Maßgeschneiderter Rollkragenpulli nach kaidso

Schon lange habe ich es vor, habe mir aber irgendwie nie die Zeit dafür genommen. Und als ich jetzt gerade ein Shirt versemmelt habe, weil ich das Schnittmuster vorher nicht genau auf meine Maße geändert habe, war nun der Zeitpunkt erreicht.

Ich erstelle mein eigenes Schnittmuster! Nach meinen Maßen! Und genau so wie ich es dann haben möchte!

Nun gut, ganz so einfach ist es dann doch nicht, der Pulli hier ist an manchen Stellen nicht perfekt. Dafür aber komplett selbst gemacht – also nicht nur selbst genäht, sondern auch selbst designed und selbst das Schnittmuster erstellt.

Wie das geht habe ich durch die kaidso onlinekurse gelernt. Am vergangenen Wochenende habe ich mir nun endlich die Videos reingezogen. Mit Kopfhörer vor dem Rechner – die Kids konnten tun und lassen was sie wollten. Ich habe nichts davon mitbekommen. 🙂 Ich habe mir folgende Kurse zum Nähen von Oberteilen angeschaut: Tank Top Grundkurs, Aufbaukurs Ärmel, Aufbaukurs Ausschnitte, Shirtschablone und den Aufbaukurs Teilungsnähte. Bei FB gibt es von Svenja ganz ganz viele Fotos zu fertigen Exemplaren, da habe ich mir dann auch Anregungen geholt. Zum Beispiel aus dem Album „Inspriationsalbum Komplettkurs Hoodies und Kleider“ oder dem Album „Shirtkleid Segue“. In Anlehung an dieses Shirtkleid ist dann auch mein Pulli entstanden.

Ich wollte ein Sweater mit Rollkragen, kurzen weiten Ärmeln und bis über den Po. In der Weite wollte ich es eigentlich etwas weiter haben, aber ich habe nicht die Dicke des Materials – spricht Sweatshirtstoff – berücksichtigt. So ist es nun ein figurnaher Pulli. Dann habe ich noch ein bißchen mit den Farben gespielt – die kleinen Quadrate sind altrosa Stoff mit Goldglitzer, den ich mal von einer Freundin geschenkt bekommen habe.

Unter den Armen zwickt es ein bißchen und ob der Pulli nun hinten an den Schultern richtig sitzt, kann ich anhand der Fotos leider nicht erkennen. Irgendwie ist da alles Ton in Ton. Es fühlt sich aber nicht so an, als sei es dort zu eng, was sonst oft bei mir der Fall ist. Habe nun mal ein breites Kreuz. In dem Bereich Ärmel/Schulternaht werde ich mein Schnittmuster noch einmal verbessern.

Alles im allen bin ich sehr zufrieden mit meinem ersten komplett kaidso-Oberteil! Mein Hosengrundschnitt habe ich ja im letzten Jahr noch kaidso erstellt und kann mir nun super passende Hosen, mit oder ohne Reißverschluss fertigen. Dann mal hier ein paar Anpassungen, mal dort, und ich habe komplett was Neues. Genauso setzte ich jetzt darauf, dass ich nun auch anhand meines Oberteil-Grundschnittes ganz viele tolle Oberteile für mich zaubern.

Eure Charla, die das Ganze noch perfektionieren wird, sich aber tierisch freut, es soweit schon mal geschafft zu haben

Verlinkt bei „Nähzeit am Wochenende Januar / Februar“ und bei „Buchstäblich Bunt“ – dem Jahresprojekt von Maikaefer. Im Februar gibt es den Buchstaben „R“, bei mir für „Rolli“. Verlinkt wird erst Anfang März.

MAlotty mal wieder komplett

Ich stehe gerade total auf Lagenlook – ein langes Top drunter, ein kürzeres Shirt oder Pulli da drüber. Was lag da näher, als das Schnittmuster „MAlotty“ von Ki-ba-doo mal wieder hervor zu kramen? Das besteht nämlich aus genau diesen zwei Teilen: ein längeres Top für Drunter, ein weiter geschnittenes Shirt in leichter A-linien Form und geschwungenem Bund (vorne kürzer, hinten länger) für Drüber. Das Top habe ich in der letzten Zeit oft genäht, das Schnittmuster ist jetzt für mich perfekt angepasst: unter den Armen und an der Hüfte schmaler, Taille ist so geblieben. Länge variiere ich wie es mir passt.

Die Stoffwahl dagegen war anfangs nicht so naheliegend und hat sich eher durch Zufall ergeben: zu dem Pulli „Aletheia“ aus meinem vorletzten Beitrag war ich auf der Suche nach einen Stoff für das Top zum Drunter ziehen. Ich bin zuerst auf diesen Stoff „Impresso“ von Nestgezwitscher (Lillestoff) – den ich hier bei dem Top verwendet habe – gestoßen und dann erst auf den Modal „Rose Atoll“, den ich für das Top bei dem Kurzpulli verwendete. „Impresso“ hatte ich dann auch gleich mit nach Hause genommen – es ist immer gut, mal einen Ersatztop zu haben 🙂 . Und zu Hause stellte ich fest, dass „Impresso“ perfekt zu dem Sommersweat „Nachtwiese“ von Susalabim passt, den ich mir 2017 beim Lillestoff-Festival gekauft hatte. So lange schlummert der schon in meiner Stoffkiste! Beim Fotografieren stellte ich jedoch fest. dass sich „Impresso“ sehr schlecht farblich wieder geben lässt…

Und ruck zuck war die MAlotty fertig. Ich hätte das Top ein paar Zentimeter länger machen können, aber nun gut. So geht es auch.

Statt einen Einfassstreifen am Hals habe ich einen 4 cm breiten Streifen dunkelblauen Jersey doppelt gelegt angenäht und mit einem elastischen ZickZackStich festgesteppt. Meine übliche Art und Weise bei den Halsausschnitten meiner Shirts – manchmal nehme ich auch einfach den Geradstich.

Zusammen mit meiner Cord-Jersey-Hose, die ich Euch hier gezeigt habe, ein absolutes Lieblingsoutfit – ich nähe mir gerade nur Lieblingsoutfits scheint mir. 🙂 🙂 🙂

Eure Charla, die sich tierisch darüber freut, dass sie gerade so viel Zeit hat, sich um ihre eigenen Garderobe zu kümmern

Verlinkt bei lille.LIEB.Links #5/2019 (ab Freitag) , Bio-Linkparty 01/19, Du für Dich am Donnerstag #36, Sew La La #35


Modalsweat und Cord-Jersey

Aller guten Dinge sind drei – hier also das dritte Kleidungsstück aus Modalsweat. Nun ja … ich habe gerade noch einmal bei Trolinum den Modalsweat in hellgrau bestellt, weil ich den so klasse finde. Also aller guten Dinge sind vier 🙂 🙂 🙂 . Ihr kennt Modalsweat nicht? Der ist einfach grandios: schön glatt und kuschelig, fällt total locker, ist wärmend und einfach nur gemütlich.

Hier nun mein drittes Outfit in bordeaux. Das erste war dieses Faltenkleid Fint, das zweite dieser Kurzpulli Aletheia. Von bordeaux hatte ich am meisten bestellt: 1,80 m. Was sollte ich daraus machen? Einen Pulli, weil der altrosafarbenen echt schön kuschelig ist. Aber jetzt einen längeren. Und irgendwo irgendwelche Falten müssen auch drin vorkommen, der Fall von dem Modalsweat ist ja perfekt dafür. Und irgendwo in meinem Hinterkopf tauchte ein Bild auf … ein bißchen online gestöbert … meine Dateien durchforstet … und da hatte ich ihn: MAelice! Einen Hoodieschnitt von ki-ba-doo der im Vorderteil überlappend gelegt wird und dadurch oben eine Art Wasserfallkragen hat.

Ich machte mich ans Werk: ausschneiden, Kapuze zusammen nähen … und kaum hatte ich es gemacht, dachte ich :“Verdammt, du hast an der Ovi die Garnfarbe nicht gewechselt!“ Normal nähe ich alles mit hellgrau – meistens fällt die Naht ja nicht auf, da sie innenliegend ist. Hier wollte ich aber die Kapuze ungefüttert lassen. Und das ging jetzt nicht mehr, da man die hellgrauen Ovinähte gesehen hätte. Grummel… Nun gut, dann wird die Kapuze eben gefüttert. Stoff kramen, wühl, welchen Kombistoff kann ich denn nehmen? Musste Jersey sein, damit die Kapuze nicht zu schwer wird. Irgendwie hatte ich keinen wirklich passenden im Vorrat. Noch mehr Grummel… Das Ganze zur Seite gelegt und schlafen gegangen.

Und wieder tauchte nachts irgendein Bild in meinem Hinterkopf auf: die Cuff me Bündchen. Die haben teilweise Farbzusammenstellungen, auf die ich nie gekommen wäre. Und eine davon war bordeaux mit pink! Warum ich mir genau das gemerkt hatte, weiß ich nicht. Ich begab mich gleich mitten in der Nacht online auf die Suche: klasse, bei Grelu gibt es genau das Bündchen, was ich meinte. Ich konnte gestern am Samstag also hinfahren und mir direkt angucken, ob der Farbton passt! Pink hatte ich nämlich für die Innenkapuze noch auf Lager. Und siehe da: das Bündchen passte wie Arsch auf Eimer!

Also wurde es doch ganz klassisch: ein Hoodie, aber länger als der Schnitt es vorgibt, mit Bündchen unten am Abschluss und an den Armen.

Und wie ich es mir vorgestellt hatte: der weich fallende Modalsweat ist perfekt geeignet für den Wasserfallkragen vorne! Es sieht toll aus, aber die Falten tragen nicht auf. Einfach perfekt.

Zu der MAelice trage ich auf den Fotos eine nach meinen Maßen selbstgenähte Hose aus sehr elastischem Breitcord ebenfalls von Trolinum.

Als Schnittmuster habe ich meine Schablone genommen, die ich bei meinem Nähwochenende in Hamburg im letzten Frühjahr erstellt hatte. Ein komplettes Nähwochenende von kaidso Onlinekurse. Leider ist die Hose aber etwas eng, da ich die Hosentaschen vorne falsch zugeschnitten hatte und daher an den Seiten mehr weg nehmen musste als ich wollte. Da der Stoff so elastisch ist, ist alles gut, aber sie sitzt doch etwas stramm an den Beinen und am Po. Dafür habe ich dann alle Nähte mit einen elastischen Geradstich nochmal gesichert, so dass nicht aufplatzen kann. Besser ist das 🙂 .

So, der Beitrag wird nun bei „Nähzeit am Wochenende Januar / Februar“ verlinkt, weil ich den Hoodie gestern am Samstag fertig genäht hatte. Die Hose lag bereits seit ein paar Tagen fast fertig genäht hier rum – ich war mir nur noch nicht sicher, wie ich unten säumen sollte. Vielleicht mit Gummizug oder Bündchen? Heute am Sonntag habe ich nun die Hose unten ganz simpel umgeschlagen und festgesteppt. Fertig. Also Hoodie und Hose an diesem Wochenende fertig erstellt.

Und der Beitrag geht auch zu Selmin von Tweed & Greet. Sie hat in diesem Jahr auch wieder eine neue Challenge ins Leben gerufen, die „#12ausdemStoffregal – die Näh- und Inspirations-Challenge„. Ziel: das eigene Stofflager zu durch forsten und jeden Monat zu einem bestimmten Stichwort entsprechende Stoffe hervor kramen und vernähen. Oder Wolle oder oder. Es muss auch nicht unbedingt etwas hergestellt werden, sondern auf einer anderen Weise das Stichwort des Monats bearbeitet werden.

Im Januar ist das Stichwort „Struktur“. Struktur des Stoffes oder Struktur in das Stoffregal bringen oder oder. Jeden Monat am 27. eröffnet Selmin eine Linkparty zu dem entsprechenden Thema.

Nun: der Modalsweat hat an sich schon eine ganz besondere Struktur: er ist glatt. Total glatt und kuschelweich. Ich habe ihm durch den Wasserfallkragen noch eine neue Struktur verliehen: schön weich und fließend fallend. Wem das noch nicht reicht: der Cord-Jersey hat durch die sichtbare Cordoptik auf jeden Fall eine Struktur – daher ab zu dieser Linkparty: #12ausdemStoffregal. Die Lagerdauer der Stoffe war mit 6 Wochen zwar noch nicht ganz soooo lang, aber nun ja.

Eure Charla

Zweimal butterweicher Modal

Ein Blog zum anfassen – das wäre mal was. Ihr müsst diesen butterweichen Modalsweat, den ich bei Trolinum gekauft habe, einfach anfassen. Beschreiben kann man ihn nicht. Weich, glatt, ein ganz tolles Tragegefühl. Schwerer als normaler Sommersweat, rutschiger, aber er hat einen tollen Fall. Ein Streichelstöffchen. Ich habe mir drei Farben geleistet – meine Basisfarben: navy, bordeaux und altrosa. In türkis gab es den leider nicht.

Wie sich dünner Modal anfühlt, wisst ihr bestimmt, oder? Der Modal „Rose Atoll“ von Lillestoff , den ich für das Top verwendet habe, ist total fluffig – ich habe sogar vor dem Nähen die Schulterteile mit Stylefix fixiert, sonst wären die Träger nicht passend gewesen.

Den navy Modalsweat habe ich zu diesen Faltenkleid Fint vernäht. Hier jetzt mein zweiter Streich: der altrosa Modalsweat. Davon hatte ich nur einen Meter bestellt, da ich eigentlich solche hellen Stoffe mit anderen Farben kombiniere. Aber nun wollte ich den Stoff solo verwenden: der Glanz und die Haptik sind schon Besonderheit genug.

Also hieß es: Schnittmuster suchen. Ich habe einige auf meiner Festplatte, die ich noch nie vernäht habe. Ich wollte einen Pulli nähen. Einen raffinierten Schnitt. Irgendwo etwas mit Falten – Falten passen perfekt zu dem Stoff. Letztendlich bin ich bei zwei Schnittmustern hängen geblieben: bei dem Shirt „Alva“ von Evli’s Needle und bei dem Pulli „Aletheia“ von Schnittgeflüster. „Alva“ werde ich demnächst bei einem gemusterten Stoff nehmen – den Stoff dazu habe ich schon. Ich habe mich hier für „Aletheia“ entschieden. Der Schnitt hat es in sich: so vielfältig und unterschiedlich sind die Designbeispiele. Man muss sich erst einmal ein wenig durchklicken, bis man versteht, was man da alles nähen kann. Und hängen geblieben bin ich dann an den Keulenärmeln. Die wollte ich mal versuchen. Oben gerafft und unten ein Gummiband eingezogen.

Ich konnte die Ärmel gerade so mit ach und krach zuschneiden. Die Keulenärmel hätten eigentlich 2 cm weiter oben begonnen, aber das passte nicht mehr drauf. Auch sind die kurzen, glatten Ärmelteile am Oberarm gegen den Fadenlauf zugeschnitten – ich hoffe, der Stoff verzeiht mir das. Aber die Keulenärmel fressen eine Menge Stoff. Ich hatte dann überlegt, normale Ärmel zu nähen, aber ich wollte ja etwas extravagantes. Unten habe ich nachträglich aus dem gleichen Stoff ein schmales Bündchen angenäht, da mir der Pulli etwas zu weit abstand.

Und jetzt bin ich echt begeistert. Genau so hatte ich mir den Pulli vorgestellt. Es stand extra dabei, dass der Pulli so kurz ausfällt. Ich wollte von Anfang an etwas zum Drunterziehen dazu nähen, da ich den Lagenlook so liebe. Daher habe ich mir dann wieder ein auf mich angepasstes Top aus dem dünnen Modal „Rose Atoll“ von Lillestoff genäht (ene mene meins / Pamela Frank). Fluffig leicht und locker – ach, ich liebe dieses Outfit!

Eure Charla, die aus dem Streicheln gar nicht mehr heraus kommt

Verlinkt bei AfterWorksewing AWS #4/2019 und bei den lille.Lieb.LINKS #3/2019

Rückblick in mein Nähjahr 2018

Wie auch das Jahr zuvor möchte ich an dieser Stelle eine kleine Zusammenfassung meiner Nähprojekte von 2018 zeigen. Es sind nicht viele auf meinen Blog gelandet, da das Jahr 2018 im reellen Leben nicht ganz soo toll war. Zeitweise hatte mir nicht nur die Lust zum Bloggen, sondern auch die Lust zum Nähen gefehlt.

Anzahl der Projekte:
Um so erstaunter bin ich bei der Durchsicht meiner Projektmappe, dass ich es doch auf 100 Projekte geschafft habe! Und dabei habe ich ganz oft zwei oder mehrere Nähteile als ein Projekt betrachtet – z.B. die WM-T-Shirts oder 5 Leseknochen als Weihnachtsgeschenke. Und was ich auch erstaunlich finde: im Dezember habe ich sage und schreibe 18 Projekte genäht! Trotz Geburtstagsparty meiner Tochter und Weihnachten – oder gerade deswegen. Die Nähmaschine stand nicht mehr still. Ich gebe zu – das 100. Projekt – das Kleid Fint -habe ich am 28.12.2018 noch angefangen, damit ich auf 100 komme 🙂 . Aber nähen wollte ich mir das Kleid so oder so.

Das am meisten genähte Schnittmuster:
Hier muss ich zunächst einmal meine Notizen befragen. Ich tippe auf das T-Shirt „Paul“ von Pattydoo. Ja, meine Vermutung stimmt: ich habe 2018 insgesamt 12 T-Shirts nach dem Schnittmuster „Paul“ genäht. Zum einen fehlten meinem Sohn T-Shirts für den heißen Sommer. Zum anderen hatte ich aber auch die – sagen wir mal die „bescheuerte“ Idee – den Geburtstagsgästen meines Sohnes mit einem Deutschland-T-Shirt zu überraschen.

Die Party fand an dem Tag statt wo Deutschland raus geflogen ist. Von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr Party, anschließend gemeinsames Fussballgucken. Allerdings wurden die T-Shirts dann nicht ganz so oft getragen wie erhofft. Aber die Jungs verabredeten sich in der Schule am nächsten Tag dieses T-Shirt anzuziehen, so dass dann drei Jungs gleichzeitig mit dem T-Shirt in der Klasse saßen.

Das komplizierteste Schnittmuster:
Hier muss ich nicht lange überlegen: meine maßgeschneiderte graue Jeanshose mit hohem Bund und Reißverschluss, die ich im absolut grandiosen Nähwochende „Nähen und Meer“ von kaidso Onlinekurse hergestellt habe. Zunächst habe ich meine Maße genommen, danach eine Probehose hergestellt und dann erst die eigentliche Hose begonnen. Nicht alles perfekt – die Gürtelschlaufen stehen zu doll ab und der Reißverschluss ist nicht perfekt eingenäht, aber: meine erste „richtige“ Jeans!

Premieren in 2018:
wieder die maßgeschneiderte graue Jeans. Ganz klar. Im Mai hatte ich bereits eine andere Jeans nach den kaidso Onlinekursen genäht, das war die erste Premiere. Diese Hose hat aber als Bund ein breites Gummiband, war aber auch schon maßgeschneidert.

Eine andere Premiere ganz anderer Art war das Babynest für das Baby von lieben Freunden. Das Babynest wurde auf das Sofa oder auf den Boden gelegt und das Baby da rein.

Projekte, die am meisten Spaß gemacht haben:
Die Herzbuben für meinen Sohn und seine Freunde zu nähen. Das waren die Projekte, die am meisten Spaß gemacht haben. Warum? Ich kenne das Schnittmuster nun aus dem Effeff. Ich brauche nicht mehr nachlesen, ich weiß wie es geht. Ich weiß wie es ausfällt. Ich weiß, dass sie meinem Sohn super gut passen. Und vor allem: ich wusste bei (fast) jedem Pulli, dass er gerne und oft getragen wird. Das motiviert ungemein!

Spaß gemacht hat mir auch dieses Roll-up. Ich hatte die Erlaubnis es bunt zu machen – also tat ich es. Ich liebe es ja, Stoffe zu kombinieren und Musterkombinationen zusammen zu stellen. Hier durfte ich mich austoben.

Projekte für die Tonne:
Ich habe gerade noch einmal meine Aufzeichnungen angeschaut. Ja, auch 2018 gab es Projekte für die Tonne – und einige die fast für die Tonne gewesen wären.

Fast für die Tonne:
Ich hatte mir im Frühjahr eine MAbinta genäht. Total toll, aber irgendwie saß sie zu eng. Ich hatte an mir Maß genommen und eigentlich komme ich immer mit einer 38 hin, aber hier war das Kleid an den Schultern und den Oberarmen einfach zu eng. Schade – es war für einen besonderen Anlass gedacht. Also nähte ich kurzer Hand die MAbinta noch einmal neu. Ich wollte dieses Kleid mit diesem Stoff an dem Tag tragen! Für Details hatte ich keine Zeit mehr, daher ohne Tasche und ohne Knopfleiste im Rücken.

Meine Schwester kam an diesem Tag zu mir nach Hause – sah das Kleid und fand es total toll! Kurzer Hand gab ich ihr das erste, noch ungesäumte Kleid mit und ein paar Tage später verkündete sie: „Fertig und passt perfekt!“. Also gerade noch an der Tonne vorbeigeschrabbt. 🙂

Ähnlich mit einer helltürkisen Jeans, die ich für meine Tochter genäht hatte. Eine MottiJeans – ich habe noch nicht einmal ein Foto davon. Ich habe genau vermessen und geguckt und gerechnet – wo nun mein Fehler lag, weiß ich echt nicht. Aber die Hose war dann an den Oberschenkeln und an der Hüfte zu eng. So ein Mist aber auch. Meine Nichte ist im gleichen Alter wie meine Tochter und ein Strich in der Landschaft mit Storchenbeinen. Ein Päckchen gepackt und ab damit. Zwei Tage später das Beweisfoto: passt perfekt! Wieder einmal Glück gehabt.

An meine Nichte ging dann auch ein „Versuch“: der Pulli/das Kleid „Multisleeve“ aus einer Ottobre. Ein Schnitt mit 4 Ärmeln. Wenn es als Kleid getragen wird, werden die unteren Ärmel um die Taille geknotet. Wenn es als Pulli getragen wird, werden die oberen Ärmel um die Schultern geknotet. Eine nette Idee – aber so überhaupt nichts für meine Tochter! Sie kam sich einfach doof damit vor. 🙂 Keine Fotos, wer Lust hat kann mal googlen.

Für die Tonne:
ich habe versucht, für meinen Mann die Unterhose „John“ zu nähen. Ich nahm eine seiner Hosen, trennte sie auf, nahm Mass und schneiderte drauf los. Nun ja – sie passte vorne und hinten nicht. 🙂 🙂 🙂 . An der wichtigsten Stelle war sie zu schmal, so dass kein Halt war, am Popo zu wenig Stoff und irgendwie so gar nichts geworden – daher auch kein Foto. Nun gut: die ist dann wirklich in der Tonne gelandet und ein Dutzend Unterhosen bestellt.

Besonderheiten in diesem Jahr:
Besonders ist, dass ich 2018 mehrmals für Silke von einfach SHO! Probegenäht habe. Ich liebe ihre Schnitte. Anfang des Jahres z.B. den SHO!Rolli – da habe ich gleich 3 genäht. Ich trage alle drei gerne.

Und gegen Ende des Jahres dann die SHO!Baggypants. Das war ein ganz besonderes Probenähen, weil es ein sehr aufwendiges Schnittmuster ist, wo sich viele Fehler rein schleichen können. Am Ende hat Silke eine perfekte Anleitung hingelegt, in der genau drin steht, wie die Fehler, die wir im Probenähen gemacht haben, vermieden werden können.

Zwei meiner Probehosen sind auch gleich in der Tonne gelandet, weil sie zu klein waren.

Und für fliederfarbenen Hose aus Lederjersey habe ich meinen ersten Shitstorm auf fb bekommen. Auch eine Besonderheit für mich. So niveaulos wurde noch nie ein Nähwerk von mir zerissen. Klar ist: der Schnitt polarisiert. Die einen mögen ihn, die anderen nicht. Das könnte man einfach so stehen lassen, einen Kommentar wie „gefällt mir nicht“ oder „würde ich nicht tragen“ drunter schreiben und dann weiter scrollen. Nun denn – in der fb-Gruppe werde ich erst einmal nicht mehr posten.

Eure Charla, die sich aber nicht beirren lässt und weiter das näht, was ihr gefällt.

Projekt 100 in 2018: Faltenkleid Fint

Ich liebe „Modal“ – auch wenn es manchmal schwierig ist, ihn zu vernähen. Er ist schön weich, dünn, angenehm auf der Haut und fällt sehr schön. Im Sommer habe ich es geliebt, T-Shirts aus Modal zu tragen.

Aber jetzt wo es kalt ist? Im Winter? Hhm… einfach zu dünn dafür. Und dann habe ich bei Trolinum gesehen, dass es „Modalsweat“ gibt. Grandios! Jetzt leider nur als Ringelmodalsweat. Ich aber habe den Modalsweat in Bordeaux, altrosa und navy bestellt, weil ich mir schon dachte, dass ich ihn absolut mögen würde.

Und so ist es auch: super schön weich, ein richtiges Streichelstöffchen. So dünn wie ein Sommersweat, aber er hat einen lockereren Fall. Ich meine, erst ist auch schwerer, aber trotzdem weich fließend. Ach, ich kann es nicht besser beschreiben.

Dass ich aus dem dunkelblauen – Entschuldigung – dass ich aus dem navy Stoff das Kleid „Fint“ aus dem lille-Magazin No. 2 nähen würde, war mir schon bei der Bestellung klar. Das Kleid wollte ich schon lange nähen – also eigentlich seit Herasugabe des Magazins. Nun hatte ich den perfekten Stoff dafür – also legte ich am 28.12.2018 los.

Ich muss zugeben, so richtig Lust zu nähen hatte ich an dem Tag nicht. Aber da ich vorher meine Aufzeichnungen durchgegangen war und schon einen Entwurf für meinen Jahresrückblick angefangen hatte, wollte ich noch unbedingt ein Projekt 100 haben! Das ist doch eine grandiose Zahl!

Das Kleid selbst ist im Grunde recht einfach zu nähen – wenn man einmal druchgeblickt hat, wie nun die Falte gelegt wird. An der Stelle wird mit Vlieseline unterlegt, so dass der Stoff dort nicht ausreißt – so ganz richtig plaziert habe ich sie nicht. Aber egal. Und dann wird der Beleg nach innen gelegt und oben an der Schulter und unten bei der Falte festgenäht – leider habe ich an der Falte nur den einen Beleg erwischt. Aber wenn ich ordentlich bügel bleibt alles dort so es sein soll.

Mir gefällt das Kleid ausgesprochen gut. Der Ausschnitt ist ein Hingucker, die Taschen sind sehr praktisch und die leichte A-linien Form liebe ich sowieso. Aber ich muss mir jetzt noch ein Top mit einem V-Ausschnitt zum Druntertragen nähen – so nur mit BH drunter kommt ganz schön viel kalte Luft von unten rein. 🙂

Eure Charla

Verlinkt bei lille.Lieb.LINKS #03/2019 (zwar kein Lillestoff, aber dafür das Schnittmuster), Frau-freut-sich-am-15-Januar-2019 , Linkparty Kleider und bei Nähzeit am Wochenende Januar/Februar 2019

Zweimal Tunika in Babygröße

Im Frühjahr hat eine liebe Freundin von mir ihre Tochter geboren – ich hatte so viel für das Baby nähen wollen, aber irgendwie sind es nur hin und wieder ein paar Sachen geworden. Zur Geburt das Babynestchen, im Sommer ein paar Hosen mit passenden Sabberlätzchen. Das war es dann aber auch schon. Dabei geht es doch ratz fatz für ein Baby was zu nähen: man braucht nur ein paar Seiten Schnittmuster zusammen kleben oder nur wenige Striche machen um es abzupausen. Ein paar Schnitte mit der Schere, ganz kurze Nähte, die man zusammen nähen muss und fertig.

So kam es mir auf jeden Fall vor, als ich die beiden Tuniken als Weihnachtsgeschenk nähte. Irgendwie hatte ich es nicht geschafft, diese vor Weihnachten zu nähen – da stand ja noch einiges andere auf meinem to-sew-Plan. Aber irgendwo werde ich die Tuniken doch rein schieben können … nun ja, ich habe sie dann am Vormittag des 2. Weihnachtsfeiertages genäht. Nachmittags kam dann meine Freundin mit Mann und Baby … 🙂 🙂 🙂

Die Tuniken sind aus dem Buch “ Babyleicht “ von Klimperklein, das ich meiner Freundin im letzten Jahr geschenkt hatte. Sie fand die Tuniken so süß, daher war klar, dass es die werden sollen.

Genäht in Größe 86 – und schon fast wieder zu klein. Das Babys aber auch immer so schnell wachsen müssen! Die Ärmel habe ich mit Bündchen genäht, das finde ich irgendwie praktischer. Kann man umkrempeln und besser hochschieben.

Stoffe sind von Lillestoff – Reste aus meinem Fundus.

Eure Charla

Verlinkt bei Bio-Linkparty 01/19 und bei den LilleLiebLINKS #2/19

Weihnachtsgeschenk für meine Patensohn

Weiter geht es mit den Weihnachtsgeschenken – auch wenn wir schon wieder Mitte Januar haben. Das geht immer so schnell!

Dass er wieder einen Pulli von mir bekommt war klar (nicht nur, das ist auch klar 🙂 ) – er und seine Mama sind meine treuesten Fans. Aber nun mit 10 Jahren wird es langsam schwieriger… Wenn mein Sohn mit 7 Jahren schon nur schwarz-grau-gedeckte-ja-nicht-bunte-und-auf-jeden-Fall-coole Pullis haben will, wird es bei ihm ja bestimmt ähnlich sein. Weihnachten 2017 hatte ich ihm diesen Pulli genäht – der war aus Fleece und wohl zu dick. Mein Patensohn ist eher einer dem es schnell zu warm wird. Also wählte ich einen leichten Strickstoff, den ich noch von meinem oversizeSHO!odie übrig hatte.

Welches Schnittmuster sollte ich nehmen? Wieder einen Herzbuben? Nee, mal was anderes. Ich wählte aus der Ottobre 4/2018 den Hoodie „Flames“ – vielleicht weil der mit den Flammen so cool aussah? Aber wohl eher, weil dieser erste Pulli, dem ich ihm nähte, auch so eine Astronautenkapuze hatte und er die damals total klasse fand.

Was ich an dem Schnitt total klasse finde: die Ärmel bestehen jeweils aus zwei Teile: einem Schnittteil „Vorderseite Ärmel“ und einem Schnittteil „Hinterseite Ärmel“. Bei vielen Raglanschnitten gibt es diese Unterteilung nicht und mir gefallen Raglanpullis oft nicht, weil die Schultern so runtergezogen werden. Nun weiß ich, dass es auch an den Schnittmustern lag: dadurch dass hier die Ärmel zweigeteilt sind, sind die Schultern schön rund ausgeformt – nichts plattes was runter gezogen wird. Einfach genial.

Aber genau das war mein Verhängnis… Ich schneide generell in doppelter Stofflage zu. Hier also auch. In doppelter Stofflage die „Vorderseite Ärmel“ und in doppelter Stofflage das „Hinterteil Ärmel“. Und lies beide Stoffstapel so liegen. Ich nähte dann also fröhlich die Bauchtasche auf, bereitete die Kapuze vor und kam dann zu den Ärmeln… Ich schnappte mir den einen Haufen und nähte oben die Naht zusammen, dann schnappte ich mir den anderen und nähte die Naht oben zusammen. Beide Nähte schön abgesteppt.

Dann wollte ich die Ärmel an das Vorderteil des Pullis stecken. Mhm… wo ist denn der Einschnitt was nach vorne kommt? Hä??? Warum ist der denn auf beiden Seiten??? Waren hinten zwei Klipse und ich habe nur einen geschnitten? Noch mal im Schnittmuster nach geguckt – nee, daran lag es nicht. Ich nahm mir den anderen Ärmel…mhm, gar kein Einschnitt… ??? Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: ich hatte Vorderteil an Vorderteil genäht und Hinterteil an Hinterteil. 🙂 🙂 🙂

Tja, was nun? Auftrennen war unmöglich. Alles schön abgesteppt, grauer Faden auf grauen Stoff, dazu dieser grobe Strickstoff – keine Chance. Ärmel komplett neu zuschneiden ging auch nicht, da ich absolut keinen Stoff mehr übrig hatte – es war so schon schwer genug gewesen, alle Schnittteile zusammen zu bekommen. Ich hatte dunkelgrauen Sweat der passte da er genau den gleichen Farbton hatte wie der Jersey den ich für die Innenkapuze verwendet habe. Aber davon hatte ich nur 50 cm – die ganzen Ärmel kriegte ich da auch nicht raus. Oh Mann, ich wusste nicht weiter und ging dann erst einmal schlafen.

In der Nacht hatte ich dann die Eingebung – wie so oft. Wenn ich ein Problem habe, schlafe ich eine Nacht drüber und am nächsten Tag ist alles nicht mehr so schlimm. So auch hier. Ich nahm mir beide falsch genähten Ärmel und die jeweiligen Schnittteile zur Hand. Und stellte fest, dass das vordere und das hintere Ärmelteil vom Bündchen unten bis über den Ellenbogen gleich waren. Erst dann unterschieden sie sich deutlich. Ich maß genau und hatte echt Glück: ich konnte den unteren Teil beider Ärmel weiter verwenden, nur die Schulterpartie musste ich neu machen. Und dafür konnte ich dann prima den dunkelgrauen Sweatshirt-Stoff nehmen. Dafür reichte er dann auch aus. Also schnitt ich beherzt das obere Ende beider Ärmel ab und schnitt die Schultern aus dem dunkelgrauen Sweat zu und nähte – diesmal richtig – jeweils ein Vorderteil an ein Hinterteil. Das wäre geschafft. Aus einer Eingebung heraus steppte ich den Stoff alle 1,5 cm noch ab – ich hatte das mal bei einer Lederjacke gesehen, die jemand mal gepostet hatte. Das sah cool aus. Und das Ganze kam dann an das untere Teil der Ärmel. Perfekt!

Mit dunkler Kordel und dunklem Bündchen sieht es doch aus, als sollte der Pulli genau so und nicht anders werden, oder? Noch etwas aufgepimpt mit SnapPap und Reflektorfolie und ein cooler Pulli ist fertig.

Soll ich euch was sagen: ich finde ihn so viel viel vieeeel besser als wenn die Ärmel einheitlich grau gewesen wären. 🙂 🙂 🙂

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Januar 2019, Nähen für Söhne und Kerle – Oberteile

SHO!Baggypants von einfach SHO! – einfach anders

Bei der SHO!Baggypants scheiden sich die Geister. Manche mögen sie überhaupt nicht – andere stehen total auf solche Hosen. Eins ist aber allen klar: die Schnitte von Silke von einfach SHO! sind einfach anders.

Ich habe ja schon einige Schnitte von Silke genäht und folge ihr regelmäßig. Daher habe ich den Probenähaufruf sofort gesehen und bin dran hängen geblieben. Mag ich das?

Ich bin auf einfach SHO! zu der Zeit gestoßen als im letzten Jahr die KnickerSHO!cker Probe genäht wurde. Die ersten Fotos mit Ankündigung wann das E-Book kommt. Ich war glaube ich die erste, die sich am gleichen Tag die Hose nähte und online stellte. Der Schnitt ist genial und ich liebe meine KnickerSHO!cker. Daher wollte ich die SHO!Baggypants diesmal auf jeden Fall mit nähen.

Es war ein echt spannendes Probenähen. Ich nähte insgesamt vier SHO!Baggypants, da die Stoffwahl und die Größe, die man bei der Hose näht, echt entscheidend ist, wie sich heraus stellte. Zwei meiner Probehosen waren echt nur Probehosen: welche Größe bei welchem Stoff? Die SHO!Baggypants ist für nicht dehnbare Webware ausgelegt. Wenn ein bißchen Elasthananteil dabei ist, muss man auf jeden Fall eine Nummer kleiner nähen. Silke hat in der Anleitung daher sehr genau geschrieben, welche Stoffe man verwenden soll, worauf man auf jeden Fall achten sollte und ist bei kniffeligen Stellen wie dem Hosenschlitz oder Anbringen der Gürtelschlaufen sehr detailliert drauf eingegangen. Fazit: die Anleitung ist einfach genial.

Und die Hose? Die ist auch genial, aber auch sehr gewöhnungsbedürftig. Dies hier ist meine erste, die ich genäht habe. Ich hatte sie nach dem Fotoshooting gleich angelassen – ich musste vor dem Abendessen noch einkaufen. Ich hatte das Gefühl, ich müsse die Hose immer hoch ziehen, dass sie rutscht. Was aber gar nicht sein kann: mit dem Gummiband hinten kann man die Hose ganz genau so eng nähen, wie man es braucht. Ein klein bißchen stärker das Gummiband dehnen, dann bleibt die Hose wirklich da, wo sie hin soll: auf den Hüftknochen! Das musste ich auch erst lernen: bei den ersten Probefotos kam der Kommentar: weiter runter!

Und jetzt? Jetzt ziehe ich diese SHO!Baggypants gerne an. Sie ist gemütlich und auch alltagstauglich: man kann damit Fahrrad fahren. Sie ist anders. Sie ist auf jeden Fall nicht langweilig… 🙂 . Das Outfit auf den Fotos ist mein Lieblingsoutfit dazu. Übrigens: das ist ein OversizeSHO!odie. 🙂

Und passt die Hose in meine Reihe „Ich nähe mir meine Basicgarderobe!“ Hier ein klares „Nein!“ Silkes Schnitte sind nicht Basic, die sind anders. Aber nur Basic-Klamotten im Schrank geht ja auch nicht. An manchen Tagen sind meine Basic-Sachen einfach das Richtige, je nach dem wie meine Stimmung ist und was an dem Tag ansteht. An anderen Tagen muss es ein außergewöhnliches Teil sein – das ist einfach SHO!

Eure Charla

Verlinkt bei „Du für Dich am Donnerstag #32″, bei „Das ist NEU“ und bei der „Sew La La Link Up Party #31

Zwei „Björt“-Svea-Maxi-Kleider

Weiter geht es mit den Weihnachtsgeschenken. Und ich entschuldige mich jetzt schon im Vorhinein: zwei rumalberne Mädels abends bei Kunstlicht und Lampen mit rotem Lampenschirmen und Weihnachtsbaumbeleuchtung vernünftig zu fotografieren ist so gut wie unmöglich!

Meine Tochter hatte sich (unter anderem) im Lillestoff-Lagerverkauf in Langenhagen den Sommersweat Björt von Tante Gisi ausgesucht. Ich habe euch in diesem Bericht schon davon berichtet. Sie wollte dass ich den Stoff mit gelb kombiniere, was ich mir so gar nicht vorstellen konnte. Und zu Hause merkte ich dann noch, dass auf der anderen Hälfte noch ein Pony war und nicht nur das Muster. Somit hatte ich nun ein Pony zu viel und Kombistoff zu wenig – daher blieb der Stoff erstmal liegen.

Irgendwann hatte ich dann die Idee, daraus zwei ähnliche Kleider oder Pullis zu nähen für meine Tochter und ihre 3-Monate jüngere Cousine, die am 1. Weihnachtsfeiertag zu Besuch war. Zwilling zu sein ist wohl bei 9 und 10-jährigen Mädchen total „in“.

Ich suchte nach Kombistoffen, suchte nach Schnittmustern und hatte so gar keine Idee. Weiß für Klamotten für meine Tochter ist sehr ungünstig. Das eine Pony hat ein bißchen hellblau dabei – sollte ich das aufgreifen? Wie kann man das Panel schön präsentieren? Ich war total einfallslos. Ich sah Nähbeispiele, wo das Panel im Oval auf den Pulli drauf appliziert wurde – an der Idee blieb ich länger hängen, war aber auch damit nicht so ganz glücklich.

Letztendlich guckte ich mir dann alle meine gekauften Schnittmuster auf meiner Festplatte an – soviele, die ich noch nie genäht hatte! Und blieb bei „Svea Maxi-Kleid“ von Smalino hängen. Es sieht ein wenig so aus, als hätten die Mädels einen kurzen Bolero über einem Shirt an und einen farblich dazu passenden Rock. Fand ich ganz witzig , daher war der Entscheidung gefallen.

Kombistoffe zu finden war nun auch einfach, weil ich nicht mehr einkaufen gehen konnte und meinen Stoffvorrat plündern musste. Von dem lila Sommersweat hatte ich ganz viel, das reichte locker für das eine Kleid. Roten Sommersweat hatte ich auch ganz viel – aber das war mir zu viel rot. Such, kram, was für Sommersweat hatte ich denn noch? Übrig blieb der dunkelblau, den ich dann auch verwendete. Passende Bündchenstoffe fanden sich auch noch ein – bei dem lila Sweat etwas bunt, aber ich wollte das hellblau von dem Pony aufgreifen.

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Januar 2019 und LilleLiebLinks #52/2018