Tochterkleid – mal etwas „niedlicher“ als sonst üblich bei uns

Als ich die ganzen Designbeispiele für die Tunika „Lieschen“, die ich euch in diesem Beitrag gezeigt habe, gesehen habe, bin ich auf den Geschmack von Spitzen und Rüschen gekommen. Eigentlich ist das nicht so unser Ding: ich finde es manchmal zuviel des Ganzen und meine Tochter ist eher der „schlichte Klomotten-Typ“. Aber so ein niedliches, gehübschtes Kleidchen mit ein bißchen Brimborium muss auch mal sein…

Als Schnittmuster hatte ich schon die „Luise Kinder“ von Fadenkäfer vor einiger Zeit gekauft. Ich fand, meiner Tochter stand das „Lieblingskleid“ von Fred von Soho so gut – siehe diesen Beitrag. Die „Luise“ ist vom Schnitt ja ähnlich, nur das Rockteil ist anders.

Dazu wählte ich den niedlichen „Wachgeküsst Kombistoff“ von Lillestoff wieder einmal von Susalabim, ich kann einfach nicht anders. Ab wann ist man süchtig? Und dazu dann eine Häkelborte am Shirtsaum und ein Rüschengummi am Halsauschnitt und an den Ärmeln.

Hach, wenn schon – denn schon. Also kam an die beiden Volants auch noch ordentlich gedehnter Rollsaum dran. Hier habe ich aber etwas übertrieben finde ich jetzt. Etwas weniger gedehnt hätte der Rollsaum auch gut ausgesehen 🙂 .

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Schön finde ich an dem Kleid, dass die obere Stofflage über den oberen Volant drüberliegt – dieser also nicht einfach dran genäht ist. Dadurch sieht es ein bißchen aus wie Rock und langes Shirt. Leider klappt hier die Häkelborte immer hoch, die muss ich dann doch noch feststeppen.

Das Kleid ist lang genug, so dass meine Tochter es ohne Legging einfach nur als Kleid anziehen kann. Aber noch ist sie nicht so weit. Sie kann nicht gleich von „dick eingepackt“ auf „ganz viel nackte Haut“ umsteigen. Morgens wenn sie aus dem Haus geht hat sie jetzt immer eine dünne Jerseyjacke im Strickjackenstil drüber. Für ganz ohne ist es da noch zu kühl. Und mittags, wenn sie nach Hause kommt, hat sie die Jacke immer noch an 🙂 🙂 🙂 Alle anderen Kinder schleppen die Jacken dann über dem Arm oder in den Ranzen gestopft nach Hause…

Also hat sie auf den Fotos die dunkelblaue Legging vom letzten Beitrag an – frisch geflickt am Popo 🙂 .

Eure Charla

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Tunika mit passenden Leggings

Die Fließbandproduktion hat begonnen – Tochterklamotten müssen her. Neben Jeans und T-Shirts zieht sie am liebsten längere Shirts und Tuniken mit Legging darunter an – oder ich ihr 🙂 . Obwohl sie schon 9 Jahre alt ist, ist es ihr relativ egal was sie trägt. Also lege ich ihr abends immer die Anziehsachen hin und fertig ist das Ganze. Schön entspannt. Ihm Gegensatz zum Bruder, der mit fast 7 Jahren sehr bestimmt sagt, was er anziehen will und was nicht. Aber das hat er schon mit 4 Monaten gemacht 🙂

Hier zeige ich Euch als erstes eine Tunika, die ich momentan in sämtlichen Varianten sehe. Es ist ein Freebook von A. J. ’s inspired und nennt sich „Lieschen“.

Wer oder was jetzt alles genau hinter dem Namen steckt weiß ich gar nicht, aber es gibt die „A. J. s DIY Gruppe“ bei FB und dort sammeln sich alle Fans. Und dort gibt es auch das Freebook in den Dateien.

Der Clou an der Tunika ist vorne die Überlappung und das breite Bündchen – das ich hier als Rollsaum aus Jersey genäht habe. Man kann aber auch einen 5 cm breiten Bündchenstreifen annähen, oder breite oder dünne Spitze. An den Ärmeln kann man kleine Flügelärmel dran machen, oder kurze Ärmel oder lange. Es gibt eine Unterteilung an der Brust, wo man noch einmal hübsch mit Spitze oder Rüschen spielen kann – ich habe beides hier weg gelassen.

Ihr seht: ganz viel Gestaltungsspielraum. Leider ist das Schnittmuster nur bis Größe 134, aber ich habe es selber auf 140 hoch gradiert. War recht einfach, weil die Vorlage entsprechend war – ich meine damit, dass sich die Linien der einzelnen Größen im Schnittmuster nicht oder kaum überschneiden.

Der Stoff „Elfenwelt“ ist von Susalabim (Lillestoff) und sind Reste von diesem Pulli. Daher hatte ich auch nur noch Stoff für die Vorderseite. Aber da der Stoff „Buntstiftstreifen“ gerade neu aufgelegt worden ist und diese immer perfekt von den Farben zu den Motivstoffen von Susalabim passen habe ich schnell davon ein Stück beim Lagerverkauf geholt.

Tja, und dann die Frage: wie mache ich das Bündchen? Wie gestalte ich „das gewisse Etwas“ von diesem tollen Schnitt? Breit in rot? Breit in dunkelblau? Das gestreifte Bündchen vom Pulli fiel wegen der Buntstiftstreifen flach. Wenn meine Tochter eine rote Legging dazu trägt, sieht es doof aus, wenn das Bündchen in rot ist. Bei dunkelblauer Legging darf das Bündchen nicht blau sein. Da fällt ja dann der Übergang nicht richtig auf. Breite Spitze? Mhm… bin ich nicht wirklich der Typ für. Aber Rollsaum liebe ich jetzt – das sieht bestimmt toll aus, wennn da ein Jerseystreifen mit Rollsaum dran kommt. Aber welcher Stoff? Ich kramte in meinen Schubladen und buddelte in meinem Stoffregal – und fand den Kombinstoff, den ich letzten Sommer für dieses Kleid verwendet hatte. Passt perfekt! Saum und Ärmel damit gestaltet, damit sich der Stoff irgendwo noch einmal wiederholt.

Passend dazu gibt es zwei Leggings: eine in rot, eine in dunkelblau. Schnitt „Lilly“ von Pattydoo, aber ein bißchen auf meine Tochter angepasst, in Größe 140 (oder „P“ wie es bei Pattydoo heißt). So ganz perfekt am Popo passt sie immer noch nicht, da muss ich noch ein bißchen mehr anpassen. Aber tragen kann sie diese beide Leggings auf jeden Fall.

Und was soll ich sagen? Die dunkelblaue wurde gestern zum ersten Mal getragen. Tochter kletterte auf einen Baum, blieb hängen und zack – ein schöner Winkelriss am Popo! Grummel grummel … der wird aber einfach nur geflickt, fertig. Die Hose wird weiter getragen, wo kommen wir denn sonst hin?

Eure Charla, die noch einmal lila und zweimal Streifenstoff kaufen muss, damit die passenden Leggings zu den folgenden Kombinationen genäht werden können.

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Tochter-Sommerklamotten-Produktion

Ein Beitrag ohne Fotos als „Notizzettel“ für mich was auf meiner To-sew-Liste für meine Tochter steht.

Demnächst werde ich mir hier noch ein Fließband installieren. Warum zum Teufel müssen die Kids eigentlich jedes Jahr zum Sommer neue Sachen bekommen? Warum sitzen die Leggings vom letzten Jahr so eng und warum reichen die Shirts nur noch bis zum Bauchnabel und warum spannen die Kleider und Tuniken an der Brust?

Frühling und Herbst geht ja immer irgendwie: man näht ein bißchen im Herbst und die Klamotten können dann auch im Frühjahr angezogen werden. Ein paar langärmlige Shirts im Frühjahr – die passen dann noch locker im Herbst. Und zum Winter? Nun, da muss ich nur alle zwei Jahre dran, weil ich die Pullis gleich immer so groß nähe, dass sie zwei Jahre passen.

Aber Kleider und Tunikas für den Sommer sollen ja richtig passen. Die können nicht eine Nummer zu groß sein, sonst sieht das blöd aus. Und immer eine passende Legging dazu, weil meine Tochter auch unter Kleidern gerne Leggings trägt.

Okay, also: Sommerklamotten für die Tochter nähen.

Der Sohn hat ja nun eine Ladung T-Shirts bekommen. Eigentlich sollte er noch genähte Shorts bekommen, aber er bestand auf gekaufte Shorts im Bauarbeiterstil von einer Firma mit einem Straußen drauf. 🙂 Von der hat er auch lange Hosen und die liebt er über alles. 13 Taschen! Was da alles rein passt! 🙂 Dabei hatte ich gerade das Schnittmuster der Cargohose von Rotbart gekauft…

Zurück zu den Tochterklamotten. To sew:

1. T-Shirts, die an der Hüfte etwas weiter ausgestellt sind. Schnittmuster habe ich ja bereits gefunden, die „Seike“ von ki-ba-doo, wie ich euch hier schon gezeigt habe. Langärmlig und Kurzärmlig. Daneben werde ich auch das Schnittmuster „Rosita“ von Farbenmix nehmen – das Häschen-Shirt hier habe ich euch auch schon gezeigt

2. Tuniken, die meine Tochter dann mit einer Legging anziehen kann. Als Schnittmuster habe ich das „Lieschen“ gefunden, das es bei A. J. ’s inspired in der FB-Gruppe vor free gibt. Einfach bei FB suchen, kein Link. Ich habe das Schnittmuster selber größer gradiert, weil es nur bis 134 geht.

3. Kleider. Meine Tochter wünscht sich wieder Kleider für den Sommer. Ich hatte für mich ja die „MAbinta“ genäht (habe ich euch hier gezeigt)- und hatte gleich die „Binta“ mitgekauft, weil ich den Schnitt so toll finde. Das ist das eine Schnittmuster. Und ich bin auf den Geschmack des Rollsaums gekommen, den ich im letzten Jahr zum ersten Mal gemacht habe. Hier habe ich auch ein tolles Schnittmuster gefunden, wo ich den machen kann: bei der „Luise Kinder“ von Fadenkäfer gestoßen. Außerdem wieder eine „Cnidaria“, aus der Ottobre 3/2017. Ich habe letztes Jahr dieses hier genäht – meine Tochter wollte noch ein zweites, aber das habe ich nicht mehr geschafft.

4. Zu den Tuniken und den Kleidern jeweils passende Leggings. Hier nehme ich wieder die „Lilly“ von Pattydoo. Die habe ich letztes Jahr genommen und das Schnittmuster ein bißchen angepasst. Nun werde ich es wieder genauso anpassen, nur eine Nummer größer.

5. Tja, und dann noch drei Jeans aus dünnem Jeansstoff. Ich habe ja im Januar meine Testreihe „dpHfmT“ („die perfekte Hose für meine Tochter“) begonnen – drei Jeanshosen mit Gummibandbund zum reinschlupfen sind entstanden. Alle drei werden ständig angezogen, wobei leider Hose Nr. 2 nun an den Oberschenkeln zu eng wird. Auch in der  Länge werden sie etwas knapp – aber das ist nicht ganz so schlimm. Allerdings braucht man lange dünnen Hosen auch im Sommer – und mit nur zwei Hosen kommt man nun nicht weit. Wobei auch noch beide pink sind, was nun nicht immer zu den anderen Klamotten passt. Also: dünnen Jeansstoff in dunkeldenim, wieder in schwarz und in türkis-petrol gekauft.

Uff… ich sollte wohl mit dem Nähen anfangen statt hier noch länger zu schreiben, oder? Oh, ich habe was vergessen.

6. Ein oder zwei Stickjacken. Diese kann man morgens, wenn es noch zu kühl für kurze Ärmel ist – oder eben abends wenn die Sonne weg ist – schnell überziehen. Schnittmuster habe ich auch schon: das „MädchenBolero (-jäckchen)“ von AnniNanni. In der langen Version und ohne gerüschte Ärmel. Stoff dafür habe ich auch schon.

So, das war es aber jetzt wirklich. Dann mal ran an die Arbeit 🙂 🙂 🙂

Nun denn, ich verrate es euch (wenn denn überhaupt einer bis hier hin durchgehalten hat): das ein oder andere Teil ist schon fertig, aber ich habe noch keine vernünftigen Tragefotos 🙂 Beiträge folgen demnächst.

Eure Charla

Ein Babynestchen – so süß!

Das Baby ist da!

Es war für mich eigentlich von Anfang an klar, dass ich für meine schwangere Freundin, der ich auch dieses und dieses Mutti-Shirt genäht habe, ein Babynest nähen würde. Erst dachte ich mir: als Überraschung. Aber dann war ich mir nicht ganz sicher: was ist, wenn sie so ein Nestchen gar nicht benutzen will? Ich hätte damals, als meine Kids Babys waren, gerne so ein Nestchen gehabt – aber ich denke, dass ist Einstellungssache. So wie „Baby tragen ja oder nein?“. Oder „Baby in Wickeltuch oder Tragehilfe tragen?“.

Also fragte ich sie, ob sie so ein Nestchen haben wolle. So gewissenhaft wie sie ist, sammelte sie Infos darüber und war dann total begeistert. Ja klar wolle sie so eins haben. Das Baby hat auch gar kein eigenes Bettchen, es ist geplant, dass das Baby in dem Babynestchen zwischen den Eltern liegt. Oder auf dem Sofa. Oder wo auch immer.

Ich suchte dann im Netz nach Schnittmustern und wählte zum Schluss die Anleitung von Frau DIY. Sie hat kein Schnittmuster dazu erstellt, sondern nur die Maße mit Zeichnungen angegeben und ganz viel Informationen zu dem Babynest dazu geschrieben. Dass es wirklich nicht zu klein ist, warum man die Kordel mit einziehen sollte oder wie lange man das Nestchen überhaupt benutzen kann.

Als mein Nestchen fertig war, fand ich es dann nämlich auch total klein! Mini! Aber es ist ja nur für die ersten drei bis vier Monate gedacht. Sobald das Baby anfängt sich selber zu drehen ist es nicht mehr geeignet. Nur am Anfang, damit es eine Begrenzung spürt wie im Bauch. Schön beruhigend. Zwar kann man das Baby später auch noch zum Mittagsschlaf herein legen, aber dann wirklich nur an Stellen, wo es nicht herunterpurzeln kann sollte es sich aus dem Nestchen herauskugeln.

Gestern früh las ich in meiner WhatsApp die Größe und das Gewicht des Babys. Da dachte ich mir wieder: um Gottes willen! Das Nestchen ist zu klein! Das Baby ist eine Wuchtbrumme! Nachmittags gleich ins Krankenhaus gedüst und Geschenk übergeben. Baby wurde probeweise hineingelegt: perfekt! Überall genug Platz, aber beim Arme ausstrecken kam es dann an den Rand. Ich glaube, sie fand es ganz gemütlich darin 🙂 🙂 🙂 . Heute morgen habe ich eine WhatsApp bekommen „Wir haben es heute nacht gut gebraucht!“ Das freut mich total!

Für einen 6-jährigen und eine 9-jährige ist das Nestchen allerdings auf jeden Fall zu klein. 🙂 🙂 🙂

Ich wählte für die Innenseite Bio-Molton von Meterwerk. Der ist schön kuschelig und dient zudem ein bißchen als Nässeschutz. Dazu wählte ich einen schönen Bio-Popeline-Stoff, ebenfalls von Meterwerk, und Bio-Baumwolle für die Füllung (von Butinette). Damit die Liegefläche schön weich ist, nahm ich Bio-Baumwollvlies (von Meterwerk). Das ganze Nestchen ist trotzdem bei 40°C-Schonwäsche waschbar und sollte danach in den Trockner, damit die Füllung schon flauschig bleibt. Das Vlies steppte ich dann alle 10 cm ab, damit es beim Waschen nicht verrutscht.

Dennoch dachte ich mir, dass es doch ganz praktisch ist, zwei Auflagen für das Nestchen zu nähen – falls das Baby doch mal irgendwo undicht ist. Die eine Seite Molton, die andere aus dem Popeline. Dann muss man nicht gleich das ganze Nestchen in die Waschmaschine packen.

Och Mensch, ich will auch noch mal ein Baby! Ich glaube, ich werde mich nicht mehr einkriegen, wenn ich jetzt damit anfange, die Babysachen zu nähen. Mit der ganz kleinen Größe ist sie abgedeckt, aber danach werden Sachen benötigt. Wir haben schon Schnittmuster ausgesucht …

Eure Charla

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Shirt für die Tochter

Nun habe ich euch einige Shirts für meinen Sohn gezeigt – aber auch die Tochter braucht welche. Die vom letzten Jahr sind irgendwie zu kurz geworden – vielleicht ändere ich die noch ein bißchen? Unten Bündchen abschneiden und Volants dran machen?

Aber ich habe bei ihr ja auch das Problem, dass sie eine schlanke Taille und mehr Hüfte hat. Mein Lieblings-T-Shirt-Schnittmuster Paul von Pattydoo passt ihr nicht mehr: das ist schlank geschnitten und geht einfach gerade runter. Das ist dann bei ihr an der Hüfte zu eng. Ich brauche einen Schnitt der etwas tailliert oder aber zur Hüfte hin etwas ausgestellt ist.

Da kam das neue Schnittmuster „Seike“ von ki-ba-doo gerade recht. Auch der gebogene Saum gefällt mir sehr gut. Also bestellt, geklebt und bei diesem die Shirtlänge mit gebogenen Saum ausgeschnitten.

Ich hatte das Shirt zuerst ohne das Herz genäht. Aber es war mir dann zu langweilig. Zudem wollte meine Tochter das nicht anziehen, weil sie aus dem gleichen Stoff einen Schlafanzug hat…
Ich: „Das weiß doch keiner!“
Tochter: „Doch, wenn ich eine Schlafanzugparty mache!“
Öhm… Schlafanzugparty? Habe ich irgendetwas verpasst?

Mit dem Herz gefällt es mir jetzt allerdings auch nicht so doll. Die weiße Fläche ist zu groß, es ist nicht schön appliziert und irgendwie gibt es auch nicht so ganz den Pepp. Habt ihr noch eine Idee, was ich noch ergänzen oder ändern könnte?

Als kleine Besonderheit habe ich zumindest am Saum noch einen Zierstich verwendet – passend zum Motiv. Aber so richtig auffallen tut der nicht.

Eure Charla

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MAbinta gleich zweimal genäht

Ich habe in diesem Post über meine erste Else bereits geschrieben, dass mir die Else an den Oberarmen eigentlich ein bißchen zu eng ist. Und dass mir das gleiche Unglück auch bei einem anderen Kleid passiert ist: bei dieser MAbinta.

Oder eigentlich nicht bei dieser, sondern bei der Vorgängerin. Ich hatte die MAbinta aus genau dem gleichen Stoff in Größe 38 genäht, ganz toll mit der Knopfleiste hinten im Rücken und mit zwei Taschen, die dem Kleid das gewisse Etwas geben. Und dann? Zu eng! Wieder an den Oberarmen, aber auch zu knapp an den Schultern. Ich finde, ich habe ein breites Kreuz, andere sagen, das stimmt nicht. Aber hier bei der ersten MAbinta saßen die Schulternähte eindeutig zu weit innen.

Ich greife vor: dies sind Bilder der zweiten MAbinta:

Ach menno! Dabei wollte ich dieses Kleid zu einem bestimmten Anlass anziehen und daher hatte ich eine Deadline! Und was jetzt? Gott sei Dank hatte ich genug von dem Stoff gekauft – eigentlich wollte ich meiner Tochter auch noch daraus ein Kleid nähen. Aber ihr gefiel der Stoff sowieso nicht so gut…. 🙂

Ich überlegte erst, ob ich das Kleid in der Taille durchschneiden sollte und nur das Oberteil nochmal neu machen sollte. Aber bei dem großen Muster hätte ich da schon sehr korrekt nähen müssen und dafür wäre bestimmt auch nicht genug Stoff dagewesen. Da hätte ich ja richtig auf das Muster achten müssen. Also: eine ganz neue nähen, diesmal in Größe 40. Hier ist sie:

Da ich ja nun die erste MAbinta schon hatte, konnte ich erkennen, dass die Knopfleiste nur Zierde ist – zumindest wenn man mit Jersey näht. Die war echt aufwendig zu nähen – auch wenn die Anleitung dazu hervorragend war. Aber dafür hatte ich nun keine Zeit mehr! Auch die Taschen mussten wegfallen…Dafür habe ich die tolle Blende mit der pinkfarbenen Paspel gelassen – soviel Zeit musste sein. 🙂

Aber auch ohne Taschen (vielleicht mache ich die ja noch nachträglich ran?) und ohne Knopfleiste gefällt mir das Kleid sehr gut. Die A-linien-Form gefällt mir sehr gut, die Dreiviertelarmlänge, die ich gewählt habe, auch. Der Stoff knallt schon recht doll. Ich wollte ihn in schwarz haben – aber heute habe ich gesehen, dass es ihn auch in blau gibt… Sieht auch genial aus…

Als meine Schwester mich dann bei dem genannten Anlass in dem Kleid sah, sagte sie gleich ganz bewundernd: „Oh, ist das ein tolles Kleid!“ – „Ach, warte mal, ich kann dir ja das andere geben, das müsste dir ja passen!“

Zwei Wochen später habe ich sie dann in ihrer MAbinta gesehen: perfekt – wenn nicht noch besser! Ihr steht schwarz einfach besser als mir! Und mit Taschen sieht die einfach besser aus! Leider hatten wir keine Zeit um Fotos zu machen – und mal sehen, ob wir irgendwann mal im Partnerlook irgendwo auftauchen 🙂 .

Eure Charla

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Wendepailletten zum dritten…

… und noch mehr „Pauls“ für meinen Sohn. Beides miteinander kombiniert. Wer sagt denn, dass Wendepailletten nur für Mädchen sind?

Hier gleich zwei Shirts für meinen Sohn damit.

Das erste ist wieder eine fertige Applikation von alles-für-selbermacher. Mein Sohn sah diese Applikation auf dem Bildschirm und wollte sie sofort haben. Ganz cool auf einem einfachen schwarzen Shirt… bereits getragen und gewaschen wie man sieht.

Die fertigen Applikationen sind auf einer Art Netz festgenäht. Unter dieses Netz bügel ich Vliesofix, schneide es dann knappkantig aus und appliziere es dann mit einem engen ZickZack-Stich. Da hier das Motiv so filigran war und ich nicht zwischen den Knochen schneiden und nähen konnte ist dieses Motiv nicht so ganz schön aufgenäht. Auch gefällt mir der breite weiße Rand nicht so doll – aber ich finde es trotzdem cool. Aber irgendwie zieht er, wenn er die Wahl hat, lieber das folgende an:

Bei diesem „Pailletten-Shirt“ habe ich mich dann etwas ausgetobt. Eigentlich sollte es ein einfaches Shirt aus einem Stoff werden, der schon länger hier herum liegt. Ich überlegte lange, ob ich das Shirt mit rot oder hellblau kombinieren sollte – mein Sohn wollte dann rot.

Aber irgendwie war es mir zu langweilig. Da fielen mir dann die schwarz-weißen Wendepailletten ein, aus dem ich für meine Tochter diese tolle Tunika genäht hatte. Da auf dem Shirt kleine Kreise sind, und in ein paar von ihnen kleine Sterne gezeichnet sind, kam ich auf die Idee, dieses Muster in groß vorne drauf zu machen. Und den Stern dann mit den Wendepailletten. Mein Sohn fand die Idee grandios!

Plan sofort umgesetzt und Shirt direkt – quasi noch heiß – von der Nähmaschine weg angezogen. So liebe ich es.

Für den Stern habe ich die Vorlage auf Vliesofix durchgepaust, ausgeschnitten und diesen Vliesofix-Stern auf die Rückseite des Stoffes mit den schwarz-weißen Wendepailletten gebügelt. Dann den Stern ausgeschnitten – einfach zack durch die Pailletten durch. Als nächster Schritt: die Ränder mit den durchgeschnittenen Pailletten schön machen, d.h. alle halben Pailletten abschneiden und einen schönen geraden Rand von 3-4 mm vom Stoff stehen lassen. Dann den Stern auf den Stoff bügeln – dabei muss man auf die „Streich“-Richtung der Pailletten achten. Anschließend mit einem engen ZickZack-Stich festnähen. Sieht schön aus und hält:

Eure Charla, die nun mal langsam mit der Sommerproduktion für die Tochter weiter machen muss

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T-Shirts für meinen Sohn

Jedes Frühjahr von neuem: T-Shirts für die Kids nähen. Warum müssen die Kinder auch immer so viel wachsen? Mein Sohn ist eigentlich durchgehend nach der Kurve aus dem Vorsorgebuch über der 97 %-Kurve. Uiuiui. Mal sehen, wo das noch alles hinführt. Laut einer Statistik, die ich im Internet gefunden habe, würde er dann über 1,95 cm groß werden…

Und in der letzten Zeit ist er besonders viel gewachsen. Ein Beispiel: Jacke bei Oma an den Hacken hängen. Meine Tochter konnte die Jacke dort mit knapp 8 Jahren oder so auf Zehenspitzen stehend alleine aufhängen. Mein Sohn – 6 1/2- Jahre alt – bereits jetzt…

Oder neulich in der Kirche. Ihm wurde ein Liederzettel gereicht. Sohn: „Ich kann doch noch nicht lesen!“ – „Was? Aber du bist doch schon so groß!“ In der Klasse ist er auch einen halben Kopf größer als die meisten seiner Mitschüler…

Also druckte ich mein Lieblings-Standard-T-Shirt-Schnittmuster für ihn – den „Paul“ von Pattydoo – in Größe 140 (!!! für einen 6-jährigen !!!) aus, gab unten sogar noch 2 cm und an den Ärmeln 1 cm dazu und legte los.

Beide Shirt hier aus diesem Beitrag sind Lillestoff-Stoffe, die ich bereits im letzten Jahr gekauft habe. Ich wusste, dass sie meinem Sohn gefallen werden und ich wusste ja, dass irgendwann Shirts anstehen werden. Beide werden gerne und oft getragen.

Das Fussballshirt ist das Lieblingsshirt, aber auch das Formel 1-Shirt wird gerne getragen – wie man sieht schon gewaschen und „krumpelig“. Leider nur Liege-Fotos – wenn ich ihn in jedem neuen Shirt, dass er momentan bekommt, fotografieren würde, wären wir nicht mehr beste Freunde…

Ich finde es schöner, wenn die Ärmel – wie hier – einfarbig sind. Oder geringelt. So sind die Shirts etwas aufgelockert und nicht ganz so „überlastet“. Sieht auch irgendwie „cooler“ aus.

Eure Charla

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Mutti-Shirt zum zweiten

Mit einem Schwangerschaftsshirt kommt man nicht weit. Daher bekam meine Freundin noch ein zweites – aus dem ganz tollen Lillestoff-Stoff „Mod Circles“.  Wieder ein Mutti-Shirt von Annas County. Leider findet man auf der Homepage von Annas County unter „eBook Damen“ nichts dazu, aber unter „Shops“ ist es aufgelistet.

Die Farben sind genau die Farben meiner Freundin. Dazu kombinierte ich den braunen Slubjersey, ebenfalls von Lillestoff.

In genau der gleichen Kombination habe ich ihr dann auch ein Stilltuch genäht, von dem ich aber leider keine Fotos habe. Eigentlich ist das Stilltuch nur ein langer Loopschal in etwas breiter, in das das Baby beim Stillen hineingepackt wird. Man legt sich das andere Ende über die Schulter so das alles schön sichtgeschützt ist.

Auch dieses Foto muss ich noch schnell posten bevor das Baby da ist. 🙂

Eure Charla

Verlinkt bei LilleLiebLinks #15/2018

Meine erste Else

Die „Else“ von Schneidermeistern liegt schon seit 17 Monaten auf meiner Festplatte rum. Irgendwie kam ich nie dazu sie zu nähen (ganz vielen anderen Schnittmuster auf meiner Festplatte geht es genauso…). Hier schon einmal vorab zwei Bilder: mit oder ohne Gürtel. Mir gefällt beides, aber ich glaube ich werde sie eher ohne Gürtel tragen:

Nun hatte ich im Winter diesen Oversize-Pulli aus der Eigenproduktion von GreluStoffe genäht und da dachte ich mir: der Stoff wäre doch super geeignet für eine Else! Schön kuschelig, aber nicht zu warm für die Übergangszeit. Schön meliert, somit sieht die große freie Fläche nicht langweilig aus. Und dann kam der Hinweis von Grelu: unsere Eigenproduktion gibt es jetzt auch in vielen anderen Farben! Und in so tollen Farben! Ich wußte gar nicht, weche ich bestellen sollte! Entschieden habe ich mich dann für Türkis, da ich ein Kleid in dieser Farbe noch nicht habe.

„Else – 7 auf eine Streich“ heißt es in dem Schnittmuster. Man kombiniert unterschiedliche Halsausschnitt, mit oder ohne Kapuze, lange, überlange oder was weiß ich für Ärmel. Enger, weiter, mäßig weiter Rock … ach ja, auf der Homepage von Schneidermeistern gibt es dann auch noch einen schwingenden Rock… und ein Tutorial für Daumenlochbündchen …

Also hieß es zunächst einmal: Bilder anschauen und Texte lesen. Wie sieht was aus und was möchte ich kombinieren? Will ich einen weiten Rock oder einen mäßig weiten? Überlange Ärmel find ich toll. Aber mit Kapuze und wenn ja, welche? Überlappend? Oder die Astronautenkapuze? Schwierig, schwierig…

Geworden ist es eine Else in Größe 38, mit überlangen Ärmeln, Astronautenkapuze (die an den U-Boot-Ausschnitt genäht wird) und ein mäßig weiter Rock.

Hier seht ihr die tolle Kapuze mit dem hochgezogenen Bund am Hals:

Meine erste Else gefällt mir sehr gut, doch ich muss mir wirklich hinter die Ohren schreiben, die Schnittmuster immer an den Oberarmen zu messen. Bereits das zweite Kleid, dass an den Oberarmen einen Tacken zu eng ist. Entweder ich passe die Schnittmuster in Zukunft hier immer an – oder ich mache Oberarmtraining! Mhm, oder wird dann das „Schwabbelmaterial“ zu „Muskelmasse“ und die Weite des Oberarms bleibt gleich? Also beides: Anpassen und Training! 🙂

Eure Charla, die demnächst von dem zweiten Kleid mit zu engen Oberarmen berichten wird

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