Neue Unterhosen braucht die Tochter

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich dieses Dutzend Unterhosen für meine Tochter genäht. Allesamt wurden regelmäßig getragen und die Anzahl war genau richtig. Ein paar waren immer in der Wäsche, ein paar im Schrank und ein paar unweggeräumt irgendwo – entweder ungewaschen auf dem Boden, oder gewaschen und aus dem Trockner gefischt, aber noch in einem sauberen Berg von Wäsche auf der Arbeitsplatte über dem Trockner…

Hier die neuen mit „rosa“:IMG_20180217_122112 mlNun merkte ich seit einiger Zeit – vor Weihnachten schon – das sich die Figur meiner Tochter – 9 Jahre wohl gemerkt! – ändert. Sie ist ein bißchen größer geworden und schwerer, ganz klar. Aber auffällig ist, dass sie in der Taille von Februar 2017 bis Januar 2018 nur 2 cm zugelegt hat, an der Hüfte hingegen im gleichen Zeitraum 4 cm. Doppelt so viel. Hört sich jetzt nicht viel an, aber man merkt und sieht es deutlich. Und vor allem merkt man das an ihren Unterhosen, weil die ja auf der Hüfte sitzen und nicht in der Taille! Die Dinger sind eindeutig zu klein geworden!

Hier die neuen in „bunt“:IMG_20180217_122004 mLAlso: neue müssen her. Wieder der Ms. Girly-Schnitt aus der Ottobre 6/2016. Der hat gut gepasst und war leicht zu nähen. Das einzige auf das man aufpassen muss, ist die Größe! Genau nach Hüftmaß nähen, nicht nach der eigentlichen Größe die getragen wird, sonst passt es nachher nicht. Daher hatte ich im vergangenen Jahr die Doppelgröße 116/122 genäht – meine Tochter hatte damals die Hüftweite der Größe 116! Wo sie sonst 134 getragen hatte. Aber die Hosen passten perfekt.

Hier die neuen mit „blauen Band“:IMG_20180217_122210 mLAlso nahm ich diesmal auch wieder genau Maß. Mhm, sie liegt mit 74 cm knapp vor der Größe 140 mit 75 cm. Aber da es Doppelgrößen sind, hätte ich dann 140/146 nähen müssen – das war mir dann doch zu viel. In einem Jahr so viel größer nähen? Ich nähte daher die erste Probegröße in Größe 128/134, die Hüftweite von 134 ist laut Tabelle 72 cm. Und was ist? Zu klein! Da kann man mal sehen, wieviel diese 4 cm Hüftzuwachs bedeuten!

Also: Probehose Nr. 2, diesmal in Gr. 140/146. Diesmal nahm in unten am Beinausschnitt ein klein wenig Stoff weg, da war bei der ersten Probehose etwas zu viel. Aber irgendwie saß sie nicht perfekt. Oben am Saum war sie zu weit, von der Stoffmenge war es okay, aber unten am Beinausschnitt und im Schritt war einfach immer noch zu viel Stoff. Also: die entsprechenden Änderungen direkt im Schnitt vorgenommen, an der Seite doch noch ein wenig weggeschnitten, damit sie ein bißchen strammer sitzt und Probehose Nr. 3 genäht.

Ja, jetzt war sie ganz gut. Ich habe in der Höhe noch einen Zentimeter weg geschnitten und los ging die Serienproduktion: erst alles zuschneiden, dann alles stecken und den Zwickel hinten an nähen. Dann alle gerollt und geklappt und das Vorderteil angenäht. Dabei habe ich dann jeweils auch die Seiten geschlossen. Als alle Hosen schon als Hosen zu erkennen waren, habe ich mir dann immer eine geschnappt und diese zu Ende genäht, d.h. Falzgummi in Ringe genäht, an den Beinausschnitten und oben am Saum gesteckt und mit ZickZack-Stich festgenäht. Das blaue links ist etwas breiter und war daher besser zu nähen. Hatte ich aus einem anderen Laden als das dünne rechts.

Zum Schluss noch auf jede Hose vorne aus einem kleinen Streifen Jersey eine Schleife drauf genäht zum Erkennen, wo vorne ist – den Tipp hatte ich aus einer Nähgruppe. Meine Tochter hatte ihre Hosen oft immer falsch herum an. 🙂

Fertig.
Nun hat meine Tochter ein Dutzend neuen Unterhosen im Schrank.

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Februar 2018, Made4Girls Februar 2018, Wir machen klar Schiff-Restelinkparty und Nähzeit am Wochenende

Meine ersten selbst genähten Mützen!

Das ist doch kaum zu glauben, oder? Ich habe am 2. Weihnachtsfeiertag die ersten beiden Mützen meines Lebens genäht – nach fast 3 Jahren Nähen! Andere fangen damit an, Mützen und Loops zu nähen – ich hatte mit diesem Blumenkindkleid für meine Tochter angefangen 🙂 🙂 🙂Nun hatte ich ein bißchen von dem blau-rot gestreiften Stoff für ein T-Shirt vernäht, mein Sohn sah ihn und sagte: „Davon will ich eine Mütze!“ Weil er vor Weihnachten immer mit einer Weihnachtsmütze durch die Gegend gerannt ist und die nach Weihnachten ja nicht mehr so passend ist, versprach ich es ihm gleich. Er hat zwar noch eine (!) andere (Asche auf mein Haupt, Anfang Dezember gekauft als es plötzlich so kalt wurde), aber Mützen werden ja gerne mal schnell irgendwo vergessen.

Und natürlich wollte meine Tochter auch gleich eine, sie suchte sich auch sofort einen Stoff aus.

Für mein Sohn schwebte mir gleich so eine Fliegermütze vor Augen: mit Stirnklappe und langen Ohrenklappen:Ich googelte ein bißchen und zeigte ihm ein paar Beispiele. Bei der Mütze Freiflug-Rockers von Mamahoch2 sagte er sofort „Ja, so eine!“. Ich lass mir die Anleitungen durch, fand es toll, dass man die Wintermütze so schön variieren kann. Die Mütze ist für dickes Innenfutter ausgelegt und es war klar, dass ich das gleiche Teddyfutter nehme, den ich für seine Winterjacke verwendet hatte. Er ist den Rest des 2. Feiertages hier im Haus mit der Mütze rum gelaufen. 🙂Anschließend kam meine Tochter an die Reihe. Ich zeigte ihr die Version (Nordish Rockers von Mamahoch2), die ich für sie nähen würde: kürze Ohrenklappen, dafür mit geflochtenen Bändern und ohne Stirnklappe. Fand sie toll.

Passender Weise hatte ich farblich passende Reste gefunden, aus denen ich die Bänder flechten konnte – ein wenig lang vielleicht, aber dafür schön zum Rumspielen. Sie hat schon eine Mütze in der gleichen Form (eine alte von mir), bei der sie die Bänder in der Schule immer aufflechten und wieder zusammen flechten.Und damit starte ich das neue Jahr gleich mit dem Verlinken bei den Dienstags-Link-Partys.

Eure Charla

Verlinkt bei creadienstag #312, DienstagsDinge #01/18, Made4Girls Januar 2018 und Kiddikram Januar 2018 (HoT und Made4 Boys machen noch Urlaub)

Noch einmal: Shädow Love Änimals

Weiter geht es mit den Weihnachtsgeschenken – und mit den Shädow Love Änimals. Wie gesagt: ich finde die Motive so toll, dass ich mich etwas ausgetobt habe. Die Motive gibt es seit kurz vor Weihnachten von Daddy2Design im Glueckpunkt.de Shop.Das Schnittmuster „Parachute“ ist aus der Ottobre 6/2016 – endlich konnte ich es auch nähen!!! Ich bin nämlich bei FB in der Ottobre-Näh-Gruppe. Tolle Beispiele nur von Ottobre-Modellen – und hilfreiche Tipps, wenn man mal nicht weiter kommt. Als im vergangenen Winter die Ottobre 6/2016 heraus kam, wurde die Gruppe mit „Parachutes“ überschwemmt.Ein tolles Schnittmuster: ein Kleidchen/Tunika mit angsetztem Rockteil/Schößchen, das hinten vorne länger ist als vorne. Süß – aber nur bis Größe 122. Und somit nicht passend für meine Tochter mit Größe 140/146.

Aber dann kam Weihnachten und die Weihnahtsgeschenke für meine Patenkinder – und damit auch ein Geschenk für die kleine Schwester. Also war klar: die kriegt eine Parachute-Tunika.

Als ich mit nähen fertig war, fand ich sie doch arg weit – und das Mädchen ist doch eher schmal… mhm… also nahm ich an den Seiten jeweils gut 1,5 cm weg. Oho! Ist die jetzt zu schmal?? Nach Weihnachten kam die erlösende Nachricht mit Handyfoto: alles super, alles passt und gefällt!

Die Katzen aus der Shädow Love Änimals Serie sind diesmal wahrscheinlich recht eindeutig zu erkennen, oder? Die Schnurhaare sind von Hand aufgesteppt, könnten aber auch mit der Maschine genähmalt werden:Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Dezember 2017, Made4Girls Dezember 2017

Shädow Love Änimals: „Ich bin ein kleiner Pinguin …“ nein, zwei!

Weiter geht’s mit einem Shädow Love Änimal aus der ersten Serie von Daddy2Design. Ein weiteres Weihnachtsgeschenk.Ich habe hier einen glitzernden Stricksweat (oder was genau das für ein Stoff war) zum Applizieren genommen. Ich fand den Stoff so passend für den Pinguin. Da er an den Seiten ausriebelte, konnte ich das kleine Auge daraus nicht applizieren, also habe ich einen 8mm Druckknopf dafür genommen. Gefällt mir ausgesprochen gut die Idee.

Der Pulli Herthas Nichte, der schon ewig auf meiner Festplatte schlummerte, kam endlich zum Einsatz. Ich war auf der Suche nach einem schlichten Pullischnitt, damit der Pinguin schön zum Einsatz kommt, aber auch wieder nicht so ganz schlicht, damit der Pulli auch nicht zu langweilig ist. Ich fand Herthas Nichte mit den geschwungenen Seitennähte perfekt. Abgesteppt habe ich alle Nähte mit einem Zierstich, der ein bißchen wie eine Schneeflocke aussieht. Das passt perfekt zum Motto finde ich.

Habt ihr euch schon die anderen Motive angeschaut? Nein? Dann husch husch rüber zu Daddy2Design im Glueckpunkt.de Shop . Denkt an das tolle Familienherz zum Plotten als Freebie!

Eure Charla

Verlinkt bei creadienstag #311, DienstagsDinge #52/17, Kiddikram Dezember 2017, Made4Girls Dezember 2017

Shädow Love Änimals: Schäferhund oder Wolf?

Kennt ihr Holger von Daddy2Design schon? Nein? Ich kannte ihn bis vor einigen Wochen auch noch nicht. Damals sah ich einen Aufruf nach „Probeapplizierer“ – ganz tolle Motive, die fand ich süß, die wollte ich gerne applizieren. Gemeldet, genommen und seitdem appliziere ich was das Zeug hält. Fast alle meine Weihnachtsgeschenke habe ich mit Holgers Designs verschönert – ich stelle sie euch nach und nach vor. Apropos: hatten ihr einen schönen heiligen Abend und einen schönen 1. Feiertag? Kann man noch „frohe Weihnachten“ wünschen?

Jetzt darf ich meine Weihnachtsgeschenke endlich zeigen: zum einen, weil sie von ihren neuen Besitzern ausgepackt und für gut befunden wurden, zum anderen, weil die Designs von Daddy2Design erst seit kurz vor Weihnachten  im Glueckpunkt.de Shop erhältlich sind. Als Plott oder als pdf zum Applizieren.

Die neue Serie „Shädow Love Änimals“ ist einfach klasse. Sich umarmende Tiere nur in positiv-negativ gezeichnet oder Tiere, die eng aneinander kuscheln, auf die gleiche Art und Weise designt. Nicht bei allen Tieren funktioniert das Umarmen, daher das Kuscheln. Genauso süß! Inzwischen gibt es drei Serien davon mit jeweils 4 oder 5 verschiedenen Tieren.

In Serie 1 sind u.a. diese zwei Schäferhunde. Oder zwei Wölfe? Egal, eins von beiden.Einfach, aber doch genial durchdacht. Einfach zu applizieren alle male. Und einfach nur klasse! Ich liebe alle Shädow Love Änimals die es bisher gibt – und ich werde auch noch mehr applizieren, keine Frage.

Genäht habe ich einen Hoodie aus Bio-Baumwolle-Fleece von Albstoffe, den ich bei Grelu Stoffe gekauft habe. Total toll zum Anfassen ist der Stoff! Ich habe mich im Laden gleich in ihn verliebt.Das Schnittmuster ist „Salty Wind“ aus der Ottobre 4/2017, allerdings ohne Taschen und ohne Reißverschluss. Da mein Patensohn, für den ich dieses Weihnachtsgeschenk genäht habe, ein schmaler Bursche ist, habe ich das Schnittmuster zusätzlich auch noch schmaler genäht.

Und? Seid ihr gespannt auf die anderen Motive? Entweder abwarten: ich habe noch drei andere appliziert – oder rüber zu Daddy2Design im Glueckpunkt.de Shop huschen. Dort gibt es auch gerade ein ganz tolles Familienherz zum Plotten als Freebie!

Eure Charla

Verlinkt bei Ich-näh-Bio#38, Biostoff-Linkparty Dezember, Kiddikram Dezember 2017, Made4Boys Dezember 2017

Zorian: meine erste gefütterte Winterjacke!

Holla die Waldfee – das Teil hat Nerven gekostet! Dabei stand gleich als erstes in dem Beitrag „eine richtig dicke kuschelige Winterjacke selber nähen“ von Farbenmix, an den ich mich im Wesentlichen orientiert habe: „eine Winterjacke selber nähen ist nicht schwer!“ Nun ja – ich habe zum Schluss nur noch getrickst, geschoben, gepfuscht was das Zeug hält. Aber psst!!! Das weiß ja keiner 🙂 . Und jetzt: uff, fertig! Gott sei Dank!

Noch einmal ein kleiner Rückblick: diese Winterjacke „Zorian“ von Farbenmix habe ich im Rahmen des Herbstkind Sew Along 2017 von Klararabella begonnen und den Werdegang schon in zwei Beiträgen (hier und hier) aufgezeigt. Wegen Krankheit habe ich das Finale verpasst – und hätte da auch noch gar keine Winterjacke zeigen können, nur Einzelstücke. Nun präsentiere ich euch die fertige Jacke in diesem Beitrag ganz exklusiv!Ich Blödian musste natürlich meine erste gefütterte Winterjacke, mit Teddylüsch und Thinsulate als Zwischenlage, auch noch von oben bis unten besticken und betüddeln und mit Reflektorfolie bebügeln und Webband aufnähen. Er soll doch im Dunklen schön leuchten:Dabei hatte ich die ganze Zeit gedacht: die Jacke wird zu eng! Und habe dann stundenlang gestickt und betüddelt… anstatt erst einmal ein einfaches Modell zu testen. Oh Mann, wenn sie nun wirklich zu eng geworden wäre!! ??

Ich habe mit dem Zusammennähen der Außenjacke begonnen – und dabei spontan die glorreiche Idee gehabt, meine extrabreite Nahtzugabe von 1,5 cm nur 0,7 cm breit zu nähen – damit die Jacke ja nicht zu eng wird! Ja, ich weiß, so etwas macht man nicht! Tja, am Kragen hat es sich dann auch gerächt: plötzlich war das Kragenschnittteil nicht lang genug. Also neu zuschneiden, ca. 6 cm länger… Irgendwie an die Jacke genäht – ob der Bogen nun richtig ist oder nicht, war egal, Hauptsache dran. Sieht ja keiner! 🙂 Jetzt hat die Kapuze unten eine schöne lange Lasche zum Zuknpfen:Als nächstes dann die Innenjackenschnittteile mit den Schnittteilen aus Vlies verbinden und als ein Stück weiter vernähen. Okay. Meine Overlock streikte: zu dick! Also brav mit der Nähmaschine zusammen genäht. Hier habe ich mehr Nahtzugabe dazu gegeben, damit die dicke Innenjacke auch in die Außenjacke rein passt. Nahtzugabe umgeklappt und abgesteppt. Versäubert habe ich nicht: erstens liegt alles Innen und zweitens habe ich ja noch abgesteppt.

Die Ärmel sind aus glattem Steppstoff, damit die Arme schön rein flutschen. Diese habe ich auch noch einmal mit Vlies gefüttert – lange habe ich überlegt, ob das nicht zu dick wird, aber zu dünne Ärmel an einer Winterjacke sind ja auch doof! Außderm ist das ja ein Winterjackenschnitt der extra weit ausfällt, damit sie eben schön gefüttert werden kann. So. Also. Rein mit dem Vlies, zusammen genäht, fertig.

Das Wenden war dann auch wieder ein Kapitel für sich: ich habe wohl die Wendeöffnung etwas knapp bemessen. Quetscht, stopf, irgendwie muss das doch passen…... und tatata da: plötzlich lag eine Winterjacke mit kuscheligem Teddyplüsch vor mir! Mein Sohn wollte sie natürlich sofort anprobieren, jetzt so wie sie war ohne Ärmelbündchen. Auch gut, dann konnte ich gleich mal die Länge der Ärmel abmessen.

Jacke an – Sohn nicht mehr gefunden! 🙂 🙂 🙂 Er verschwandt total in der Jacke. Und ich hatte Sorge, sie wäre zu klein!!! Hihi, wie kam ich denn auf so etwas 🙂 🙂 🙂
„Ein bißchen groß ist die Jacke aber schon, Mama!“
Nun ja, dann passt sie im nächsten Winter auch noch!Ärmel waren dafür perfekt – er hat lange Arme. Schnell noch Bündchen einnähen – noch einmal durchlesen, wie das geht und dann hat es erstaunlicherweise gut geklappt.

Jacke fertig.
Fehlte nur noch die Kapuze.
Ein Tag später.
Zwei Tage später.
Eine Woche verging.
„Mama, wann nähst du denn meine Kapuze?“
Grmpf.

Ich hatte irgendwie keine Lust mehr, die Jacke fertig zu machen! Geht euch das auch manchmal so? Man macht sich voller Elan ans Werk, überlegt, macht und tut – und dann wirds bei der Umsetzung holperig, irgendetwas ist nicht so ganz richtig, so super toll gefällt einem dann das entstehende Werk doch nicht … und dann ist die Luft raus.

Okay, so geht das ja nicht, blockiert mich total so ein unfertiges Stück hier liegen zu haben. Also ratz fatz Kapuze fertig nähen, Druckknöpfe anbringen und nun ist meine erste gefütterte Winterjacke wirklich komplett und total FERTIG!

Noch zwei Anmerkungen:
Erstens: das Bündchen unten am Saum wird auf „interessante“ Art angebracht: am Ende rund geschnitten und ein paar Zentimeter vom Reißverschluss beginnend angenäht. Wie das aussieht seht ihr auf diesem Foto:Das Ergebnis ist, dass das Bündchen nach innen umklappt, die Jacke daher von unten etwas luftdicht ist und daher eine sehr praktische Lösung. Um den Effekt richtig gut zu haben, hätte ich das Bündchen noch enger nähen können:Und zweitens: diesen Beitrag habe ich bis hierhin schon vor 6 Wochen geschrieben. Ich hatte einfach keine schönen Fotos bekommen: er trägt die Jacke jetzt oft – aber erst seit 2 Wochen oder so. Vorher war sie einfach noch viel zu warm! Und wenn er sie dann anhatte, konnte ich keine Fotos machen, weil er den Schulranzen aufhatte. Daher kann ich euch jetzt folgende Tipps geben:

  1. Outdoorstoff, Thinsulate und Teddystoff ist wirklich sehr warm, Temperaturen um die 0 Grad und etwas drunter übersteht er damit locker. Nicht geeignet für um die 7 Grad / 8 Grad mit Rumrennen auf dem Schulhof .
  2. Reflektorfolie auf Outdoorstoff hält auch trotz aufbügeln nicht wirklich gut. An mehreren Stellen ist die Folie eingerissen und dann auch abgerissen. Ich hatte sie ja extra noch festgenäht, aber eingerissen ist sie trotzdem.
  3. An einer Winterjacke braucht man eine Öse, an die man die Handschuhe festhaken kann. Die Öse habe ich nachträglich angebracht – zum Glück waren die Taschen dafür perfekt geschnitten.Hier zwei Fotos, leider kann man nur schlecht erkennen wie es gemeint ist:
  4. Und eine Winterjacke braucht ganz große Taschen, wo man die Mütze reinstecken kann ohne dass diese rausfällt.
  5. Druckknöpfe an Kapuzen sind doof. Beim Fangen und Fußballspielen geht die Kapuze immer ab, weil irgendjemand dran zieht. Daher wollte mein Sohn die Jacke kurzzeitig auch nicht mehr anziehen – so ohne Kapuze war doof. Daher habe ich sie nachträglich festgenäht – man sieht hier die Naht über den Druckknöpfen. Viel besser!

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram Dezember 2017, Made4Boys Dezember 2017, Handmade on Tuesday #130 und creadienstag #309

Geburtstagsshirt „der schüchterne Paul“

Für das diesjährige Geburtstagsshirt meiner Tochter wollte ich mal was anderes machen. Keine applizierte Zahl – ich denke, ab einem gewissen Alter kommt das beim Geburtstagskind nicht mehr gut an. Aber so ganz ohne Zahl… ? Hhm, das wollte ich auch nicht. Daher kam ich auf diese Idee mit dem Schriftzug und der Sprayfarbe in rot und lila.Die Marabu Sprayfarbe habe ich schon seit 2 Jahren hier liegen – und noch nie verwendet. Irgendwie fehlte mir immer die Inspiration und die Zeit. Meistens müssen die von mir für die Kids genähten Sachen schnell fertig werden, weil ich ganz plötzlich feststelle, dass genau solch ein Teil fehlt.

Ich habe hier einen hellgrauen Sommersweat mit Glitzer von Lillestoff verwendet, der bei meinen Collegejacken oft für die Ärmel herhalten musste. Durch das Spray kommt der Glitzerton noch doller heraus – ein toller Nebeneffekt, mit dem ich nicht gerechnet habe. Die Buchstaben habe ich am Computer erstellt, ausgedruckt und dann auf selbstklebendes Stickvlies durchgepaust. Die ausgeschnittenen Buchstaben habe ich dann auf die rechte Seite des Stoffes geklebt und losgesprüht. Da das Stickvlies ja eigentlich nur Papier mit Klebeschicht ist, ist an manchen Stellen, wo ich zu dick gesprüht hatte, die Farbe durchgesuppt – aber ich finde das nicht schlimm.

Das Schnittmuster ist zusammen geschustert aus dem altbewährten „Paul“ von Pattydoo und dem Shirt „Shy Eye“ aus der Ottobre 6/2016. Der Paul passt meiner Tochter momentan in Größe 140, aber nur an Armen, Schultern und Brust. An der Hüfte ist es jetzt zu knapp geworden. Daher wollte ich hier das Shirt etwas ausstellen und gut ist. Auf der Suche nach einem neuen perfekten Schnitt für meine Tochter blätterte ich trotzdem noch alle meine Ottobre-Ausgaben durch und blieb an dem Shirt „Shy eye“ hängen: ein Hängerchen mit Rüschen unten. Sieht schön aus – aber für meine schlanke Tochter bestimmt zu weit. Ich nahm also den oberen Teil von Paul, 2 cm unter der Achsel schnitt ich wie beim Shy Eye in A-Linienform zu, aber nicht ganz so breit wie im Original. Für die Rüsche pauste ich das entsprechende Schnittmusterteil aus der Ottobre ab.

Den runden Ausschnitt oben hinten, der auch im Original vorhanden ist, schnitt ich einfach freihand. Ja, leider eine kleine Falte drin …Leider musste ich beim ersten Anziehen den Streifen oben durchschneiden und nachträglich einen Knopf annähen: zu eng.

Wie oft bei der Ottobre ist bei diesem Shirt nämlich eine Streifenversäuberung vorgesehen. Diesmal machte ich es auch so, da der runde Ausschnitt hinten sonst nicht schön versäubert werden konnte. Dabei bedachte ich nicht, dass ich oben herum ja „Paul“ verwendet habe und „Paul“ hat oben herum einen recht engen Ausschnitt, der auf Bündchen ausgelegt ist…. Nun denn, anziehen konnte sie es dennoch, auch wenn sie es an ihrem Geburtstag hinten offen tragen musste.

Eure Charla, die nun froh ist, wieder einen Kindergeburtstag hinter sich gebracht zu haben.

Verlinkt bei LilleLiebLinks #49/2017, Ich-näh-Bio #38/17, Biostoff-Linkparty Dezember, Kiddikram Dezember 2017 und Made4Girls 2017

Schlafanzüge für die Kinder

Ich hatte vor gar nicht so langer Zeit jeweils zwei Schlafanzüge für meine Kinder genäht – diese und diese hier. Huch!!! Das war ja im April 2016!! Nicht gestern – so etwas aber auch! Die Zeit rennt.

Nun gut, ich muss auch zugeben: die Schlafanzüge sind schon seit längerer Zeit zu klein! Aber ob die Hose jetzt bis zum Knöchel geht oder eine handbreit drüber aufhört (oder etwas mehr als handbreit 🙂 ) ist bei einem Schlafanzug ja nun nicht wirklich sooo schlimm… Und ja, dass der Rücken blank ist, ist schon doof, aber es war ja noch nicht sooo kalt …

Okay, jetzt kommt der Winter, das Oberteil muss den kompletten Rücken bedecken und die Hose bis zu den Füßen reichen. Also ran an die Maschine: wieder jeweils zwei Schlafanzüge genäht. Ich habe hierfür keine neuen Stoffe gekauft, sondern nur das verwendet, was in meinem Stoffregal herum lag.

Dieser rote Herzchen-Schlafanzug sollte ursprünglich mal ein Sommerkleid werden. Es stellte sich dann aber heraus, dass meine Tochter doch nicht soo gerne Kleider trägt, daher kam es nicht dazu.Ich nahm die gleichen Schnittmuster wie vor eineinhalb Jahren: als Hose die Day&Night-Hose von dem Schlafanzug von nEmadA (jetzt Klararabella), allerdings ist nur die orangene nach dem Schnittmuster. Die anderen drei Hosen habe ich weniger „pumpig“ gemacht und zum Knöchel hin an den Seiten was abgeschnitten. Da die Hosen weit ausfallen, habe ich sie jeweils eine Nummer kleiner genäht als gebraucht, dafür in der Länge jeweils 3 cm dazu gegeben. Die Hosen vom Sohn sind Größe 122/128, in der Länge 134, die von der Tochter 134/140, in der Länge sogar 3,5 cm dazu. Und was soll ich sagen? Ich hätte noch einmal 3,5 cm dazu geben sollen!!! Ich wußte ja, dass sie gewachsen ist, aber doch nicht gleich sooo viel!!! Die alten Hosen waren wirklich schon nur noch 7/8-Länge, aber nun sind die Hosen 10 cm länger und immer noch zu kurz!!! Ist das Kind denn nur an den Beinen gewachsen oder was? Nun gut, ich lass es jetzt so, ist ja nur ein Schlafanzug, aber ein bißchen unbefriedigend ist es schon.

Diesen Stoff hat sich meine Tochter mal bei Lillestoff im Lagerverkauf ausgesucht – aber für ein Shirt fand ich es nie passend. Mit 8 Jahren? So als Schlafanzug gefällt er mir:Das Oberteil ist wieder der „Paul“ von Pattydoo, ein altbewährte Oberteil bei uns – sowohl für Sohn, als auch für Tochter – bisher! Meinem Sohn passt es nach wie vor super, er ist inzwischen bei Gr. 134 angekommen. Meine Tochter braucht bei dem Shirt jetzt Gr. 140, aber so langsam muss ich nach einem anderen Basisschnittmuster für sie suchen. Sie wird am Samstag 9 Jahre alt und der „Paul“ sitzt an den Schultern und am Oberkörper so gut wie immer – aber an der Hüfte zu stramm! Huch!!! Ist es schon so weit??? Wird ihre Figur jetzt schon weiblicher mit Taille und Hüfte und so?? Uäähh, sie ist doch noch mein Baby!!!

Der Baustellenstoff liegt auch schon eine Weile herum – irgendwie inzwischen auch zu uncool… Aber eigentlich finde ich den Stoff jetzt so vernäht richtig schön. Das Oberteil könnte auch als Shirt durch gehen.Ich habe an den Ärmeln und am Bauch jeweils Bündchen dran genäht, damit es schön dicht und kuschelig anliegt. Lang genug sind sie auch: der Rücken ist schön bedeckt. Alles in allem also doch ein gelungenes Projekt.

Der letzte Schlafanzug, den ich als erstes genäht habe, gefällt mir am wenigstens (nicht nur wegen der schlechten Fotos (ich konnte weder die Farbe gut fotografieren noch das Motiv – meine Kamera hat nicht aufgehört sich scharf zu stellen, weil sie immer ein anderes Motiv fokussiert hatte)). Der Stoff gefällt mir gar nicht mehr – zu babyhaft, liegt ebenfalls schon eine Weile hier rum. Und braun ist so überhaupt nicht meine Farbe – das braun-weiße Bündchen hatte ich passend zu dem Stoff gekauft, aber ich werde wohl keine weitere Verwendung für den Rest finden. Aber was soll’s: meinem Sohn gefällt er, also ist alles gut.

Die Motivstoffe sind überwiegend von Lillestoff – alle GOTS-zertifiziert – nur der Baustellenstoff ist wo anders her. Bei den Unistoffen ist auf jeden Fall der orangene ein Lillestoff – bei den anderen bin ich mir nicht sicher. Der braun-weiß gestreifte Bündchenstoff ist von Lillestoff, der türkise und der hellgrau-hellblau gestreifte von Albstoffe. Und damit geht es jetzt ab zu den LilleLiebLinks und zur den Bio Link Partys.

Eure Charla, die mitten im Weihnachtsgeschenketrubel ist

Verlinkt bei LilleLiebLinks #47/17, Biostoff-Link-Party November 2017 , Ich-näh-Bio #37, Nähzeit am Wochenende November 2017 und Kiddikram November 2017

„Monstersurprise rosa“

Natürlich konnte ich nicht nur den blauen Monstersurprise kaufen – wenn das eine Kind etwas bekommt, will das andere Kind in der Regel auch etwas. Meist komme ich ja drum herum, genau das Gleiche nähen zu müssen aus genau dem gleichen Stoff – es reicht, dass ich etwas für das eine Kind nähe und direkt danach etwas für das andere.

Hier aber war klar: Monstersurprise roas musste auch her! Und diesmal wollte meine Tochter auch einen Hoodie!Ich wählte das gleiche Schnittmuster „Salty Wind“ aus der Ottobre 4/2017, ohne Reißverschluss und mit Bauchtasche in Größe 146. Ich habe den Hoodie etwas tailliert, indem ich an den Seitenkanten einen leichten Bogen geschnitten habe.

Ich saß hier länger an der Stoffwahl. Die pinken Bündchen mussten mit rein, die haben genau die gleiche Farbe wie das eine Monster. Und der Stoff liegt hier schon seit 2 Jahren rum und fand nie seine Bestimmung. Aber daher konnte ich keinen der anderen zwei pinken Stoffe nehmen, die ich noch hatte. Die waren ein ganz anderer Farbton. Also rosa für die Innenkapuze, passt ja auch ganz gut. Und an den Ärmeln? Eine weitere Farbe in der Mitte musste mit rein weil ich zu wenig von dem Monstersurprise hatte. Schwarz? Hhm, passt zwar, fand ich aber zu krass. Dann auch schwarz in die Innenkapuze? Nee, mit dem Schwarz konnte ich mich nicht so anfreunden. Lila an den Ärmeln? Ich hatte knalllila Sweat – aber eigentlich war der zu dunkel. Irgendwie war ich nicht glücklich und ging dann abends unverrichteter Dinge ins Bett. Oft muss ich über so eine Entscheidung eine Runde schlafen.Und siehe da: in der Nacht fiel mir ein, dass ich doch noch von dem helllila Sweat ein Reststück haben müsste, aus dem ich diese Kuscheljacke genäht hatte. Und der Farbton müsste ganz gut zu dem anderen Monster passen! Gesucht, gefunden, genommen.Zuerst wollte meine Tochter keine Tasche – was ganz gut war, weil ich von dem Monstersurprise Stoff nichts mehr übrig hatte: bei Größe 146 kam ich gerade so mit 70 cm Stoff aus, aber eine Bauchtasche war diesmal nicht mehr mit drin (im Gegensatz zu diesem Bruder-Hoodie). Meine Tochter hatte sich dann aber noch um entschieden – also habe ich im Nachhinein eine helllila Tasche drauf gesetzt. Nun gut, geht ja auch.

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram November 2017, Made4Girls November 2017, Ich-näh-Bio #37, Biostoff-Linkparty November 2017 LilleLiebLinks #47/17 und Nähzeit am WochenendeNovember 2017

„Monstersurprise blau“

Als ich den Stoff in der Vorschau gesehen habe, war klar: sobald der in Langenhagen beim Lagerverkauf von Lillestoff erhältlich ist, kaufe ich ihn! So süß wie die Monster zwischen den Streifen durchlinsen… 🙂Mein Sohn wollte einen Hoodie mit Bauchtasche haben. Ich wählte das Schnittmuster aus der Ottobre 4/2017 „Salty Wind“ mit überlappender Kapuze in Größe 134. Bei unserem altbewährten Schnittmuster „Paul“ bzw. „Leo“ von Pattydoo wird der Kapuzeneingang langsam etwas zu eng (ja, mein Sohn hat einen Dickkopf). Ich hätte den natürlich selber etwas weiter schneiden können, aber ich wollte mal ein neues Schnittmuster ausprobieren. Hier ist die Kapuze allerdings etwas zu groß – also muss ich mir doch irgendwie ein Mittelding selber zusammen basteln.Der Hoodie hat anderen Taschen als im Original vorgesehen – die schienen mir etwas zu kompliziert zu nähen. Und mein Sohn wollte eine Tasche zum Durchgreifen 🙂 . Also schneiderte ich ihm eine Tasche in Anlehnung an die Bauchtasche von Paul/Leo, allerdings mit größerem Eingriff. In der Breite hätte ich sie auch ein wenig größer machen können – ist mir im Nachhinein aufgefallen.Im Original hat das Schnittmuster an den Seiten unten einen kurzen Reißverschluss – den habe ich ebenfalls weg gelassen.

Ein kleines Problem hatte ich noch: ich hatte nicht genug Stoff gekauft! Aus 70 cm Stoff kann ich in Größe 134 zwar einen Pulli nähen – aber keinen mit Kapuze. Egal wie ich die Schnittmusterteile hinlegte: entweder Kapuze oder Ärmel, beides zusammen ging nicht. Och menno! Die Kapuze wollte ich auf jeden Fall im Monsterstoff nähen, aber die Ärmel ganz in einem anderen Stoff fand ich doof. Ich schob das Schnittmuster auf dem Stoff hin und her und klickte im Internet nach Designbeispielen für den Stoff. Und siehe da: auf dem einen Foto bei Lillestoff (von „Von Mäusen und Nähten“) wurden die Ärmel am Ellenbogen getrennt und mit orange und schwarz kombiniert. Coole Idee! Nachgemacht, danke für die Inspiration, liebe Simone. So konnte ich den Stoff für die Ärmel nämlich aus schmalen oberen Streifen ausschneiden, der noch übrig blieb. Hoodie gerettet.Ich hatte nur noch ganz wenig von dem knallorangenen Stoff, den ich dann als schmale Streifen einsetzte. Eins kam zum anderen: erst an den Ärmeln, dann an der Kapuze und zum Schluss beschloss ich, den orangenen Stoff auch als Tascheneingriff zu verwenden. So entstand der Hoodie Schritt für Schritt – am Anfang wusste ich gar nicht so genau, was dabei herum kommt.

Und nun finde ich den total klasse! Insgesamt ist der Hoodie etwas groß und die Kapuze erst recht, aber so hat er noch länger was davon.

Eure Charla

Verlinkt bei Nähzeit am Wochenende vom Nähkäschtle, Kiddikram November 2017 und  Made4Boys November 2017, Ich näh Bio #37 und bei der Biostoffe-Linkparty im November von Selbermachen macht glücklich. Und bei LilleLiebLinks #46/17 natürlich.