genommen wird sie die Hose zwar tragen können, aber ich finde sie eigentlich zu groß. Vielleicht nähe ich sie noch einmmal in einer Nummer kleiner. „Perfekt“ ist sie noch lange nicht, aber meiner Tochter gefällt sie. Dann hat meine Tochter nun eine Hose zum reinwachsen, ist doch auch gut. Daher habe ich die Länge auch so gelassen und goßzügigen Saum umgenäht.

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Januar 2018 und Made4Girls Januar 2018

Testreihe: die perfekte Hose für meine Tochter (dpHfmT)

Geht es euch auch so? An alles wagt ihr euch heran, aber Hosen nähen!!! Um Gottes willen! Viel zu kompliziert! Richtige Hosen, so mit Reißverschluss und so. Jeans…. Schluck!

Ich habe seit Herbst nun das Problem, dass ich keine Jeans mehr für meine Tochter in den Läden finde. Sie ist schlank, aber kein Spargel. Also schlank bis normal gebaut. Die Mädchenjeans sind alle an den Beinen viel zu eng und wenn ich sie eine Nummer größer kaufe, sind sie im Bund viel zu weit. Auch wenn ich nur Jeans mit Gummiband zum Knöpfen kaufe – ich muss ins hinterste Loch knöpfen und trotzdem hält sie nicht wirklich. Außerdem ist dann da oben so ein dickes Gekruschtel, dass es richtig weh tut an den Seiten.

Das eigentliche Problem ist nämlich, dass meine Tochter eine schlanke Taille hat und dann nicht gerade herunter geht, wie die meisten 9-jährigen Mädchen, sondern bereits Hüfte hat und dort breiter wird: Taille: 58 cm, Hüfte: 74 cm. Das ist bei den Kinderhosen in Größe 134/140 irgendwie noch nicht vorgesehen. Hier mal eine Fotocollage zum „Erahnen“ ihrer Körperform. Eigentlich sieht sie hier „normal gebaut“ aus:

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Ich kaufte trotzdem im Herbst einen Schwung Jeans, lies beide Kids zu Hause alle anprobieren und brachte zwei dann sofort wieder zurück. Von den übrigen waren zwei für meine Tochter und 3 für meinen Sohn. Nun, zwei/drei Monate später: der Bruder hat nun 5 Jeans, Tochter keine mehr. Die sind einfach zu weit oben und an den Beinen zu eng – irgendwie hat meine Tochter am Oberschenkeldurchmesser zugenommen. Und das Gummiband im Bund oben ist ausgeleiert und nun noch weiter als vorher schon.

Jetzt rennt der Sohn in schmalen Hosen rum (Karotte? Sieht ein bißchen albern aus), die ihm unten viel zu lang sind (aber das ist ja egal, krempeln ist gerade in).

Tja, nun, also muss ich wohl selber Hosen für meine Tochter nähen. Neues Jahr, neue Aufgabe, gleich an die Arbeit gemacht.

In den Ottobre-Zeitungen sind immer ganz viele Hosenschnitte drin, und es steht auch immer dabei „slim fit“ oder „für Mädchen die in Taille und Hüfte 3-4 cm weniger Umfang haben als in der Tabelle“. Daher beschloss ich hier nach dem perfekten Hosenschnitt für meine Tochter zu suchen.

Außerdem stellte ich nach Befragung meiner Tochter folgendes fest:

  1. Hose braucht keinen Reißverschluss, es reicht eine zum Reinschlupfen mit Gummibund.
  2. Eine Jeansoptik sollte sie aber schon haben, also mit Scheinschlitz und Taschen. Keine Jogginghosenoptik.
  3. Jeansstoff muss nicht unbedingt sein, kann auch anderer Stoff sein, Cord oder Velveton zum Beispiel.

Dann mal ran ans Werk. Mal sehen, wieviele Hosen ich testen werde und was zum Schluss dabei rum kommt. Viel Spaß mit meiner Reihe „die perfekte Hose für meine Tochter“ oder kurz gesagt „dpHfmT“.

Eure Charla

Mandala goes Metallic-Jersey

Zum Ende das Jahres habe ich mich mit den Kids hingesetzt, Stoffmalfarbe, Pinsel und Stoffmalstifte raus gesucht und für jeden von uns aus dem tollen Stoff „Mandala“ von Lillestoff  (Design Enemenemeins) ein Stück heraus geschnitten. Als ich den Stoff zum ersten Mal gesehen habe, war genau das mein Plan: das Mandala ausmalen und auf ein Shirt applizieren!Von einem kam ich zum anderen. Ich mischte Silber unter die Stofffarben und ich bekam ganz tolle Glitzertöne. Außerdem hatte ich mir noch Straßsteine und Stoffkleber gekauft – ich wollte das schon lange mal ausprobieren. Hält der Kleber wirklich? Die Dame im Laden meinte bei festen Stoffen hält der Kleber besser als auf dehnbaren – nun gut, ich habe nun hier sehr dehnbaren Stoff verwendet, Viskose-Jersey … mal sehen was nach einigen Wäschen noch an Glitzersteinen übrig ist.Den Hauptstoff, den ich letztendlich nämlich für das Shirt gewählt habe, ist der tolle silberfarbenen Metallic-Jersey von Lillestoff. Der hat so eine tolle Struktur, dass ich ihn häuptsächlich gekauft habe um Applikationen damit zu machen. Aber hier passte der Stoff so toll zu der silber Glitzerfarbe, da musste das Shirt einfach aus diesem tollen Stoff werden.Nun gut, wenn das Shirt schon auffällig wird, dann aber richtig, dachte ich mir so, und suchte nach einem außergewöhnlichen Schnitt. Schon lange liegt die MAtordis von ki-ba-doo auf meiner Festplatte, den Schnitt fand ich von Anfang an klasse. Nun endlich habe ich ihn endlich mal vernäht.

Eure Charla, die endlich mal wieder bei RUMS mitmacht – dank der Weihnachtsgeschenke Stativ und Selbstauslöser

 

Verlinkt bei RUMS #01/18 , Applikations-Linkparty und bei LilleLiebLinks #01/18 

Meine ersten selbst genähten Mützen!

Das ist doch kaum zu glauben, oder? Ich habe am 2. Weihnachtsfeiertag die ersten beiden Mützen meines Lebens genäht – nach fast 3 Jahren Nähen! Andere fangen damit an, Mützen und Loops zu nähen – ich hatte mit diesem Blumenkindkleid für meine Tochter angefangen 🙂 🙂 🙂Nun hatte ich ein bißchen von dem blau-rot gestreiften Stoff für ein T-Shirt vernäht, mein Sohn sah ihn und sagte: „Davon will ich eine Mütze!“ Weil er vor Weihnachten immer mit einer Weihnachtsmütze durch die Gegend gerannt ist und die nach Weihnachten ja nicht mehr so passend ist, versprach ich es ihm gleich. Er hat zwar noch eine (!) andere (Asche auf mein Haupt, Anfang Dezember gekauft als es plötzlich so kalt wurde), aber Mützen werden ja gerne mal schnell irgendwo vergessen.

Und natürlich wollte meine Tochter auch gleich eine, sie suchte sich auch sofort einen Stoff aus.

Für mein Sohn schwebte mir gleich so eine Fliegermütze vor Augen: mit Stirnklappe und langen Ohrenklappen:Ich googelte ein bißchen und zeigte ihm ein paar Beispiele. Bei der Mütze Freiflug-Rockers von Mamahoch2 sagte er sofort „Ja, so eine!“. Ich lass mir die Anleitungen durch, fand es toll, dass man die Wintermütze so schön variieren kann. Die Mütze ist für dickes Innenfutter ausgelegt und es war klar, dass ich das gleiche Teddyfutter nehme, den ich für seine Winterjacke verwendet hatte. Er ist den Rest des 2. Feiertages hier im Haus mit der Mütze rum gelaufen. 🙂Anschließend kam meine Tochter an die Reihe. Ich zeigte ihr die Version (Nordish Rockers von Mamahoch2), die ich für sie nähen würde: kürze Ohrenklappen, dafür mit geflochtenen Bändern und ohne Stirnklappe. Fand sie toll.

Passender Weise hatte ich farblich passende Reste gefunden, aus denen ich die Bänder flechten konnte – ein wenig lang vielleicht, aber dafür schön zum Rumspielen. Sie hat schon eine Mütze in der gleichen Form (eine alte von mir), bei der sie die Bänder in der Schule immer aufflechten und wieder zusammen flechten.Und damit starte ich das neue Jahr gleich mit dem Verlinken bei den Dienstags-Link-Partys.

Eure Charla

Verlinkt bei creadienstag #312, DienstagsDinge #01/18, Made4Girls Januar 2018 und Kiddikram Januar 2018 (HoT und Made4 Boys machen noch Urlaub)

Rückblick in mein Nähjahr 2017

Nun ist das Jahr 2017 vorbei, 2018 hat angefangen. Ich hoffe, Ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht. Wir sind wegen Krankheit doch zu Hause geblieben und haben in kleiner Runde mit sehr guten Freunden gefeiert – aber wir waren alle auch froh, als es endlich nach Mitternacht war und wir alle ins Bett gehen konnten. 🙂

Ein kleiner Rückblick in mein Nähjahr 2017.

Anzahl der genähten Projekte:
Insgesamt habe ich 91 Projekte fertig gestellt, 3 sind noch in Arbeit. Wobei eins davon wahrscheinlich auf immer und ewig ein UFO bleibt. Pläne für ganz viele neue Projekte sind schon im Kopf. Ich hab viel zu tun!


Das
am meisten genähte Schnittmuster:
Das Jahr 2017 steht eindeutig im Zeichen der Collegejacke. Ich habe davon insgesamt 7 genäht – allesamt die Collegejacke „Herzblatt“ von Fred von Soho. Einfach grandios der Schnitt und zum Schluss habe ich eine Jacke in weniger als 6 Stunden hergestellt. Die kleinste Jacke war diese hier in Größe 74:Die größste diese hier in 146 für meinen Patensohn.

Das komplizierteste Schnittmuster:
Tja, hier kann ich mich nicht richtig entscheiden. Mein Cocktailkleid von Anfang des Jahres war sehr aufwendig:Mit Probekleid aus Nesselstoff und so. Ich habe lange dran gesessen und dann nur einmal bei der Feier angehabt. Der Saum gefällt mir nicht wirklich und der Reißverschluss hätte auch besser eingenäht werden können. Also schon ein schwieriges Projekt, was aber eigentlich vom nähtechnischen doch einfach war.

Als schwierigstes Projekt kommen noch die beiden Westen meiner Kids in Frage (diese und diese hier):Was habe ich geflucht! Ich habe das mit dem Wenden und dem Armloch annähen einfach nicht verstanden, zum Schluss einfach rumprobiert, einmal falsch, dann richtig gemacht… uff, was war ich fertig, als die Westen fertig waren.

Ein ebenfalls sehr aufwendiges Projekt, das recht kniffelig war, war die Winterjacke für meinen Sohn. Die lag zwischenzeitlich recht lange hier rum, weil ich keine Lust mehr hatte, die weiter zu machen. Und jetzt bin ich so stolz darauf und sie wird gerne und oft getragen:Insofern ist es schwierig, dass schwierigste Projekt 2017 zu deklarieren, aber die Wahl fällt auf die Westen. Bei den anderen beiden Projekten wusste ich immer was ich zu tun hatte, es haperte aber an der Umsetzung. Bei den Westen jedoch stand ich manchmal auf dem Schlauch und wusste nicht, was ich als nächsten tun sollte.


Premieren in 2017:

Zwei Premieren habe ich zu verzeichnen: zum ersten Mal habe ich ein Probekleid mit selber abstecken und anpassen genäht (Cocktailkleid) und zum ersten Mal eine gefütterte Jacke.

Projekte, die am meisten Spaß gemacht hat:
Kennt ihr das auch? Das eine Projekt fällt einem schwer von der Hand und es zieht sich hin, das nächste geht easy locker flockig von der Hand. Richtig Spaß gemacht haben mir meine Lady-SHO!erts vom Sommer – endlich mal ein ganz toller Schnitt der mir bestens passt. Die Shirts habe ich oft und viel getragen:

Projekte, die für die Tonne waren:
Ja, leider gibt es die auch. Allerdings habe ich das direkt nach Fertigstellung bereits gemerkt, so dass diese Projekte gar nicht auf meinen Blog gekommen sind 🙂 .

Für meinen Mann hatte ich einen Hoodie aus weinrotem Stepper genäht – ich habe genau Maß genommen und das Schnittmuster entsprechend abgeändert. Heraus gekommen ist ein Sack mit heraushängenden Taschen… Grummel. Wird nicht getragen.

Für meine Tochter habe ich ein Shirt „Pia“ von Pattydoo genäht. Irgendwie hat es vorne und hinten nicht gepasst, es war insgesamt zu klein, dafür am Ausschnitt viel zu weit. Wurde daher auch nicht getragen…

Ein Rock für meine Tochter: viel zu weit, außerdem doof von der Form. Wird nicht getragen.

Kurze Hosen für meinen Sohn: ich dachte, für den Sommer bräuchte er kurze Hosen, so dass ich ihm eine nach einem Ottobre-Schnitt genäht habe und eine Mottis Sporty. Die zweite gefällt mir richtig gut, aber er hat beide nicht getragen. Er ist ein „Bauarbeiter“, da braucht er Jeans oder Arbeitshosen mit ganz viel Taschen und Henkeln, aber nicht irgendwelche labberigen Sporthosen… Nun gut, das perfekte Schnittmuster von Rotbart gibt es ja jetzt, das werde ich mir in diesem Jahr vornehmen.

Besonderheiten 2017:
Zum einen war eine Besonderheit: mein ersten Mal Lillestoff-Festival. Mir hat es total gut gefallen, ich habe ganz spontan noch an dem Kurs von Janine Finke teil nehmen können und kennen nun endlich meine Overlock-Maschine.

Zum anderen bin ich Ende des Jahres in das Applizierteam von Daddy2Design gerutscht. Ein „neuer“ Designer für Plotts und Appliziervorlagen, der erst seit kurz vor Weihnachten über den Glueckpunkt.de Shop verkauft. Er macht ganz süße Designs, ein paar Beispiele sind schon erhältlich, andere noch in der Testphase. Es macht total Spaß, daran mit zu arbeiten und ich danke Holger Küppers dafür, dass ich dabei sein darf. Meine drei Shirts, auf die ich Motive aus der Serie „Shädow Love Änimals“ appliziert habe, haben bei FB für einige Diskussionen gesorgt. Nicht jeder kommt sofort mit den Motiven zurecht und oft sieht man erst beim zweiten Mal hinsehen, was es darstellt. Aber genau das macht die Serie ja aus und ich finde die Positiv-Negativ-Applikation einfach genial. Die anderen Serien sind zum Teil kindlicher, zum Teil lustiger, und haben nichts mit den Shädow Love Serien zu tun. Holger hat für jeden was dabei.

Eure Charla, die nun noch eine To-Sew-Liste für 2018 erstellt. Das neue Jahr kann kommen, ich bin voll motiviert!

Noch einmal: Shädow Love Änimals

Weiter geht es mit den Weihnachtsgeschenken – und mit den Shädow Love Änimals. Wie gesagt: ich finde die Motive so toll, dass ich mich etwas ausgetobt habe. Die Motive gibt es seit kurz vor Weihnachten von Daddy2Design im Glueckpunkt.de Shop.Das Schnittmuster „Parachute“ ist aus der Ottobre 6/2016 – endlich konnte ich es auch nähen!!! Ich bin nämlich bei FB in der Ottobre-Näh-Gruppe. Tolle Beispiele nur von Ottobre-Modellen – und hilfreiche Tipps, wenn man mal nicht weiter kommt. Als im vergangenen Winter die Ottobre 6/2016 heraus kam, wurde die Gruppe mit „Parachutes“ überschwemmt.Ein tolles Schnittmuster: ein Kleidchen/Tunika mit angsetztem Rockteil/Schößchen, das hinten vorne länger ist als vorne. Süß – aber nur bis Größe 122. Und somit nicht passend für meine Tochter mit Größe 140/146.

Aber dann kam Weihnachten und die Weihnahtsgeschenke für meine Patenkinder – und damit auch ein Geschenk für die kleine Schwester. Also war klar: die kriegt eine Parachute-Tunika.

Als ich mit nähen fertig war, fand ich sie doch arg weit – und das Mädchen ist doch eher schmal… mhm… also nahm ich an den Seiten jeweils gut 1,5 cm weg. Oho! Ist die jetzt zu schmal?? Nach Weihnachten kam die erlösende Nachricht mit Handyfoto: alles super, alles passt und gefällt!

Die Katzen aus der Shädow Love Änimals Serie sind diesmal wahrscheinlich recht eindeutig zu erkennen, oder? Die Schnurhaare sind von Hand aufgesteppt, könnten aber auch mit der Maschine genähmalt werden:Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Dezember 2017, Made4Girls Dezember 2017