Rückblick in mein Nähjahr 2018

Wie auch das Jahr zuvor möchte ich an dieser Stelle eine kleine Zusammenfassung meiner Nähprojekte von 2018 zeigen. Es sind nicht viele auf meinen Blog gelandet, da das Jahr 2018 im reellen Leben nicht ganz soo toll war. Zeitweise hatte mir nicht nur die Lust zum Bloggen, sondern auch die Lust zum Nähen gefehlt.

Anzahl der Projekte:
Um so erstaunter bin ich bei der Durchsicht meiner Projektmappe, dass ich es doch auf 100 Projekte geschafft habe! Und dabei habe ich ganz oft zwei oder mehrere Nähteile als ein Projekt betrachtet – z.B. die WM-T-Shirts oder 5 Leseknochen als Weihnachtsgeschenke. Und was ich auch erstaunlich finde: im Dezember habe ich sage und schreibe 18 Projekte genäht! Trotz Geburtstagsparty meiner Tochter und Weihnachten – oder gerade deswegen. Die Nähmaschine stand nicht mehr still. Ich gebe zu – das 100. Projekt – das Kleid Fint -habe ich am 28.12.2018 noch angefangen, damit ich auf 100 komme 🙂 . Aber nähen wollte ich mir das Kleid so oder so.

Das am meisten genähte Schnittmuster:
Hier muss ich zunächst einmal meine Notizen befragen. Ich tippe auf das T-Shirt „Paul“ von Pattydoo. Ja, meine Vermutung stimmt: ich habe 2018 insgesamt 12 T-Shirts nach dem Schnittmuster „Paul“ genäht. Zum einen fehlten meinem Sohn T-Shirts für den heißen Sommer. Zum anderen hatte ich aber auch die – sagen wir mal die „bescheuerte“ Idee – den Geburtstagsgästen meines Sohnes mit einem Deutschland-T-Shirt zu überraschen.

Die Party fand an dem Tag statt wo Deutschland raus geflogen ist. Von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr Party, anschließend gemeinsames Fussballgucken. Allerdings wurden die T-Shirts dann nicht ganz so oft getragen wie erhofft. Aber die Jungs verabredeten sich in der Schule am nächsten Tag dieses T-Shirt anzuziehen, so dass dann drei Jungs gleichzeitig mit dem T-Shirt in der Klasse saßen.

Das komplizierteste Schnittmuster:
Hier muss ich nicht lange überlegen: meine maßgeschneiderte graue Jeanshose mit hohem Bund und Reißverschluss, die ich im absolut grandiosen Nähwochende „Nähen und Meer“ von kaidso Onlinekurse hergestellt habe. Zunächst habe ich meine Maße genommen, danach eine Probehose hergestellt und dann erst die eigentliche Hose begonnen. Nicht alles perfekt – die Gürtelschlaufen stehen zu doll ab und der Reißverschluss ist nicht perfekt eingenäht, aber: meine erste „richtige“ Jeans!

Premieren in 2018:
wieder die maßgeschneiderte graue Jeans. Ganz klar. Im Mai hatte ich bereits eine andere Jeans nach den kaidso Onlinekursen genäht, das war die erste Premiere. Diese Hose hat aber als Bund ein breites Gummiband, war aber auch schon maßgeschneidert.

Eine andere Premiere ganz anderer Art war das Babynest für das Baby von lieben Freunden. Das Babynest wurde auf das Sofa oder auf den Boden gelegt und das Baby da rein.

Projekte, die am meisten Spaß gemacht haben:
Die Herzbuben für meinen Sohn und seine Freunde zu nähen. Das waren die Projekte, die am meisten Spaß gemacht haben. Warum? Ich kenne das Schnittmuster nun aus dem Effeff. Ich brauche nicht mehr nachlesen, ich weiß wie es geht. Ich weiß wie es ausfällt. Ich weiß, dass sie meinem Sohn super gut passen. Und vor allem: ich wusste bei (fast) jedem Pulli, dass er gerne und oft getragen wird. Das motiviert ungemein!

Spaß gemacht hat mir auch dieses Roll-up. Ich hatte die Erlaubnis es bunt zu machen – also tat ich es. Ich liebe es ja, Stoffe zu kombinieren und Musterkombinationen zusammen zu stellen. Hier durfte ich mich austoben.

Projekte für die Tonne:
Ich habe gerade noch einmal meine Aufzeichnungen angeschaut. Ja, auch 2018 gab es Projekte für die Tonne – und einige die fast für die Tonne gewesen wären.

Fast für die Tonne:
Ich hatte mir im Frühjahr eine MAbinta genäht. Total toll, aber irgendwie saß sie zu eng. Ich hatte an mir Maß genommen und eigentlich komme ich immer mit einer 38 hin, aber hier war das Kleid an den Schultern und den Oberarmen einfach zu eng. Schade – es war für einen besonderen Anlass gedacht. Also nähte ich kurzer Hand die MAbinta noch einmal neu. Ich wollte dieses Kleid mit diesem Stoff an dem Tag tragen! Für Details hatte ich keine Zeit mehr, daher ohne Tasche und ohne Knopfleiste im Rücken.

Meine Schwester kam an diesem Tag zu mir nach Hause – sah das Kleid und fand es total toll! Kurzer Hand gab ich ihr das erste, noch ungesäumte Kleid mit und ein paar Tage später verkündete sie: „Fertig und passt perfekt!“. Also gerade noch an der Tonne vorbeigeschrabbt. 🙂

Ähnlich mit einer helltürkisen Jeans, die ich für meine Tochter genäht hatte. Eine MottiJeans – ich habe noch nicht einmal ein Foto davon. Ich habe genau vermessen und geguckt und gerechnet – wo nun mein Fehler lag, weiß ich echt nicht. Aber die Hose war dann an den Oberschenkeln und an der Hüfte zu eng. So ein Mist aber auch. Meine Nichte ist im gleichen Alter wie meine Tochter und ein Strich in der Landschaft mit Storchenbeinen. Ein Päckchen gepackt und ab damit. Zwei Tage später das Beweisfoto: passt perfekt! Wieder einmal Glück gehabt.

An meine Nichte ging dann auch ein „Versuch“: der Pulli/das Kleid „Multisleeve“ aus einer Ottobre. Ein Schnitt mit 4 Ärmeln. Wenn es als Kleid getragen wird, werden die unteren Ärmel um die Taille geknotet. Wenn es als Pulli getragen wird, werden die oberen Ärmel um die Schultern geknotet. Eine nette Idee – aber so überhaupt nichts für meine Tochter! Sie kam sich einfach doof damit vor. 🙂 Keine Fotos, wer Lust hat kann mal googlen.

Für die Tonne:
ich habe versucht, für meinen Mann die Unterhose „John“ zu nähen. Ich nahm eine seiner Hosen, trennte sie auf, nahm Mass und schneiderte drauf los. Nun ja – sie passte vorne und hinten nicht. 🙂 🙂 🙂 . An der wichtigsten Stelle war sie zu schmal, so dass kein Halt war, am Popo zu wenig Stoff und irgendwie so gar nichts geworden – daher auch kein Foto. Nun gut: die ist dann wirklich in der Tonne gelandet und ein Dutzend Unterhosen bestellt.

Besonderheiten in diesem Jahr:
Besonders ist, dass ich 2018 mehrmals für Silke von einfach SHO! Probegenäht habe. Ich liebe ihre Schnitte. Anfang des Jahres z.B. den SHO!Rolli – da habe ich gleich 3 genäht. Ich trage alle drei gerne.

Und gegen Ende des Jahres dann die SHO!Baggypants. Das war ein ganz besonderes Probenähen, weil es ein sehr aufwendiges Schnittmuster ist, wo sich viele Fehler rein schleichen können. Am Ende hat Silke eine perfekte Anleitung hingelegt, in der genau drin steht, wie die Fehler, die wir im Probenähen gemacht haben, vermieden werden können.

Zwei meiner Probehosen sind auch gleich in der Tonne gelandet, weil sie zu klein waren.

Und für fliederfarbenen Hose aus Lederjersey habe ich meinen ersten Shitstorm auf fb bekommen. Auch eine Besonderheit für mich. So niveaulos wurde noch nie ein Nähwerk von mir zerissen. Klar ist: der Schnitt polarisiert. Die einen mögen ihn, die anderen nicht. Das könnte man einfach so stehen lassen, einen Kommentar wie „gefällt mir nicht“ oder „würde ich nicht tragen“ drunter schreiben und dann weiter scrollen. Nun denn – in der fb-Gruppe werde ich erst einmal nicht mehr posten.

Eure Charla, die sich aber nicht beirren lässt und weiter das näht, was ihr gefällt.

2 Gedanken zu “Rückblick in mein Nähjahr 2018

  1. Keine Ahnung, wann du das alles nächst…und die fliederfarbene Hose ist speziell, aber trotzdem schön. Die shitstormer sind mir absolut zuwider.
    Also weiter nähen, auch sho! weiter. Ich liebe den Rollkragenpulli, so bin ich auf seinem Blog gelandet🤗

    Liken

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